25., 42., 49., 58., 84.
Lionel Messi hat am Mittwoch wieder einmal die Fußballwelt verzaubert. Der Superstar des FC Barcelona führte Bayer Leverkusen im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League im Alleingang vor. Der Argentinier traf beim 7:1-Kantersieg in fünffacher Ausführung (25., 42., 49., 58., 84.). Das war vor ihm noch nie einem Spieler in der „Königsklasse“ gelungen.
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Barca-Coach Pep Guardiola war begeistert: „Er ist der Beste, es gibt keinen vergleichbaren Spieler. Die Zahlen sprechen für sich selbst, eines Tages wird er noch sechs Tore in einem Match erzielen. Wir sind überglücklich, Messi im Team zu haben“. Auch Leverkusen-Trainer Robin Dutt zollte Messi Respekt: „Seine Klasse ist außergewöhnlich, das steht außer Frage. Ohne Messi ist Barcelona das beste Team der Welt, mit ihm sind sie in einer anderen Galaxie“, sagte er. Messi selbst gab sich bescheiden: „Es ist schön, fünf Tore zu erzielen, aber wichtiger war, dass wir gewinnen“, so der 24-Jährige.

AP/Manu Fernandez
Mit genialen Hebern zog Messi den Leverkusen-Spielern den letzten Nerv
Schon in Leverkusen hatte der Titelverteidiger mit 3:1 gewonnen. Im Rückspiel gab sich Barcelona neuerlich von Beginn an nicht die Spur einer Blöße. Der deutsche Bundesligist kam nie wirklich gefährlich vor das Tor, dagegen durften sich die Katalanen auf ihren Weltfußballer verlassen. Messi ließ die Dinge einfach aussehen. Mit zwölf CL-Saisontoren scheint dem 24-Jährigen die Torjägerkrone bereits jetzt zum vierten Mal in Serie nicht mehr zu nehmen zu sein - ebenfalls ein Rekord.
Vier Tore in einem Spiel hatte Messi selbst schon einmal erzielt - vor zwei Jahren im Viertelfinal-Rückspiel gegen Arsenal (4:1). Mit seinem fünften Treffer, einem Schlenzer von der Strafraumgrenze, sicherte sich Messi aber kurz vor Schluss einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher. In 40 Pflichtspielen dieser Saison hält der Argentinier bereits bei unglaublichen 46 Toren.
Messi-Show beginnt in Minute 25
Messi hätte schon nach zehn Minuten die Führung erzielen können, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Bayer-Goalie Bernd Leno. Das war allerdings das letzte Mal an diesem Abend, dass sich „La Pulga“ stoppen ließ. Den Trefferreigen eröffnete Messi dann nach einem langen Pass von Xavi, bei dem er richtig gestartet war und den Ball ins Tor schupfte (25.).
Kurz vor der Pause begleiteten die Leverkusen-Spieler den 1,69 m kleine Angreifer wie Statisten, Messi schloss mit einem Schlenzer mit links ins lange Eck ab (42.). Nach Seitenwechsel versenkte Messi nach Vorarbeit von Cesc Fabregas einen weiteren Heber (49.). Dazu nahm er ein Geschenk der Leverkusen-Abwehr um Junggoalie Leno an, der einen Ball ausgelassen hatte (58.).

AP/Manu Fernandez
Jeder einzelne Treffer sorgte bei Messi und den Barca-Fans für glänzende Augen
Zum höchsten Barcelona-Sieg in der Champions League trug auch der eingewechselte Cristian Tello bei. Der 20-jährige Stürmer aus dem eigenen Nachwuchs traf in seinem ersten Spiel in der „Königsklasse“ gleich zweimal (55., 62.). Der Ehrentreffer gelang erst in der Schlussphase Karim Bellarabi (90.).
„So eine Niederlage tut richtig weh“
„In der zweiten Halbzeit haben wir uns richtig abschießen lassen“, war Leverkusen-Sportdirektor Rudi Völler sauer und monierte das mangelnde Engagement nach der Pause. „Auch wenn es gegen Barcelona ist, so eine Niederlage tut gegen jeden Gegner der Welt richtig weh. Ich glaube aber, man tut der Mannschaft unrecht, wenn man sagt, sie hat sich aufgegeben“, erklärte Dutt nach der Partie.
Sieben Tore in einem Spiel hatte Barcelona in der Champions League noch nie erzielt. Mit 7:1 stellte der spanischen Meister, dessen erfolgreiche Titelverteidigung in der Liga bei zehn Punkten Rückstand auf den Erzrivalen Real Madrid immer unwahrscheinlicher wird, auch den höchsten Sieg aller Zeiten in der K.-o.-Phase ein. Diesen teilt sich Barca nun mit Manchester United (2007 gegen AS Roma) und Bayern München (2009 gegen Sporting Lissabon).
UEFA Champions League, Achtelfinal-Rückspiel
Mittwoch:
Barcelona - Leverkusen 7:1 (2:0)
Camp Nou, 80.000 Zuschauer, SR Moen (NOR)
Torfolge:
1:0 Messi (25.)
2:0 Messi (43.)
3:0 Messi (49.)
4:0 Tello (55.)
5:0 Messi (58.)
6:0 Tello (62.)
7:0 Messi (84.)
7:1 Bellarabi (90.)
Barcelona: Valdes - Dani Alves, Pique, Mascherano, Adriano (63./Muniesa) - Xavi (54./Keita), Busquets, Iniesta (53./Tello) - Fabregas - Messi, Pedro Rodriguez
Leverkusen: Leno - Castro, Schwaab, Toprak, Kadlec - Reinartz, Bender (55./Schürrle), Rolfes, Renato Augusto (67./Oczipka) - Kießling, Derdiyok (55./Bellarabi)
Gelbe Karten: Castro, Rolfes
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