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Goldener Ball bleibt bei seinem Besitzer

Lionel Messi hat sich mit dem Weltfußballer-Hattrick in den Geschichtsbüchern verewigt. Der argentinische Superstar wurde am Montagabend als erster Spieler zum dritten Mal in Folge zum besten Kicker des Jahres gekrönt. Der 24-Jährige vom Champions-League-Sieger FC Barcelona setzte sich gegen den Portugiesen Cristiano Ronaldo von Real Madrid und seinen spanischen Vereinskollegen Xavi durch.

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„Das ist ein riesiges Vergnügen für mich und eine riesige Ehre“, sagte Messi bei der festlichen Gala im Kongresshaus von Zürich, nachdem er aus den Händen von Brasiliens WM-Torschützenkönig Ronaldo den Goldenen Ball empfangen hatte. Gemeinsam mit Ronaldo (1996, 1997 und 2002) und dem Franzosen Zinedine Zidane (1998, 2000, 2003) ist der Kapitän der argentinischen Nationalelf nun Rekordgewinner.

Lionel Messi und Homare Sawa

APA/EPA/Steffen Schmidt

Homara Sawa hat Lionel Messi einen WM-Titel voraus

Japanerin Sawa erstmals siegreich

Bei den Frauen erhielt die japanische Weltmeisterin Homare Sawa die Trophäe als weltbeste Spielerin 2011. Die 33-Jährige folgte damit der Brasilianerin Marta nach, die im Vorjahr zum fünften Mal in Folge triumphiert hatte.

Trainer des Jahres war nach Meinung der Trainer und Kapitäne der Nationalmannschaften sowie ausgewählter Journalisten Messis Vereinscoach Josep Guardiola vor Alex Ferguson von Manchester United und Jose Mourinho von Real Madrid. Zum besten Trainer im Frauenfußball wurde Japans Weltmeistertrainer Norio Sasaki ernannt, Santos-Jungstar Neymar erhielt den Puskas-Award für das schönste Tor des Jahres.

Der beste Fußballer der Welt wurde zum zweiten Mal vom Weltverband FIFA und der Zeitschrift „France Football“ gemeinsam geehrt. Bis 2010 gab es die Auszeichnung Weltfußballer des Jahres durch die FIFA und den Goldenen Ball für Europas Fußballer des Jahres. Der einzige Spieler, der vor Messi dreimal nacheinander den Ballon d’Or erhielt, war der heutige UEFA-Präsident Michel Platini (1983, 1984 und 1985).

Lionel Messi bei Preisverleihung

APA/EPA/Andy Rain

Die Allzeitgrößen unter sich: Lionel Messi, Michel Platini und Ronaldo

Überlegener Wahlsieg

Im Vorjahr hatte Messi noch als Außenseiter knapp triumphiert, diesmal stand sein Sieg schon vor der Bekanntgabe praktisch fest. Der Dribbelkünstler kam laut FIFA-Angaben auf 47,88 Prozent der Stimmen und lag damit klar vor Cristiano Ronaldo (21,60) und Xavi (9,23).

Messi erzielte für Barca bereits 210 Pflichtspieltore. Mit dem Club gewann er trotz seiner erst 24 Jahre schon 18 Titel, darunter dreimal die Champions League, zweimal die Club-WM und fünfmal die Meisterschaft. Allein im Jahr 2011 holte er mit den Katalanen fünf Trophäen (Champions League, Meisterschaft, Club-WM, europäischer und spanischer Supercup).

Schon vor der Auszeichnung war der nur 1,69 Meter große Messi mit Lobeshymnen überschüttet worden. „Man kommt sich fast vor wie bei einer elektrischen Autorennbahn, mit der wir früher als Kinder gespielt und bei der wir die Miniaturautos im Handumdrehen von null auf Höchstgeschwindigkeit gebracht haben“, sagte der argentinische Nationalcoach Alejandro Sabella über Messis Spielrhythmus.

In einer Kategorie mit Maradona und Pele

„Er spielt in der Kategorie von Leuten wie Alfredo di Stefano, Diego Maradona, Johann Cruyff und Pele“, attestierte Alex Ferguson, der mit dem FIFA Presidential Award für herausragendes Engagement ausgezeichnet wurde. Im Dreikampf mit Guardiola und Mourinho musste sich der 70-Jährige knapp geschlagen geben. Mourinho und Cristiano Ronaldo waren wegen eines Cupspiels nicht nach Zürich gereist.

Vor Gästen wie Pele, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus und Zidane hob Messi in seiner kurzen Dankesrede das Barca-Kollektiv hervor. „Das ist ein ganz besonderer Moment, den ich auch teilen möchte mit meinen Kollegen und meinem Freund Xavi. Es ist ein riesiges Vergnügen, ihn hier und auf dem Platz neben mir zu haben“, sagte Messi nach einer innigen Umarmung mit Xavi.

Koller und Janko wählten anders

Wäre es nach den ÖFB-Teilnehmern an der Wahl gegangen, hätte Messi seinen Titel übrigens nicht verteidigt. Teamchef Marcel Koller wählte den Vorjahreszweiten Andres Iniesta vor Messi und dem Deutschen Bastian Schweinsteiger. Kapitän Marc Janko berücksichtigte Messi erst gar nicht und stimmte für Iniesta vor Cristiano Ronaldo und Xavi.

Auszeichnungen bei der FIFA-Gala

  • Weltfußballer 2011: Lionel Messi (ARG/FC Barcelona)
  • Weltfußballerin: Homare Sawa (JPN/Kobe Leonessa)
  • Trainer des Jahres: Josep Guardiola (ESP/FC Barcelona)
  • Frauen-Trainer des Jahres: Norio Sasaki (JPN)
  • FIFA/FIFPro World XI („Dream Team“ des Jahres): Iker Casillas (ESP/Real Madrid) - Dani Alves (BRA/FC Barcelona), Gerard Pique (ESP/FC Barcelona), Sergio Ramos (ESP/Real Madrid), Nemanja Vidic (SER/Manchester United) - Andres Iniesta (ESP/FC Barcelona), Xabi Alonso (ESP/Real Madrid), Xavi (ESP/FC Barcelona) - Lionel Messi (ARG/FC Barcelona), Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid), Wayne Rooney (ENG/Manchester United)
  • FIFA-Puskas-Preis für das schönste Tor des Jahres: Neymar (BRA/FC Santos)
  • FIFA Presidential Award für herausragendes Engagement: Alex Ferguson (Manchester United)
  • FIFA Fair Play Award: Japanischer Fußballverband

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