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Gute Harmonie als Erfolgsrezept

Thomas Vanek darf mittlerweile zu Recht als prominentester Sportbotschafter Österreichs in den USA bezeichnet werden. Der 27-jährige Eishockeystar hat sich in der National Hockey League (NHL) als Torjäger längst einen Namen gemacht. Das Vanek zu den Größten gehört, beweist die Statistik: Seit seiner ersten Saison 2005/06 schießt keiner schärfer als der österreichische Star der Buffalo Sabres.

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Vanek startete seine NHL-Karriere gleich mit 25 Treffern im Grunddurchgang - und erzielte seitdem auch nie weniger Tore in einer „Regular Season“. Der in Baden bei Wien geborene und in Zell am See und Graz großgewordene Stürmer übertraf zweimal sogar die 40-Tore-Marke. Bisher erzielte der Teamspieler in seiner Karriere 212 Treffer. Auch heuer traf Vanek in zehn Spielen bisher achtmal ins Schwarze. Auffallend ist seine Effizienz vor dem Tor, wie auch die Statistik bestätigt.

Thomas Vanek schießt ein Tor

AP/Devin Duprey

Wenn Vanek vor dem Tor auftaucht, herrscht für die Goalies Alarmstufe Rot

Vanek hängt Owetschkin ab

Für seine 212 Tore benötigte Vanek insgesamt 1.351 Schüsse, was einer Trefferquote von 15,7 Prozent entspricht. Fast jeder sechste Versuch des Stürmers geht ins Tor. Im Vergleich mit anderen Torjägern, die im selben Zeitraum über 1.000 Schüsse abgaben, hat der Wahlsteirer - seine Eltern leben nach wie vor in der Nähe von Graz - klar die Nase vorne. Zum Vergleich: Alexander Owetschkin, russischer Superstar der Washington Capitals, erzielte zwar deutlich mehr Tore als Vanek, benötigte dafür aber fast doppelt so viele Versuche.

2.559-mal feuerte Owetschkin bisher die Hartgummischeibe im Grunddurchgang Richtung Tor. „Nur“ 306-mal schlug der Puck auch im gegnerischen Kasten ein. Mit einer Effizienz von zwölf Prozent kann Owetschkin Vanek in dieser Hinsicht daher nicht das Wasser reichen. Auch Corey Perry von den Anaheim Ducks, mit 50 Treffern bester Torjäger der vergangenen Saison und so wie Vanek in seinem siebenten NHL-Jahr, weist nur eine Trefferquote von 12,6 Prozent auf.

„Immer einen Weg finden“

Österreichs Sportler des Jahres 2007 ist damit die Konstante im Angriff der Buffalo Sabres. Seit drei Saisonen ist der 27-Jährige bester Torschütze der Sabres. „Konstanz ist das Wichtigste, und ich arbeite immer noch daran“, weiß auch Vanek, der mit seiner Rolle als Torjäger gut lebt. „Ich war schon immer ein Vollstrecker“, erklärt der Stürmer, „und man muss immer einen Weg finden, seine Rolle so gut wie möglich zu erfüllen.“ Seine Effizienz lässt sich mit der inneren Ruhe des Stürmers erklären.

Ein Abend ohne Tor lässt bei Vanek noch nicht die Alarmglocken schrillen. „Ich verfalle nie in Panik. Manchmal erspielt man sich zwar gute Chancen, aber der Puck will einfach nicht ins Tor“, so der dreifache Familienvater im Gespräch mit US-Journalisten, „man hat nicht in jedem Spiel einen guten Tag und muss trotzdem einen Weg finden, etwas für das Team beizutragen.“ Mit seinem Sturmkollegen Jason Pominville bildet Vanek bisher auch das effizienteste Angriffsduo der Liga.

Lob vom Trainer

29 Scorerpunkte erspielte sich das Duo in zehn Spielen bereits. „Sie wissen einfach, was sie tun“, lobte daher auch Buffalos-Trainer Lindy Ruff seine beiden Asse. „Man braucht das in dieser Liga. In einer Sturmlinie ist es wichtig, dass zumindest zwei Spieler gut harmonieren. Wir haben das in unserer Linie“, so Vanek. Eine Harmonie, die den Sabres am Ende den Stanley Cup bringen soll. Es wäre für den 1970 gegründeten Club der erste ihrer Geschichte.

Karl Huber, ORF.at

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