Durchschnitt mit Ausreißern nach oben
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Robert Almer: Gut
In der ersten Hälfte war der Düsseldorf-Goalie bis auf zwei Aktionen der Finnen schwer unterbeschäftigt. Auch nach der Pause wurde sein Arbeitstag nicht sonderlich stressig. Bei einem Schuss war er allerdings hellwach und auf dem Posten. Beim Gegentreffer konnte er nicht viel ausrichten, dafür war der Ball zu platziert. Koller wird wohl weiter auf Almer als Nummer eins bauen.
György Garics: Befriedigend
Ob der Rückkehrer der gesuchte Rückhalt für die rechte Abwehrseite ist, lässt sich schwer beurteilen. Gegen die Finnen war die gesamte Verteidigung über weite Strecken nicht unbedingt gefordert. In manchen Aktionen war Garics aufmerksam, in anderen unterliefen ihm aber auch Fehlpässe.
Aleksandar Dragovic: Gut
Der Basel-Legionär war defensiv dort zur Stelle, wo er gebraucht wurde. Gelegentliche Stellungsfehler bügelte Dragovic mit Einsatz wieder aus. Im Spielaufbau unterliefen ihm auch relativ wenige Fehler, wenngleich nicht alle Pässe einen Abnehmer fanden.
Franz Schiemer: Befriedigend
Obwohl nur für Emanuel Pogatetz nachnominiert, stand der Salzburger neben Dragovic in der Startformation und lieferte eine unauffällige, aber solide Leistung ab. Bei allen fitten Innenverteidigern wird er allerdings weiter als Aushilfsspieler im ÖFB-Team seinen Part erfüllen.
Markus Suttner: Befriedigend
In seinem ersten Länderspiel lieferte der Austrianer eine ansprechende und grundsolide Leistung ab. Hinten ließ er nicht viel anbrennen und machte einen recht sicheren Eindruck, offensiv versuchte er sich ins Spiel einzubringen. Als Backup von Christian Fuchs hat er sich mit dieser Vorstellung wohl etabliert.
Julian Baumgartlinger: Befriedigend
Der Mainzer spielte seinen üblichen Part vor der Abwehr. Baumgartlinger unterliefen wenige Fehler, allerdings gingen seine Pässe vor der Pause größtenteils quer. Nach Seitenwechsel stellte er aber sehr wohl sein Gefühl mit der schönen Vorarbeit zum 2:0 unter Beweis. Da die Finnen durch die Mitte kaum Gefahr ausstrahlten, orientierte er sich etwas mehr mehr in die Offensive, was dem Spiel gut tat.
David Alaba: Gut
Österreichs Fußballer des Jahres hatte mit Abstand die meisten Ballkontakte. Alaba wurde in fast jeder Situation von seinen Mitspielern gesucht und war Dreh- und Angelpunkt des ÖFB-Spiels. Der Jungstar wurde dieser Rolle gerecht, war er doch der einzige, von dem man lange Zeit das Gefühl hatte, dass er eine gefährliche Aktion einleiten könnte. In der Schlussphase zollte er seinem großen Laufpensum Tribut und fiel ein wenig zurück.
Martin Harnik: Gut
Der Stuttgarter kam etwas schleppend in die Partie, viele Aktionen liefen in der Anfangsphase über die linke Seite. Nach und nach konnte sich Harnik aber etwas besser in Szene setzen und setzte nach der Pause seine beeindruckende Torserie in Deutschland ohne Rücksicht auf Verluste auch im ÖFB-Team mit seinem siebenten Treffer fort. Der herausgeholte Elfer rundete dann seine Leistung noch ab.
Marko Arnautovic: Nicht Genügend
Fehlpässe, ein Freistoß auf die Tribüne, nur eine nennenswerte Aktion aus dem Spiel und ein Wortgefecht mit dem Mitspielern, nachdem er den Ball während eines Angriffs wegen der Verletzung eines Finnen über die Seitenlinie spielte. Das Beeindruckendste an der Leistung von Arnautovic war die überdimensionale Hose, die ihm bis über die Knie reichte. Ansonsten ein eher lust- und brotloser Auftritt, der ihm bei der Auswechslung Pfiffe einbrachte.
Andreas Ivanschitz: Befriedigend
Zwei, drei gute Lochpässe, mehr war an diesem Abend auch von Ivanschitz nicht zu sehen. Ein wenig mehr Mut und Verantwortung in seinen Offensivaktionen hätte man vom Routinier, der nach der Pause die Kapitänsschleife übernahm, erwarten können. Ivanschitz suchte in vielen Aktionen seinen am nächsten stehenden Mitspieler und ging kaum Risiko ein. Den Elfer zum 3:0 verwertete er trocken.
Marc Janko: Befriedigend
Der Kapitän war lange Zeit mehr oder weniger nicht im Spiel, dafür kamen einfach zu wenig brauchbare Bälle in den Strafraum. Danach hieß es aber „unverhofft kommt oft ...“. Sein elfter Teamtreffer fiel definitiv in die Kategorie „kurios“, nachdem er von Finnlands Goalie angeschossen wurde. Kurz vor der Pause hatte er noch eine Chance auf den zweiten Treffer, traf aber den Ball nicht. Nach 45 Minuten war dann wie erwartet Schluss, hat der Porto-Legionär doch bereits am Freitag den Schlager gegen Benfica auf dem Programm.
Erwin Hoffer: Befriedigend
Da das Spiel über die Flügel kaum Flanken in den Strafraum brachte, durfte Hoffer nach der Pause sein Glück mit Sprints in die Tiefe versuchen. Zählbares kam allerdings auch dabei nicht heraus. Der Frankfurt-Legionär ging allerdings die weiteren Wege als Janko.
Zlatko Junuzovic: Gut
Der Ex-Austrianer brachte wesentlich mehr Schwung als Arnautovic auf der zentralen Offensivposition. Junuzovic zeigte in einigen Aktionen, dass er durchaus eine Alternative zu seinem Bremer Teamkollegen ist. Er zeigte bei Pässen Übersicht und kam auch zum Torabschluss.
Jürgen Säumel: zu kurz eingesetzt
Manuel Ortlechner: zu kurz eingesetzt
Yasin Pehlivan: zu kurz eingesetzt
Guido Burgstaller: zu kurz eingesetzt
Christian Wagner, ORF.at aus Klagenfurt
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