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Erster Podestplatz für einziges ÖBSV-Duo

Österreichs Bobsport hat in Innsbruck-Igls am Freitag zum Start der Weltcup-Saison mit Rang drei für Christina Hengster und Inga Versen über den allerersten ÖBSV-Podestplatz bei den Damen gejubelt. Ihr bisheriges Weltcup-Topergebnis hatte Hengster heuer im Jänner mit Platz zehn erreicht.

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Hengster/Versen hatten im ersten Lauf die fünftbeste Zeit markiert, die viertbeste Marke im Finallauf reichte zum Sprung auf das Podest. Ihr Treppchen teilten sie sich mit den US-Amerikanerinnen Elana Meyers/Katie Eberling. 56/100 Sekunden betrug der Rückstand auf die unerwartet siegreichen Deutschen Anja Schneiderheinze/Lisette Thöne. Sie ließen ihre arrivierteren Landsfrauen Sandra Kiriasis/Petra Lammert um 18/100 hinter sich.

Jubel von Christina Hengster und Inga Versen

GEPA/Andreas Pranter

Jubel bei Hengster (l.) und Versen

„Der dritte Platz ist sensationell“, meinte Nationaltrainer Manfred Maier. „Wir haben vor drei Jahren angefangen und haben mittlerweile professionelle Strukturen.“ Verbesserungen seien nicht nur bei der Leistung in der Bahn eingetreten, sondern auch beim Material. Maier: „Wir haben einige Modifizierungen vorgenommen, u. a. neue Kufen.“ Auf der Heimbahn kamen diese Neuerungen besonders zur Geltung.

Selbstfinanzierter Erfolg

Etliches am Bob wie auch die Kufen sind von den Aktiven selbst zu bezahlen, da die finanzielle Basis zwar für Beschickungen und das Betreuerteam, aber nicht für jedes „Detail“ reicht. Erst am Donnerstag hat Hengster ihren aktuellen Bob abbezahlt. Mit Versen, Anna Feichtner und Alexandra Tüchi stehen drei Bremserinnen im Team. Sie werden abwechselnd eingesetzt, den jüngsten Leistungstest entschied eben Versen für sich.

Für eine zweite ÖBSV-Pilotin im Weltcup reicht das Geld derzeit nicht, die Kosten für einen Bob pro Saison belaufen sich doch auf 150.000 Euro. Hengster ist fertige Juristin, durch ihre derzeitige Polizeiausbildung ist sie finanziell abgesichert. War sie in der vergangenen Saison 16. des Gesamtweltcups, ist diesmal ein Top-Ten-Platz ihr Ziel. So ist es auch auf WM-Ebene. Auf EM-Niveau sollen sich die Top Sechs ausgehen.

Flock im Skeleton Achte

Sehr gut schlug sich in Igls zudem Janine Flock im Skeleton, sie wurde Achte. „Es war ein super Rennen von ihr, und da ist noch Potenzial nach oben“, erklärte Maier. Flocks Rückstand auf Platz drei betrug nur 38/100. Am Samstag stehen in Igls Skeleton und der Zweier-Bob der Herren auf dem Programm, am Sonntag der Vierer-Bewerb.

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