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Hohe Hürden für ÖEHV-Clubs

Im Kampf um den Titel der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) geht es Schlag auf Schlag. Bereits am Dienstag stehen die ersten Spiele der Halbfinali der Spielzeit 2011/12 auf dem Programm. Die Paarungen EHC Liwest Black Wings Linz - Olimpija Ljubljana und Medvescak Zagreb - KAC haben bereits Endspielcharakter. Denn scheitert nur ein österreichisches Team, steht der heimische Meister bereits fest.

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Ein echtes Endspiel um den österreichischen Meistertitel gibt es nur, wenn sowohl Linz als auch der KAC ihr Semifinale gewinnen. Bleibt ein ÖEHV-Team auf der Strecke, ist der heimische Finalist Champion. Eine Konstellation, die es in der Geschichte der EBEL bereits einmal gab. In der Saison 2007/08 holte sich Red Bull Salzburg mit dem Finaleinzug den Titel. In der Finalserie gegen Olimpija Ljubljana ging es „nur“ noch um den EBEL-Pokal.

Meister dank Tordifferenz?

Sollten sowohl Linz als auch der KAC im Semifinale scheitern, gibt es trotzdem kein Finale um den österreichischen Meistertitel. In diesem Fall, für die heimischen Fans das Worst-Case-Szenario, wäre jenes Team mit mehr Siegen in seiner Halbfinal-Serie Meister. Sollte auch da zwischen Linz und dem KAC Gleichstand herrschen, entscheidet die Tordifferenz aus den Semifinal-Partien. Sowohl die Black Wings als auch die Klagenfurter wollen das vermeiden.

Die Linzer gehen mit dem Schwung des 8:3-Sieges im siebenten Viertelfinal-Spiel gegen die Vienna Capitals ins Semifinale. Nur zwei Tage blieben Trainer Rob Daum, um sein Team auf Ljubljana einzustellen. Die Erleichterung über den Einzug in die Runde der letzten vier war dem Kanadier anzusehen. „Wenn man so lange überlegen die Tabelle anführt, ist es im Play-off sehr schwierig. Das ist psychologisch nicht leicht zu verarbeiten“, sagte Daum, der mit seiner Mannschaft den Grunddurchgang und auch die Platzierungsrunde dominiert hatte.

Jean Philippe Lamoureux (Ljubljana), Brian Lebler (Black Wings) und Justin Taylor (Ljubljana)

GEPA/Walter Luger

Favorit Linz will sich von Ljubljana nicht in die Zange nehmen lassen

„Schwung aufgenommen“

Gegen die Slowenen, die sich im Viertelfinale etwas überraschend mit 4:2 gegen SAPA Fehervar AV19 durchgesetzt hatten, baut der Linzer Trainer auf das „Momentum“ aus dem entscheidenden Spiel gegen die Capitals. „Jetzt haben wir Schwung aufgenommen und müssen den Rest der Saison genießen“, so Daum. Für den Kanadier ist durch den Aufstieg ins Semifinale der große Druck weg: „Wenn wir gegen Wien ausgeschieden wären, hätte jeder gesagt, dass wir eine schlechte Saison gehabt hätten.“

Daum sieht sein Team im Semifinale in der Favoritenrolle. „Ich glaube, dass es jetzt einfacher wird. Das heißt aber nicht, dass Ljubljana kein schwerer Gegner wird“, sagte der Trainer. Die Statistik im Grunddurchgang spricht für die Linzer. In vier Partien ging man dreimal als Sieger vom Eis, nur einmal zog man auswärts mit 1:2 nach Penaltyschießen den Kürzeren. Trotzdem gehört Ljubljana nicht zu den Wunschgegnern. „Ljubljana versucht meistens, das Spiel zu zerstören, was uns nicht wirklich liegt“, so Stürmer Martin Mairitsch.

KAC setzt auf frischen Wind

Weniger klar verteilt sind die Rollen im zweiten Semifinal-Duell. Der KAC geht mit dem Selbstbewusstsein, Titelverteidiger Salzburg eliminiert zu haben, in die Serie gegen Medvescak Zagreb. Trotz vieler Ausfälle agierten die Klagenfurter gegen die Salzburger in den entscheidenden Phasen wie aus einem Guss. Hauptgrund für den Aufschwung am Wörthersee: Trainer Christian Weber. „Der Trainer hat frischen Wind reingebracht“, so Dieter Kalt.

David Brine (Zagreb) und Stefan Geier (KAC)

GEPA/Christian Walgram

Zagreb war dem KAC in dieser Saison bisher immer einen Schritt voraus

Der Routinier baut gegen Zagreb auf jene Tugenden, die auch gegen Salzburg zum Erfolg führten. „Wir spielen aggressiv und kompakt, für uns ist alles drinnen.“ Die Kroaten waren in dieser Saison aber der Angstgegner schlechthin für die Klagenfurter. Zagreb gewann alle sechs Duelle. Lediglich die Partie vom 9. Oktober (5:4 für Zagreb) wurde im Nachhinein in ein 5:0 für den KAC strafverifiziert, weil die Kroaten den nicht spielberechtigten Tormann Mate Tomljenovic eingesetzt hatten.

Zagreb hat Titel im Visier

Zagreb fegte im Viertelfinale im Eiltempo mit 4:0 über den HC Znojmo hinweg und hat nun auch den KAC auf der Abschussliste. „Alles, was weniger ist als der Titel, wäre wohl für jeden eine Enttäuschung“, so Ryan Kinasewich, einer von 13 gebürtigen Kanadiern mit kroatischem Pass, die neben sieben Legionären im Team der „Bären“ stehen. Durch die bessere Platzierung in der Zwischenrunde hat Zagreb im Notfall auch ein Heimspiel mehr auf seiner Seite.

Der KAC braucht hingegen einen Sieg im kroatischen Hexenkessel Dom Sportova, um ins Finale aufzusteigen. Die Klagenfurter wissen jedoch, wie man in Zagreb gewinnt. Im Vorjahr verabschiedete der KAC die „Bären“ im Viertelfinale mit 4:1 in den Urlaub. Das Selbstvertrauen stimmt bei den Kärntnern auf jeden Fall. Stürmer Gregor Hager: „Erstens ist man mit dem KAC immer Favorit, egal wie die Situation ist. Und zweitens bedeutet die Tatsache, dass wir gegen sie in dieser Saison noch nicht gewonnen haben, nur, dass sie unser wahres Gesicht noch nicht gesehen haben.“

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