Gorgon erzielt Goldtor
Die Austria hat in der 24. Runde der Bundesliga nach Punkten zur Tabellenspitze aufgeschlossen. Dank eines 2:1-Heimsieges am Sonntag über die Admira liegen die Wiener nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Red Bull Salzburg und Rapid auf Platz drei.
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Roman Kienast (10.) und Alexander Gorgon (47.) schossen die „Veilchen“ zum erst zweiten Erfolg vor eigenem Publikum in den jüngsten sieben Partien, die fünftplatzierten Südstädter müssen trotz eines schönen Freistoßtreffers von Daniel Toth (25.) weiterhin auf ihren zweiten Saisonsieg in der Fremde warten. Mit dem dritten Erfolg in diesem Jahr avancierte die Austria zur besten Frühjahrsmannschaft und bot dabei die spielerisch stärkste Leistung unter Neo-Coach Ivica Vastic.

GEPA/Christopher Kelemen
Roman Kienast darf sich über sein erstes Tor für die Austria freuen
Violetter Start nach Maß
Der Ex-ÖFB-Internationale hatte seine Mannschaft, die so wie die Admira zu Beginn ohne Legionäre in der Startelf auflief, offensiver eingestellt und wurde dafür schon in der zehnten Minute erstmals belohnt. Nach einer Maßflanke von Michael Liendl war Kienast per Kopf zur Stelle, erzielte sein erstes Tor für die Austria und sorgte so für etwas Abwechslung in der teaminternen Schützenliste - bisher hatte in diesem Jahr nur Gorgon für die Violetten getroffen.
Die Admira zeigte sich vom schnellen Rückstand keineswegs geschockt, spielte munter nach vorne und durfte in der 25. Minute über den Ausgleich jubeln: Toth zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze via Innenstange in die Maschen. In der Folge entwickelte sich eine flotte Partie, in der beide Mannschaften ihr Heil im Angriffsspiel suchten.

APA/Herbert Pfarrhofer
Daniel Toth traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich
Gorgon schlägt wieder zu
Aufseiten der Austria köpfelte Marko Stankovic in der 27. Minute aus guter Position deutlich daneben, Florian Mader fand in der 31. Minute nach einem kurz abgespielten Freistoß in Admira-Goalie Patrick Tischler seinen Meister, und Gorgon setzte in der 45. Minute einen Kopfball über die Querlatte. Auf der Gegenseite verfehlten Philipp Hosiner (32.) und Stefan Schwab (41.) das Ziel.
Kurz nach Wiederanpfiff hatte Gorgon seinen großen Auftritt. Der Flügelspieler profitierte von einem Fehler und besorgte mit seinem schwächeren linken Fuß knapp außerhalb des Sechzehners das 2:1 (47.). Für Gorgon war es das fünfte Saisontor, vier davon erzielte er im Frühjahr. In der 56. Minute hatte Kienast nach einem schlechten Rückpass von Drescher die Vorentscheidung auf dem Fuß. Der Teamstürmer umkurvte Tischler, traf dann aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.
Ortlechner trifft Stange
Vier Minuten später war der Admira-Schlussmann bei einem Freistoß von Liendl auf dem Posten. Die Südstädter gaben nicht auf und wurden noch einmal in der 67. Minute gefährlich, als Austrias Tormann Lindner bei einem Seebacher-Schuss sein ganzes Können aufbieten musste. Sein Admira-Widerpart Tischler war in der 86. Minute bei einem Kopfball von Manuel Ortlechner bereits geschlagen, allerdings sprang der Ball von der Innenstange wieder ins Feld.
Dennoch blieb es bei der ersten Niederlage der Südstädter nach zuletzt zwei Erfolgen, während die Austria den zweiten Sieg en suite feierte. Auch Teamchef Marcel Koller hatte Grund zur Freude - der ÖFB-Teamchef sah als Stadionbesucher 22 Österreicher in den Anfangsformationen.
Stimmen zum Spiel:
Ivica Vastic (Austria-Trainer): „Wir haben den Schwung vom Tirol-Match mitgenommen. Nach der Führung haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben, da hätte ich mir mehr Drang nach vorne gewünscht, damit wir das Spiel mit dem Wind im Rücken früh entscheiden können. In der zweiten Hälfte haben wir eindrucksvoll begonnen und gleich das 2:1 gemacht. Kienast hätte mit etwas mehr Ruhe das 3:1 machen können, dann hätten wir am Schluss weniger Hektik gehabt. Die Admira spielt einen guten, variablen Fußball, aber wir haben nicht viel zugelassen. Das war ein guter Schritt nach vorne, wir müssen aber als Team weiter wachsen.“
Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Drei Punkte wären für uns drinnen gewesen. Es war zwischen beiden Teams nicht annähernd ein Unterschied erkennbar, ich glaube sogar, dass meine Mannschaft besser war. Bei den Gegentoren haben wir uns sehr schlecht angestellt. Trotzdem bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Wir haben gezeigt, dass man auch mit wenig Geld gut Fußball spielen kann.“
Roman Kienast (Austria-Torschütze): „Es ist schön, dass ich das erste Tor für meinen neuen Verein geschossen habe. Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben teilweise sehr gut kombiniert und sind gut drauf. Es wird sicher noch eine spannende Saison.“
Alexander Gorgon (Austria-Torschütze): „Ich habe für meinen Lauf keine Erklärung, es gibt ein Sprichwort: Wenn es läuft, dann läuft es. Wir kommen offensiv immer besser ins Spiel. Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Es wird besser, aber es muss noch besser werden. Die Admira hat sehr viele wendige, technisch starke Spieler, es war nicht leicht, dagegenzuhalten, aber wir haben die drei Punkte.“
Tipp3-Bundesliga, 24. Runde
Sonntag:
Austria - Admira 2:1 (1:1)
Generali Arena, 9.500 Zuschauer, SR Schüttengruber
Torfolge:
1:0 Kienast (10.)
1:1 Toth (25.)
2:1 Gorgon (47.)
Austria: Lindner - Dilaver, Margreitter, Ortlechner, Suttner (15./Simkovic) - Mader, Liendl (60./Holland) - Gorgon, Stankovic (46./Jun), Leovac - Kienast
Admira: Tischler - Auer, Windbichler, Drescher, Schrott - Seebacher, Schachner (58./R. Schicker), D. Toth, Sabitzer (88./Thürauer) - Schwab, Hosiner (79./Zeman)
Gelbe Karten: Liendl, Gorgon bzw. Hosiner, Seebacher, Auer
Die Besten: Gorgon, Margreitter, Jun bzw. Toth, Schwab
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