Die Spieler sind gefordert
ÖFB-Vizemeister Salzburg hat am Donnerstagabend (21.05 Uhr) im Europa-League-Spiel der Gruppe F daheim gegen Paris St. Germain gleich zwei Ziele vor Augen.
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Einerseits wollen die Salzburger mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten der französischen Ligue 1 die Aufstiegschance wahren, andererseits am besten mit so einem Ergebnis gewinnen, dass sie es aufgrund des besseren direkten Vergleichs mit PSG (1:3 im Hinspiel) in der letzten Runde in der eigenen Hand haben, das Weiterkommen zu fixieren.
Fakt ist, dass für Salzburg nur ein Sieg zählt, beträgt der Rückstand auf PSG zwei Runden vor Schluss doch drei Zähler. „Wir müssen gewinnen, es wird sehr schwer, aber ich glaube an meine Mannschaft“, gab sich Salzburg-Trainer Ricardo Moniz optimistisch. „Die Spieler müssen über sich hinauswachsen“, sagte der Niederländer.
Europa League, fünfter Spieltag
Gruppe F, Donnerstag, 21.05 Uhr:
Salzburg - Paris St. Germain
Red Bull Arena, SR Liany (ISR)
Mögliche Aufstellungen:
Salzburg: Walke/Gustafsson - Hierländer, Pasanen, Sekagya, Hinteregger - Jantscher, Leitgeb, Cziommer, Svento - Leonardo, Maierhofer
PSG: Sirigu - Jallet, Bisevac, Sakho, Tiene - Sissoko, Matuidi - Bahebeck, Bodmer, Nene - Gameiro/Mevlüt Erdinc
„Auswärts sicher anfällig“
Der heimische Vizemeister darf sich durchaus auch Hoffnungen machen. Während die Salzburger zuletzt mit einem 6:0-Kantersieg in der Bundesliga gegen Kapfenberg auf die Siegerstraße zurückfanden, ist PSG in Frankreich seit drei Spielen sieglos, am Sonntag gab es ein 0:3 gegen Marseille.
Zudem sind die Pariser in der Europa League nach der Niederlage gegen Athletic Bilbao (0:2) und dem Remis gegen Slovan Bratislava (0:0) auswärts noch sieg- und torlos. Die Auswärtsschwäche des Gegners ist auch Moniz nicht verborgen geblieben. „Sie sind auswärts sicher anfällig, es stimmt, dass die Mannschaft einfach zwei Gesichter zeigt“, sagte der Salzburg-Trainer.
Personell treten die Franzosen, denen schon ein Unentschieden für den Aufstieg reicht, nicht in Bestbesetzung an, der argentinische Superstar Pastore, sowie Lugano, Menez und Hoarau sind nicht einsatzfähig oder werden geschont. „Das spielt aber keine Rolle, sie haben trotzdem ganz einfach sehr viel Qualität in der Mannschaft“, erwartet sich Moniz dadurch keinen Vorteil.
Salzburg braucht mehr Effizienz
In Paris hatten die Salzburger in den ersten 30 Minuten mit einer couragierten Vorstellung gezeigt, wie man die Franzosen packen kann, was fehlte, war nur die nötige Effizienz im Abschluss. Das soll am Donnerstag besser werden. „Wir müssen einfach unsere Chancen verwerten, denn die werden wir bekommen“, war sich Moniz sicher.
Dafür sorgen soll auch Stefan Maierhofer, der in den jüngsten beiden Ligaspielen drei Tore erzielte. Dem 2,02 Meter großen Angreifer könnte zugutekommen, dass die Pariser zuletzt beim 0:3 gegen Marseille mit hohen Bällen Probleme hatten und zwei Gegentore nach Flanken kassierten. „Wir wollen weiterkommen. In Paris waren die ersten 30 Minuten gut, dann wurden unsere Eigenfehler bestraft, das wollen wir dieses Mal ändern“, betonte der Stürmer.
Die nötigen Flanken sollen vor allem von Jakob Jantscher kommen, der zuletzt ebenfalls groß aufspielte und trotz einer im Training erlittenen leichten Knieverletzung einlaufen wird. „Uns erwartet ein anderes Kaliber als am Samstag, aber wir werden werden alles daransetzen, dass wir gewinnen“, sagte Jantscher.
Douglas und Mendes gehen ab
Aber nicht nur die Offensive der „Bullen“ ist gefordert. „Die Defensive muss besser und konsequenter agieren als zuletzt“, forderte Moniz. Im Gegensatz zum KSV-Spiel hat er aber die im Europacup nicht einsatzberechtigten Douglas da Silva und David Mendes da Silva nicht zur Verfügung. „Es wird nicht einfach, sie zu ersetzen, weil sie Führungsspieler und Winner-Typen sind“, sagte Moniz.
Franz Schiemer wurde nicht rechtzeitig fit, so ist auch Rasmus Lindgren eine Option für die Position im defensiven Mittelfeld. Im Tor dürfte neuerlich Alexander Walke anstelle von Kapitän Eddie Gustafsson seine Chance erhalten, auch wenn Moniz das noch nicht bestätigen wollte. „Ich entscheide von Mal zu Mal“, sagte der Salzburg-Chefcoach.
In Paris war den Salzburgern nach Toren von Nene (35./Elfmeter), Bodmer (44.) und Menez (67.) nur der Ehrentreffer durch Sekagya (87.) geglückt. Athletic Bilbao (zehn Punkte) führt die Gruppe F vor PSG (sieben), Salzburg (vier) und Bratislava (einer) an, zum Abschluss gastieren die Salzburger am 14. Dezember in Bratislava, während PSG Bilbao empfängt.
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