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Schmid: „Nur 70 Prozent“
In den abschließenden sieben Spielen des Grunddurchgangs, der am 20. Jänner endet, müssten die siebentplatzierten Caps (32 Punkte) fünf Zähler auf Fehervar und Ljubljana (je 37) aufholen, um doch noch den Aufstieg zu schaffen. Sonst geht es in der Qualifikationsrunde (ab 22. Jänner) voraussichtlich gegen Graz, den VSV, Znojmo und Jesenice um die restlichen zwei Tickets für das Viertelfinale.
Präsident bleibt zuversichtlich
Clubpräsident Hans Schmid hat die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben: „Solange die Chance intakt ist, glaube ich daran.“ Auch er stellt sich aber die Frage, woran es liegt, dass die Caps derzeit nur auf Rang sieben liegen. „Es ist schwierig zu analysieren, ich bin auch am Rätseln. Die Leistungsträger bringen nicht das, was sie könnten. Das Problem ist, dass die Mannschaft nur 70 Prozent bringt“, erklärte er im Gespräch mit der APA.

GEPA/Martin Hoermandinger
Die ausgebaute Halle ist bisher der einzige Lichtblick für Präsident Schmid
Verstärkungen im Kader wird es vorerst nicht geben. Die Caps haben zwei der drei erlaubten Spielertauschvorgänge schon durchgeführt. „Wir haben noch einen, den behalten wir uns noch auf. Momentan muss man mit dem, was hier ist, das Potenzial voll ausschöpfen. Das Potenzial ist da“, sagte Schmid. Der Vereinsboss sah zuletzt auch Lichtblicke. „Gegen den KAC haben wir schon gut gespielt, auch gegen Laibach zum Teil sehr gut. Aber dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, sagte er.
Aussprache angesetzt
Kritik am schwedischen Trainer Tommy Samuelsson äußerte er nicht. „Ich höre von allen Seiten, dass das Training exzellent ist. In Details mische ich mich nicht ein. Wir haben einen guten Trainer und eine gute Mannschaft. Hätten wir gestern gewonnen, hätte man gesagt, wir sind auf einem guten Weg. Wenn sie so weiterspielen und dazu ein bisschen cleverer, glaube ich noch an die Platzierungsrunde“, betonte Schmid.
Nach der Partie in Znojmo am Dienstag wird es aber unabhängig vom Ausgang zu einem Gespräch mit Trainer Samuelsson und Sportdirektor Martin Platzer kommen. Da wird die Caps-Führung besprechen, „was man tun kann, um die Motivation in die einzelnen Spieler zu bringen“. Am Umfeld kann es jedenfalls nicht liegen. Die Zuschauer stürmen trotz Misserfolgen das ausgebaute Eissportzentrum in Kagran, der Kabinentrakt lässt keine Wünsche offen. „Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen“, so Schmid.
„Pech an unseren Schlägern“
„Ich kann mich bei den Zuschauer nur bedanken, wie sie uns unterstützen. Wenn wir vorne mitspielen würden, hätten wir wahrscheinlich noch tausend Leute mehr“, sagte der Clubpräsident. Zweimal waren die Wiener mit 7.000 Zuschauern ausverkauft, regelmäßig kommen über 4.500 Fans in die Halle. In der Qualifikationsrunde droht aber ein Rückgang, auch wenn Schmid sagte: „Ich schließe nicht aus, dass wir trotzdem viele Zuschauer haben.“
Nach dem Spiel gegen Ljubljana zeigte sich Trainer Samuelsson entsprechend enttäuscht, aber auch kämpferisch. „Nach solch einer Niederlage ist die Enttäuschung natürlich sehr groß. Jetzt müssen wir aber nach vorne schauen, das Spiel schnell abhaken und die positiven Elemente aus dem Spiel mitnehmen“, sagte der Schwede, der die ersten zwei Drittel als zwei „der besten in der bisherigen Saison“ einstufte. „Wir machen nicht viel falsch. Einzig die Tore wollen nicht fallen. Irgendwie klebt das Pech an unseren Schlägern. Wir werden das in den Griff bekommen“, sagte Samuelsson.