Aufpassen auf flinke Asiaten
Österreichs Nationalmannschaft ist bei der WM der Division I in Ljubljana im Plansoll. Nach zwei Siegen in zwei Spielen ist am Mittwoch (16.30 Uhr, live ORF Sport + und im Livestream) gegen Japan der nächste Erfolg eingeplant, ehe die entscheidenden Partien um den Aufstieg gegen Ungarn (Donnerstag) und Slowenien (Samstag) anstehen.
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Österreich ist gegen Japan bei einer WM seit 33 Jahren, seit einem 2:3 bei der B-WM 1979 in Rumänien, ohne Niederlage. Allerdings sind die Österreicher auch vorgewarnt. Die Asiaten sind in Ljubljana zwar noch punktelos, allerdings brachten sie den favorisierten Gastgeber Slowenien am Montag an den Rand einer Pleite und mussten sich erst durch zwei Gegentreffer in den letzten zwei Spielminuten mit 2:4 geschlagen geben.
Geringschätzung ist fehl am Platz
„Japan kann mit einer A-Nation mitlaufen, eisläuferisch sind sie vielleicht das schnellste Team in diesem Turnier“, warnte Teamchef Manny Viveiros. Sein Erfolgsrezept dagegen: harter Forecheck. „Damit hatten wir gegen die Ukraine und Großbritannien Erfolg. Du musst aggressiv sein, aber mit der richtigen Balance, damit du keine Konterchancen zulässt“, erklärte der Teamchef. „Wir sind vielleicht körperlich stärker und torgefährlicher“, sagte Viveiros.

GEPA/Wolfgang Jannach
Coach Viveiros wird seinem Team für das Japan-Spiel ein paar Tipps flüstern
Von einer Geringschätzung oder einem Blick auf die kommenden Aufgaben will er nichts wissen. „Es gibt keinen leichten Gegner, der Abstand ist nicht so groß. Wir müssen besser spielen als gegen Großbritannien“, betonte der Trainer, der die Japaner seit dem bisher letzten WM-Duell 2010 (3:1) taktisch „viel, viel besser“ sieht. Die 1:5-Niederlage bei einem Turnier in Miskolc vergangenen November hat für Viveiros aber keine Aussagekraft.
Jahrelang A-Nation dank Fixplatz
Die Japaner spielten jahrelang bei der A-WM. Allerdings weniger aufgrund sportlicher Stärke, sondern wegen des Fixplatzes für Asien, der 1998 eingeführt und 2004 wieder abgeschafft wurde. Mit der Entscheidung pro Japan unmittelbar vor den Olympischen Spielen 1998 in Nagano wollte man dem japanischen Hockey Entwicklungshilfe leisten und zahlungskräftige Sponsoren aus Japan finden.
Die Hoffnung ist nicht aufgegangen. Die Asiaten konnten die riesige Kluft zur Spitze nicht schließen. 36 Spiele absolvierten die Japaner in der Eliteklasse, ohne Sieg und mit nur vier Unentschieden ging es wieder zurück in die B-Gruppe, in der sie seither spielen.
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