Überlebenskampf im Tabellenkeller
Der Kapfenberger SV ist am Samstag in der letzten Runde der Bundesliga vor der Winterpause zu Hause gegen den FC Wacker Innsbruck zum Siegen verdammt. Bei einer Niederlage der Steirer und einem gleichzeitigen Heimerfolg des SV Mattersburg gegen den SC Wiener Neustadt würde der Rückstand auf den dann Vorletzten aus Niederösterreich schon neun Punkte betragen.
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Tipp3-Bundesliga, 19. Runde
Samstag, Beginn 18.30 Uhr:
Kapfenberg - Innsbruck
Franz-Fekete-Stadion, SR Lechner
Mögliche Aufstellungen:
Kapfenberg: R. Wolf/Kostner - Pitter, Schönberger, Gollner, Prettenthaler - Micic, Elsneg, Spirk, Felfernig - Pavlov, Sand/Tieber
Innsbruck: Safar - Dakovic, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham - Schütz, Hackmair, Merino, Wernitznig - Burgic
Die Tiroler wollen sich hingegen mit drei Punkten der letzten Abstiegssorgen entledigen. Die Kapfenberger zeigten sich in den bisherigen beiden Partien unter Neo-Coach Thomas von Heesen verbessert, die Abschlussschwäche bleibt jedoch das größte Manko. Beim 0:0 zu Hause gegen Rapid gelang genauso wie beim bitteren 0:2 auswärts gegen Mattersburg kein Tor. Erst 13 Treffer schossen die „Falken“ in der laufenden Saison in 18 Spielen.
Von Heesen erwartet Kampfspiel
„Seit Deni Alar weg ist, haben wir keinen Knipser mehr“, ist sich Markus Felfernig bewusst. Trotzdem soll der Weg auf die Erfolgsstraße und der Anschluss in der Tabelle wiedergefunden werden. „Wir hoffen auf das Glück des Tüchtigen und darauf, dass wir das Spiel gewinnen werden“, sagte Von Heesen. Für die nötigen Tore könnte auch der zuletzt immer wieder von Verletzungen zurückgeworfene Srdjan Pavlov sorgen, der nach seiner Knöcheloperation vor dem Comeback steht.
„Er ist ein bulliger Typ, der gegen Innsbruck etwas machen kann. Für 90 Minuten hat er aber noch nicht die nötige körperliche Form“, sagte der KSV-Trainer über den 27-jährigen serbischen Stürmer. Die Innsbrucker schätzte Von Heesen als „stabile Mannschaft“ und „griffige Truppe“ ein. „Sie werden uns zu Hause alles abfordern. Es wird ein Kampfspiel, bei dem es ordentlich zur Sache gehen wird“, prognostizierte der KSV-Trainer, der noch um den Einsatz der angeschlagenen Wolf (Knie verdreht) und Taboga (Magen-Darm-Verstimmung) bangte.
Von Heesen ist seit 29. November bei den seit neun Runden sieglosen „Falken“ im Amt, die Zusammenarbeit mit den Kickern funktioniert immer besser. „Die Mannschaft versteht schon meine Ideen. Jetzt gilt es diese so umzusetzen, dass wir auch Erfolg haben“, sagte der Kapfenberg-Trainer. Vor allem unmittelbar vor der bevorstehenden Winterpause sei ein Erfolgserlebnis besonders wichtig, um Motivation für die Frühjahrsvorbereitung zu tanken. Bei einem positiven Verlauf der 19. Runde könnte sich der Abstand auf Mattersburg auf vier Punkte verringern.
Innsbruck vorsichtig
Dieses Szenario wollen die Innsbrucker allerdings tunlichst vermeiden, würden sie doch bei einer Niederlage mit nur acht Punkten Vorsprung auf das Tabellenende überwintern. „Es ist für uns ein ganz wichtiges Spiel. Wir wollen den Abstand auf Kapfenberg halten oder noch besser ihn ausbauen, denn dann können wir uns im Frühjahr an dem Pulk vorne orientieren und müssen nicht mehr nach hinten schauen“, gab Chefcoach Walter Kogler die Marschroute vor.
Der Gegner sei keinesfalls zu unterschätzen. „Wir werden sicher nicht auf eine Mannschaft treffen, die resigniert. Das ist nach einem Trainerwechsel immer so“, sagte der Wacker-Trainer. Zuletzt gab es für den Tabellensiebenten in den Duellen mit Sturm Graz (1:0) und Rapid (0:0) vier Punkte und viel Selbstvertrauen. Auch das erste Saisonduell im Franz-Fekete-Stadion gibt den Tirolern Hoffnung, da hatten sie am 16. Juli im ersten Saisonspiel ihren bisher einzigen Auswärtssieg (3:2) gefeiert.
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