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Choupo-Moting springt für Ivanschitz ein

Der 1. FC Köln schaut nach seiner langen Durststrecke in der deutschen Bundesliga wieder nach oben. „Wir haben die Chance, Tabellensiebenter zu werden. Dies sollte Motivation und Ansporn genug sein“, sagte Torwart Michael Rensing vor dem Nachtragsspiel gegen den FSV Mainz 05 am Dienstag. Die Partie musste am 19. November wegen des Selbstmordversuchs von Schiedsrichter Babak Rafati verschoben werden.

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Die Mainzer müssen diesmal ohne ihren erfolgreichsten Torschützen auskommen: ÖFB-Teamspieler Andreas Ivanschitz - bisher fünfmal erfolgreich - fällt den Rest des Jahres wegen einer Bänderverletzung im Knie aus. Für Ivanschitz will Eric Maxim Choupo-Moting, der beim 0:0 gegen den HSV die Siegeschance vergeben hatte, endlich treffen. „Das ist extrem ärgerlich für mich“, sagte der Kameruner nach seinem schwachen Auftritt. „Bis Dienstag muss es mit dem Ärger vorbei sein, dann greife ich neu an.“

Für die Kölner soll es der umworbene DFB-Nationalstürmer Lukas Podolski richten, der dabei seinen Bundesliga-Torrekord (13 Treffer) überbieten könnte. „Ich möchte meine Leistung bestätigen und werde wieder versuchen, die Mannschaft mitzureißen“, kündigte Podolski an. Beim 4:0 gegen Freiburg am vergangenen Spieltag gelang ihm der fünfte „Doppelpack“ der Saison. „Wir stehen ganz gut da und können zufrieden mit der bisherigen Ausbeute sein“, sagte „Poldi“ zufrieden.

Köln mit neuem Selbstvertrauen

Mit einem Erfolg über Mainz würde Köln 23 Punkte auf dem Konto haben und den Abstand auf einen Abstiegsplatz auf beruhigende acht Punkte vergrößern. „Für Kölner Verhältnisse hätten wir dann eine gute Hinrunde gespielt und brauchen nicht mehr nach unten schauen“, hofft Rensing.

Köln-Chefcoach Stale Solbakken will sogar mehr: „Wir wollen die Euphorie aus dem Freiburg-Spiel mitnehmen. Wenn wir Mainz schlagen, kann bei Bayern München am Freitag alles passieren.“ Ähnlich sieht es Christian Clemens, der gegen Freiburg ebenfalls zwei Tore schoss: „Gegen Mainz wollen wir den nächsten Dreier holen. Dann können wir mit einem guten Gefühl nach München fahren.“

Mainzer Gäste unter Zugzwang

Eine Niederlage in Köln würde die auswärts bisher nur einmal erfolgreichen Mainzer jedoch noch mehr in den Abstiegssog ziehen. Allerdings hängt ihnen der Ärger über den möglichen Sieg gegen den Hamburger SV noch nach. „Die liegengelassenen Punkte holen wir uns am Dienstag zurück“, hofft 05-Verteidiger Malik Fathi.

Keine Rolle mehr bei beiden Vereinen spielen die dramatischen Umstände der Spielverschiebung. „Das ist kein Thema und kein fußballspezifisches Problem“, sagte Kölns Manager Volker Finke. Referee Rafati wird seit seinem Suizidversuch wegen einer Depressionserkrankung behandelt. Über seinen Gesundheitszustand wollte sich Herbert Fandel, Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des Deutschen Fußballbundes (DFB), nicht äußern.

16. Runde und Nachtrag

Freitag, 9. Dezember:
Hertha BSC Schalke 1:2
Samstag, 10. Dezember:
Augsburg Mönchengladbach 1:0
Bremen Wolfsburg 4:1
Mainz Hamburger SV 0:0
Nürnberg Hoffenheim 0:2
Köln Freiburg 4:0
Hannover Leverkusen 0:0
Sonntag, 11. Dezember:
Dortmund Kaiserslautern 1:1
Stuttgart Bayern München 1:2
Dienstag, 13. Dezember:
Köln Mainz 1:1

Tabelle

1. FC Bayern München 16 11 1 4 40:10 34
2. Borussia Dortmund 16 9 4 3 31:11 31
3. FC Schalke 04 16 10 1 5 33:22 31
4. Borussia Mönchengladbach 16 9 3 4 24:11 30
5. Werder Bremen 16 9 2 5 30:26 29
6. Bayer 04 Leverkusen 16 7 5 4 22:19 26
7. VfB Stuttgart 16 6 4 6 23:19 22
8. Hannover 96 16 5 7 4 19:23 22
9. 1899 Hoffenheim 16 6 3 7 18:18 21
10. 1. FC Köln 16 6 3 7 27:32 21
11. Hertha BSC Berlin 16 4 7 5 23:25 19
12. 1. FSV Mainz 05 16 4 6 6 22:28 18
13. Hamburger SV 16 4 6 6 20:26 18
14. VfL Wolfsburg 16 5 2 9 22:34 17
15. 1. FC Kaiserslautern 16 3 6 7 12:20 15
16. 1. FC Nürnberg 16 4 3 9 14:28 15
17. FC Augsburg 16 3 5 8 14:27 14
18. SC Freiburg 16 3 4 9 20:35 13
Stand vom 13. Dezember

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