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Innviertler wollen „Winterkrone“ holen

SV Josko Ried hat nach dem Gewinn des Herbstmeistertitels auch die Eroberung der „Winterkrone“ im Visier. Der Überraschungstabellenführer ist in der Bundesliga seit acht Partien ungeschlagen und will diese Serie auch im letzten Spiel vor der Winterpause am Samstag (16.00 Uhr) zu Hause gegen Meister Puntigamer Sturm Graz fortsetzen.

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Tipp3-Bundesliga, 19. Runde

Samstag, Beginn 16.00 Uhr:

Ried - Sturm Graz

Keine-Sorgen-Arena, SR Krassnitzer

Mögliche Aufstellungen:

Ried: Gebauer - Rotpuller, Reifeltshammer, Ziegl - Hinum, Hadzic, Schreiner - Lexa, Carril, Meilinger - Zulj

Sturm: Cavlina - Standfest, T. Burgstaller, Pürcher, Popchadse - P. Wolf, Weber/Stangl, Koch, Kainz - Bodul, Weinberger

Während die Oberösterreicher aufgrund des starken Herbstdurchgangs befreit aufspielen können, steht für die stark ersatzgeschwächten Grazer viel auf dem Spiel. Im Vorjahr hatten die Rieder nach dem Herbstmeistertitel auch jenen des Winterkönigs (mit 37 Punkten) geholt. Das wäre voll nach dem Geschmack von Goalie Thomas Gebauer.

„Das ist eine Riesenmotivation“

„Wenn man als Erster überwintert, sieht man sich zwei Monate lang an dieser Position der Tabelle. Das ist natürlich eine Riesenmotivation“, sagte der Ried-Kapitän. Auch Coach Paul Gludovatz würde sich freuen, wenn man weiter von oben herunterlachen könnte, grundsätzlich sei es aber nur das erste Spiel des Frühjahrs. „Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist Beiwerk“, sagte der Ex-ÖFB-Nachwuchsteamchef, der auf den zuletzt krank gewesenen Riegler voraussichtlich verzichtet.

Gludovatz hofft auf eine Leistungsbestätigung seiner seit acht Runden unbesiegten Kicker. Mit der Situation beim Gegner, bei dem zuletzt der Abschied von Trainer Franco Foda mit Saisonende bekanntgeworden war, beschäftigen sich die Oberösterreicher nicht. Der Blick auf die Tabelle zeigt jedenfalls, dass die Grazer mehr zu verlieren haben. „Sturm ist eine Mannschaft, die viele Aufs und Abs hatte. Wenn sie bei uns nicht punkten, verlieren sie den Anschluss an die Spitze“, sieht Ried-Manager Stefan Reiter den größeren Druck aufseiten der Steirer.

Sturm kämpft um ersten Auswärtssieg

Die Grazer wollen im zehnten und vorerst letzten Anlauf endlich ihre Auswärtsmisere beenden, nach drei Remis und sechs Niederlagen (zuletzt drei in Folge) den ersten Sieg feiern. Vieles deutet aber nicht daraufhin, dessen ist sich auch Sturms Coach bewusst. „Wir werden um den ersten Auswärtssieg kämpfen, aber wie wir derzeit besetzt sind, müsste für Paul Gludovatz alles andere als ein Sieg der Rieder eine herbe Enttäuschung sein“, sagte Foda. „Wir sind klarer Außenseiter, aber vielleicht hilft uns das.“

Tatsächlich fallen bei Sturm mit Christian Gratzei, Andreas Hölzl, Imre Szabics, Milan Dudic, Jürgen Säumel, Samir Muratovic (alle verletzt), Ferdinand Feldhofer, Sandro Foda, Florian Neuhold (alle krank bzw. noch nicht fit) und Roman Kienast (gesperrt) zehn Spieler fix aus. Dazu ist der Einsatz der angeschlagenen Manuel Weber und Christian Klem fraglich. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Es ist bitter, wie es personell derzeit aussieht. Wenn es ganz schlimm wird, haben wir nur noch 15 Spieler zur Verfügung“, sagte Sturms Trainer.

„Die Seuche hört einfach nicht auf“

Die Verletzungsproblematik zieht sich jetzt schon hartnäckig durch die ganze Saison. „Ich habe schon während der Saison gesagt, dass es immer wieder Rückschläge geben wird, aber die Seuche hört einfach nicht auf“, war Foda etwas ratlos. Gegen seine sechstplatzierte Truppe spricht auch die Doppelbelastung, noch dazu ging die Europa-League-Saison nach der 1:3-Heimniederlage am Mittwoch gegen AEK Athen mit einer großen Enttäuschung am letzten Gruppenplatz zu Ende.

Hoffnung macht dem Titelverteidiger hingegen, dass er in den jüngsten vier direkten Meisterschaftsduellen (zwei Siege und zwei Remis) mit den Riedern keine Niederlage kassiert hat. Und Darko Bodul und Co. haben den Oberösterreichern auch die bisher letzte Liga-Niederlage - mit dem 1:0-Sieg am 2. Oktober in Graz - zugefügt. Das erste Saisonduell in der Keine-Sorgen-Arena (1:1) brachte nach Toren von Thomas Burgstaller (47.) bzw. Thomas Reifeltshammer (63.) am 16. Juli keinen Sieger.

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