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Souveräner Sieg in Schladming

Lindsey Vonn hat den Punkterekord von Hermann Maier im Gesamtweltcup in Sichtweite. Die US-Amerikanerin gewann am Mittwoch die letzte Abfahrt der Saison in Schladming in überlegener Manier und rückte der Bestmarke von 2.000 Punkten bis auf 92 Zähler nahe. Vonn distanzierte die Französin Marion Rolland um 92 Hundertstel, Tina Maze (SLO) belegte 1,22 Sekunden zurück Rang drei.

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Vonn gelang mit ihrem zwölften Sieg in dieser Saison, dem 53. Weltcup-Erfolg in ihrer Karriere, eine neue persönliche Bestmarke. „Dieses Jahr ist es mir in allen Disziplinen, außer im Slalom, sehr gut gelungen. Zwölf Siege in einer Saison sind wirklich unglaublich, ich kann es noch gar nicht realisieren“, sagte Vonn. Die US-Amerikanerin kann mit einem Sieg am Donnerstag im Super-G Maiers Rekord bereits übertreffen. Der „Herminator“ hatte in der Saison 1999/00 bei seinem Sieg im Gesamtweltcup mit 2.000 Punkten die bisherige Bestmarke aufgestellt.

Lindsey Vonn mit der Kristallkugel für den gewonnen Abfahrtsweltcup

GEPA/Christian Walgram

Vonn war schon vor Schladming als Siegerin im Abfahrtsweltcup festgestanden

„Es geht jetzt um die 2.000 Punkte, sie sind im Super-G mein Ziel“, sagte Vonn, „Ich hätte mir nie gedacht, dass ich so viele Punkte in einer Saison schaffen kann. Hermann Maier war unglaublich.“ In der ewigen Bestenliste an Weltcup-Siegen bei den Damen rückte die 27-Jährige der Schweizerin Vreni Schneider (55 Erfolge) bis auf zwei Siege nahe. Mit Super-G und Riesentorlauf hat Vonn bereits in Schladming die Chance mit Schneider gleich zu ziehen.

Görgl beste ÖSV-Dame

Die Schweizerin hält mit 14 Siegen in einer Saison, aufgestellt 1988/89 auch in dieser Wertung jene Bestmarke, die Vonn noch heuer knacken kann. Für die ÖSV-Damen lief es bei der WM-Generalprobe nicht nach Wunsch. Elisabeth Görgl holte mit Rang neun als einzige Österreicherin Weltcup-Punkte. „Ich bin nicht unzufrieden, bei der letzten Kurve war ich leider ziemlich im weichen Schnee. Grundsätzlich war es eine engagierte Fahrt, ich habe leider einen Fehler gemacht“, sagte die Weltmeisterin, „die Piste hat heute nicht mehr so viel zugelassen.“

In der Abfahrtssaisonwertung landete Görgl hinter Pokalgewinnerin Vonn und der Liechtensteinerin Tina Weirather auf Rang drei. Als Tagesvierte knüpfte Weirather an ihre guten Saisonleistungen an. Ihr Vater Harti Weirather hatte 1982 bei der WM in Schladming für Österreich Abfahrtsgold gewonnen und war am Mittwoch unter den Zuschauern, als seine Tochter über die „Streicher“ raste. „Ich bin total zufrieden und hätte mir nie träumen lassen, dass ich Zweite im Abfahrtsweltcup werde“, sagte sie.

„Der Schnee ist tot“

Andrea Fischbacher hatte als 16. bereits 2,75 Sekunden Rückstand und schaffte damit auch am Saisonende nicht die Kehrtwende nach einer verkorksten Saison. Anna Fenninger wurde 19. mit einer 2,81-Sekunden-Packung. „Es ist einfach ein bisserl zu flach, da tue ich mir so schwer. Der Schnee ist so tot“, sagte die Salzburgerin, die am Donnerstag im Super-G noch eine Mini-Chance auf die kleine Kristallkugel hat. Damit wollte sich Fenninger jedoch nicht beschäftigen. „Es muss passieren. Ich habe es nicht selber in der Hand“, sagte die Salzburgerin.

Skifahrerin Anna Fenninger

APA/Georg Hochmuth

Fenninger haderte mit Piste und Schnee

Damen-Abfahrt in Schladming

1. Lindsey Vonn USA 1:46,56
2. Marion Rolland FRA 1:47,48
3. Tina Maze SLO 1:47,78
4. Tina Weirather LIE 1:47,80
5. Johanna Schnarf ITA 1:47,82
6. Julia Mancuso USA 1:47,92
7. Alice McKennis USA 1:48,20
8. Nadja Kamer SUI 1:48,24
9. Elisabeth Görgl AUT 1:48,48
10. Elena Fanchini ITA 1:48,53
11. Viktoria Rebensburg GER 1:48,77
12. Tessa Worley FRA 1:49,03
13. Maria Höfl-Riesch GER 1:49,11
. Aurelie Revillet FRA 1:49,11
15. Laurenne Ross USA 1:49,13
16. Andrea Fischbacher AUT 1:49,31
17. Lara Gut SUI 1:49,35
. Marie Marchand-Arvier FRA 1:49,35
19. Anna Fenninger AUT 1:49,37
20. Marusa Ferk SLO 1:49,55
21. Fränzi Aufdenblatten SUI 1:50,27
22. Lucia Recchia ITA 1:50,47
Out: Daniela Merighetti (ITA), Stacey Cook, Leanne Smith (beide USA)

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