Pfeifkonzert am Tivoli
Nach Wiener Neustadt, Mattersburg und Kapfenberg hat es am Dienstag im ÖFB-Samsung-Cup den vierten Bundesligisten erwischt. Die Tiroler blamierten sich im Achtelfinale gegen den SV Grödig, den Sechsten der Ersten Liga, mit 0:1 (0:1). Während die Aktionen der Salzburger von den nur 948 Zuschauern am Innsbrucker Tivoli laut beklatscht wurden, gab es für das Heimteam nur gellende Pfeifkonzerte.
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Vorjahresfinalist Austria Lustenau mit einem 4:1 im Derby gegen den FC Lustenau, Hartberg (2:0 bei den Rapid Amateuren) und die Red Bull Juniors (3:1 gegen Blau Weiß Linz) schafften ebenfalls den Aufstieg. Nur insgesamt rund 4.000 Zuschauer wollten die vier Spiele sehen, das Achtelfinale wird am Mittwoch abgeschlossen. Die Auslosung für das Viertelfinale (11./12. April) erfolgt am 6. November.

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Wacker ließ sich von Erstligist Grödig die Schneid abkaufen
Parapatits-Goldtor gegen schwache Tiroler
Lange Zeit plätscherte in Innsbruck die Partie dahin, Torchancen waren Mangelware. Erst als Grödig-Verteidiger Agoney Jimenez nach einem Freistoß von der Seite um Zentimeter mit dem Kopf den Ball verpasste (37.), merkte der Außenseiter, dass Wacker völlig verunsichert ist. Lukas Schubert und Thomas Salamon hatten weitere große Chancen, ehe Joachim Parapatits einen schweren Abwehrfehler von Inaki Bea und Goalie Markus Egger zur verdienten Führung für Grödig nützte (44.).
Wacker-Trainer Walter Kogler reagierte und brachte nach der Pause für die enttäuschenden Bea und Miran Burgic Georg Harding und Andreas Bammer, doch Wacker konnte die Verunsicherung nicht ablegen. Bezeichnend, dass Christopher Wernitznig den Ball allein stehend aus fünf Metern über das Grödiger Tor schoss (69.). Innsbruck erhöhte zwar im Finish den Druck, zu Torchancen kamen die Hausherren aber nicht. Grödig hingegen bot eine starke kämpferische Leistung.
„Eine indiskutable Leistung“
„Heute hat nichts gepasst. Wir haben die Chance ausgelassen und eine schlechte Leistung geboten. Die Verunsicherung vom Admira-Spiel war natürlich da, an dem Kapitalfehler von Bea ist die Mannschaft zerbrochen“, bilanzierte Innsbruck-Coach Kogler enttäuscht. Präsident Kaspar Plattner war in seiner Wortwahl noch deutlicher: „Das war eine indiskutable Leistung der ganzen Mannschaft.“
Die Bilanz von Grödig-Trainer Heimo Pfeifenberger fiel naturgemaß wesentlicher zufriedener aus. „Der Druck war bei Innsbruck, und das haben wir ausgenützt. Wir waren sehr kompakt, ich habe nie Angst gehabt, dass das Spiel kippen könnte. Das ist ein Highlight für die Burschen und gibt Selbstvertrauen für die Meisterschaft. Ich bin drei Jahre Trainer in Grödig, jetzt möchte ich endlich im Cup ein Heimspiel haben“, sagte der ehemalige ÖFB-Internationale.
Salzburg Juniors drehen Partie
Eine Überraschung gab es auch in Salzburg, die Red Bull Juniors erwiesen sich ein weiteres Mal als Favoritenschreck. Nach Bundesligist Mattersburg, der im Elfmeterschießen eliminiert worden war, warfen die Jung-„Bullen“ auch Erstligist Blau Weiß Linz aus dem Bewerb. Die Salzburger Talente feierten trotz frühen Rückstands dank Treffern von Daniel Offenbacher (21.), Simon Handle (25.) und Daniel Krenn (92.) einen 3:1-Sieg.
Linz ging durch Torsten Knabel in der 4. Minute nach einem Tormann-Fehler von Niclas Heimann in Führung. Mit der ersten Chance gelang Offenbacher mit einer schönen Aktion der Ausgleich, nach dem die Gastgeber das Kommando übernahmen. Nur vier Minuten später gelang Handle die 2:1-Führung, auf die die Oberösterreicher keine Antwort fanden. Die Juniors arbeiteten defensiv ausgezeichnet, kamen erst in den letzten zehn Minuten unter Druck, wurden selbst aber immer wieder im Konter gefährlich. Einen der Vorstöße nützte Krenn zur Entscheidung.
Austria im Lustenau-Derby souverän
Die Lustenauer Austria setzte sich im Stadtderby gegen den FC klar durch. Der Finalist der Vorsaison besiegte den in der Ersten Liga abstiegsbedrohten Lokalrivalen mit 4:1. Die Austria ging durch einen Weitschuss von Jan Zwischenbrugger (8.) ins Kreuzeck in Führung, doch Christoph Buchner (17.) gelang per Kopf nach einem Kofler-Fehler aus der ersten Chance der schmeichelhafte Ausgleich. Sturmspitze Felix Roth (27.) brachte die Austria mit einem präzisen Distanzschuss zurück auf die Siegerstraße.
Lediglich 40 Sekunden nach Wiederbeginn stellte Gerald Krajic per Abstauber die Weichen klar in Richtung Sieg. Dursun Karatay sorgte in der 63. Minute endgültig für die geglückte Revanche für das 1:3 im Ligaduell im August. Bereits am Freitag treffen die beiden Clubs im Reichhofstadion in der Liga neuerlich aufeinander.

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Einen klaren Sieger und rassige Zweikämpfe bot das Lustenau-Derby
Partie im Hanappi-Stadion lange offen
Auch der TSV Hartberg wurde seiner Favoritenrolle im Duell mit den Rapid Amateuren gerecht. Der steirische Erste-Liga-Club mit dem Ex-Rapidler Andreas Dober in der Abwehr musste allerdings im Hanappi-Stadion lange kämpfen, ehe der Sieg perfekt war. Michael Huber (67.) und Luca Tauschmann (70.) sorgten jeweils per Kopf mit einem Doppelschlag für die Entscheidung.
Zuvor war der Club aus der Regionalliga Ost mehr als ebenbürtig gewesen, hatte die Partie vor den Augen von Rapid-Chefcoach Peter Schöttel, ÖFB-U21-Teamchef Andreas Herzog sehr offen gestaltet und in der 49. Minute durch Kristrijan Dobras (49./drüber) auch eine Großchance auf das 1:0 ausgelassen.
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