Aggressivität und Bereitschaft
Das Testmatch der österreichischen Nationalmannschaft am Dienstag (20.00 Uhr MEZ, live in ORF eins) in Lwiw gegen EM-Gastgeber Ukraine wird zur ersten Nagelprobe für Neo-ÖFB-Teamchef Marcel Koller, der aber die Erwartungen im Vorfeld der Partie bewusst herunterschraubte.
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„Es hat in den letzten Tagen viel Spaß gemacht, mit den Spielern zu arbeiten, und wir haben gut gearbeitet. Ich erwarte Aggressivität und die Bereitschaft, nach vorne zu kommen. Doch es ist klar, dass noch nicht alles sitzen kann. Es dauert seine Zeit, bis unsere Ideen umgesetzt werden“, sagte der Schweizer.
Team soll aktiv sein
Kurz vor dem Abflug in die Ukraine umriss Koller Montagvormittag noch einmal seine Ideen vom künftigen österreichischen System. „Wir wollen versuchen, in der Defensive gut zu stehen und einander zu helfen. Und wir wollen bei Ballgewinn schnell nach vorne kommen, nicht abwarten, bis der Gegner Fehler macht, sondern Fehler provozieren.“
Sollte das gelingen, hält Koller einen Sieg für möglich. „Weil wir vorne gute Spieler haben, die alle ein Match entscheiden können“, sagte der 51-Jährige. In der Offensive sollen Marc Janko und Marko Arnautovic für Torgefahr sorgen, unterstützt werden sie an den Flanken wohl von Martin Harnik und Andreas Ivanschitz.
Hohe Erwartungshaltung
Der Nationaltrainer rechnet von der ersten Minute an mit stürmenden Ukrainern. „Gegen Deutschland haben sie ausgezeichnete Konter gespielt. Gegen uns werden sie wahrscheinlich nicht so agieren, sondern uns frühzeitig stören. Dadurch haben wir die Möglichkeit, Konter zu fahren“, so Koller.
Seine Kicker müssen sich nicht nur auf einen Kontrahenten gefasst machen, der beim Eröffnungsspiel der „Arena Lwiw“ unbedingt gute Stimmung für die Heim-EM machen will - sie haben sich durch den Amtsantritt von Koller auch auf eine hohe Erwartungshaltung der Öffentlichkeit einzustellen.
„Unseren Weg weitergehen“
„Doch nur weil jetzt gute Stimmung herrscht, kann man nicht sagen, wir gewinnen gegen den Weltmeister. Die Ukrainer sind in der Weltrangliste vor uns und haben hervorragende Spieler“, sagte der Nationaltrainer über die Osteuropäer, die Deutschland am Freitag ein 3:3 abgetrotzt hatten. „Wenn wir gewinnen, wäre das schön, aber das würde nichts daran ändern, dass wir noch weit von dem Punkt entfernt sind, wo wir hinwollen.“
Deshalb dürfe man die Leistung bei seinem Debüt nicht nur nach dem Ergebnis beurteilen. „Das Resultat ist immer wichtig. Doch noch wichtiger wird sein, dass wir nicht nur darauf achten, sondern unseren Weg weitergehen“, sagte Koller.
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