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Topclubs jagen ÖFB-Teamspieler

Während sich der deutsche Bundesligist Werder Bremen um die Dienste von Austria-Regisseur Zlatko Junuzovic bemüht, dürfte ein anderer ÖFB-Teamspieler offenbar vor seinem Abschied von der Weser stehen. Laut der italienischen Tageszeitung „Il Tempo“ habe sich Sebastian Prödl mit Lazio-Sportdirektor Igli Tare bereits über einen Wechsel nach Rom geeinigt.

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„Es gibt Kontakt“, bestätigte der 24-jährige Innenverteidiger gegenüber der Onlineausgabe der Bremer „Kreiszeitung“ am Dienstag. Ein Wechsel sei allerdings „aktuell noch kein Thema, wir haben über den Sommer gesprochen“. Prödl, dessen Vertrag zu Saisonende ausläuft, könnte somit ablösefrei in die Serie A wechseln. Allerdings sollen auch der AC Fiorentina und zwei weitere Bundesliga-Clubs ihre Fühler nach dem Ex-Sturm-Spieler ausgestreckt haben.

Werder will Vertrag verlängern

Prödl, der in Bremen seit seinem Wechsel im Sommer 2008 zu den Hanseaten vergeblich um einen Stammplatz kämpft, kann sich aber auch einen Verbleib an der Weser vorstellen. „Werder ist weiterhin interessant“, sagte der 24-Jährige, der allerdings Bedingungen stellt. „Ich habe die Forderung an mich, ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu sein“, so Prödl gegenüber dem „Weser-Report“. „Da darf es aber nicht vorkommen, dass ich dann sofort das Bauernopfer bin. Ich möchte mehr spielen.“

Sebastian Proedl (Bremen) im Duell mit Lukas Podolski (Köln)

APA/EPA/DPA/Carmen Jaspersen

Prödl würde sich mehr Einsätze in der Bremen-Defensive wünschen

Werder will den auslaufenden Vertrag mit dem Abwehrspieler angesichts mehrerer Interessenten so schnell wie möglich verlängern. „Ich habe im alten Jahr mit seinem Berater gesprochen, jetzt befinden wir uns in intensiven Gesprächen“, berichtete Werder-Chef Klaus Allofs am Dienstag im Trainingslager in Belek. Prödls Berater ist derzeit ebenfalls in der Türkei. Allofs geht von einem Verbleib des Österreichers aus. „Ich denke, dass Werder in seiner Priorität ganz oben steht“, sagte der 55-Jährige.

Naldo will doch bleiben

Im Abwehrzentrum entscheidet sich Werder-Coach Thomas Schaaf allerdings beharrlich gegen den ÖFB-Teamspieler und gibt Prödl nur in Ausnahmesituationen eine Chance. Dass der brasilianische Abwehrchef Naldo zudem seine Wechselabsichten wieder verwarf und doch nicht mehr zurück in seine Heimat ging, verschärfte den Kampf um eine freien Platz weiter.

Statt eines vorzeitigen Weggangs will der 28-Jährige nun plötzlich sogar über eine Vertragsverlängerung sprechen. „Mein Berater kommt nächstes Monat nach Bremen“, kündigte Naldo an. „Ich bin hier sehr zufrieden, der Club ist zufrieden und meine Familie fühlt sich auch wohl.“

Vor der Abreise in die Türkei, in der Werder bis zum 12. Jänner ein Trainingslager absolviert, hatte Naldo noch erklärt, Werder noch im Jänner verlassen und zu Internacional Porto Alegre wechseln zu wollen. Der brasilianische Club hatte Werder durch einen Agenten jedoch ein nicht ernstzunehmendes Angebot unterbreitet. „Für mich ist das Thema erledigt“, sagte nun auch Naldo, der wegen anhaltender Beschwerden am linken Knie nicht voll trainieren kann.

Junuzovic bleibt ein Thema

Ein Thema blieb auch weiter Austria-Spieler Junuzovic, auch wenn Werder-Chef Klaus Allofs keinen Zeitdruck sieht. „Nur wenn ein außergewöhnlicher Spieler auf dem Markt ist, werden wir uns Gedanken machen“, lautete die kleine Einschränkung von Allofs. Der Clubchef muss sparen und plant eher langfristig, etwa bei Junuzovic. „Das ist ein Spieler, der im Sommer ablösefrei frei sein wird“, sagte Allofs. „Im Moment sind wir im Mittelfeld zahlenmäßig und qualitativ ausreichend besetzt.“

Marko Arnautovic würde ein Engagement von Junuzovic auf jeden Fall begrüßen. „Netter Typ und guter Fußballer. Lauffreudig, gute Pässe, guter Abschluss. Er wäre kein Schlechter für uns“, sagte der ÖFB-Teamspieler im Interview mit dem „kicker“ (Onlineausgabe) über den Austria-Mittelfeldspieler, der spätestens im Sommer zum deutschen Bundesligisten stoßen dürfte.

Außerdem bekräftigte Arnautovic einmal mehr, sein Image als „Bad Boy“ korrigieren zu wollen. „Zum Glück bin ich nicht mehr so in den Schlagzeilen. Gut so, so soll es bleiben.“ Im vergangenen Jahr sei „viel Blödsinn“ über ihn geschrieben worden. „Nun ist mein Kopf ganz auf den Fußball ausgerichtet. Ich spiele nicht für die Medien, sondern für die Mannschaft und die Fans“, erklärte der Stürmer und bezeichnete sich als „Fußballer mit weichem Herz“.

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