Hoeneß setzt auf direktes Duell
Im Titelendspurt zeigt der FC Bayern München Konstanz und bleibt Titelverteidiger Borussia Dortmund auf den Fersen. Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League und ins Endspiel um den DFB-Pokal wahrte der Rekordmeister am Samstag auch in der Bundesliga seine Chance.
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„Wenn wir in Dortmund gewinnen, werden wir deutscher Meister“, verkündete Bayern-Präsident „Uli“ Hoeneß nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Hannover 96. Drei Tage nach dem Pokalmarathon in Mönchengladbach war der Erfolg gegen die Niedersachsen ein Kraftakt. Toni Kroos (36.) und Mario Gomez (68.) trafen für den Tabellenzweiten, bei dem David Alaba als linker Außenverteidiger erneut durchspielte.
Die Hannoveraner, bei denen Emanuel Pogatetz in der Innenverteidigung ebenfalls 90 Minuten im Einsatz war, konnten durch Didier Ya Konan (74.) noch einmal für Spannung sorgen, die 20. Niederlage im 23. Spiel bei den Bayern war schließlich aber nicht mehr zu verhindern. Für die 96er setzte es damit auch einen Rückschlag im Kampf um ein erneutes Europa-League-Ticket.
Schalke überholt Mönchengladbach
Einen ähnlich guten Lauf wie die Bayern hat der FC Schalke 04, der Bayer Leverkusen mit einem 2:0-Erfolg endgültig aus allen Champions-League-Träumen riss und selbst den dritten Platz eroberte, der das fixe CL-Ticket bedeutet. Dabei glänzte einmal mehr Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der beide Treffer zum dritten Sieg in Folge erzielte (18., 86.). Das erste Tor des Niederländers bereitete ÖFB-Teamspieler Christian Fuchs mit einer präzisen Flanke vor.
Die von Personalproblemen geplagten Leverkusener hingegen müssen sogar um die Europa-League-Qualifikation bangen. „Wir müssen ein bisschen mehr Gas geben“, forderte Sportdirektor „Rudi“ Völler.
Auch Borussia Mönchengladbach erlitt nach dem Pokal-Aus gegen die Bayern einen Rückschlag in der Liga und fiel nach der ersten Heimniederlage seit März 2011 auf Rang vier zurück. „Wir hätten dieses Spiel niemals verlieren dürfen“, befand Trainer Lucien Favre nach dem 1:2 gegen 1899 Hoffenheim. Roberto Firmino (77.) und Boris Vukcevic (79.) drehten die Partie in der Schlussphase, Marco Reus (38.) hatte die Gladbacher zuvor in Führung geschossen. Martin Stranzl fehlte bei den Gladbachern wegen muskulärer Problemen im Hüftbereich.
Augsburg trotzt Bremen Remis ab
Mit einem über die volle Zeit spielenden Zlatko Junuzovic, aber ohne die verletzten Sebastian Prödl und Marko Arnautovic musste sich Werder Bremen gegen den abstiegsgefährdeten FC Augsburg mit einem 1:1 begnügen. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor hatte Youngster Niclas Füllkrug (61.) die Bremer in Führung geschossen. Mit der letzten Aktion des Spiels - dem Ausgleich durch Paul Verhaegh (92.) - büßten die Hanseaten aber noch zwei Zähler im Kampf um die EL-Qualifikation ein.
Kein Trainereffekt bei Kaiserslautern
Ein missglücktes Debüt erlebte Krassimir Balakow auf der Trainerbank des 1. FC Kaiserslautern. Das Schlusslicht aus der Pfalz verlor beim ebenfalls gefährdeten SC Freiburg mit 0:2. Karim Guede (8.) und Cedrick Makiadi (14.) machten frühzeitig alles klar für die Badener, die ihren Erfolgslauf unter Coach Christian Streich fortsetzten. Die „Roten Teufel“ sind nach ihrem 17. sieglosen Spiel in Serie bereits sieben Punkte vom rettenden Ufer entfernt.
Resignation macht sich breit in der Pfalz. „Wir sollen nicht mit aller Macht versuchen, den Leuten Hoffnung zu geben. Wir machen uns dann auch ein Stück weit lächerlich“, sagte Kapitän Christian Tiffert. Die Freiburger hingegen haben unter Trainer Christian Streich zuletzt drei Siege aus vier Spielen eingefahren und die Abstiegsränge hinter sich gelassen.
Mainz unterliegt Hertha BSC
Auch Hertha BSC hat nach dem zweiten Sieg unter Otto Rehhagel wieder Land in Sicht. „So können wir drinbleiben“, sagte der Berliner Coach nach dem 3:1-Sieg beim FSV Mainz 05. Die ersten Auswärtstore im Jahr 2012 durch Änis Ben-Hatira (41.) und Adrian Ramos (52., 69.) geben Hertha wieder Hoffnung im Abstiegskampf. Bei den Mainzern, die durch Eric Maxim Choupo-Moting (58.) zum Anschluss kamen, wurde Andreas Ivanschitz in der 75. Minute eingewechselt, Julian Baumgartliner saß hingegen nur auf der Bank.
Die Berliner (Marco Djuricin nicht im Kader) blieben zwar trotz des Sieges auf dem 17. und vorletzten Platz, sind aber nur noch einen Zähler vom rettenden Rang 15 entfernt. Michael Preetz warnte vor zu großer Euphorie. „Das war nur ein Etappensieg. Es wird ein Sprint bis zum 34. Spieltag“, sagte der Hertha-Manager.
Deutsche Bundesliga
27. Runde
| Freitag, 23. März: |
| Wolfsburg |
Hamburger SV |
2:1 |
| Samstag, 24. März: |
| Bayern München |
Hannover |
2:1 |
| Mönchengladbach |
Hoffenheim |
1:2 |
| Bremen |
Augsburg |
1:1 |
| Mainz |
Hertha BSC |
1:3 |
| Freiburg |
Kaiserslautern |
2:0 |
| Schalke |
Leverkusen |
2:0 |
| Sonntag, 25. März: |
| Stuttgart |
Nürnberg |
1:0 |
| Köln |
Dortmund |
1:6 |
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