Frankreich wendet Blamage gegen Island ab
Frankreichs Fußball-Nationalteam hat sich am Sonntagabend mit einem Sturmlauf in der Schlussphase eine Blamage gegen Island erspart. Die „Equipe Tricolore“ drehte ein EM-Testspiel in Valenciennes nach 0:2-Pausenrückstand noch in einen 3:2-Sieg.
Die Tore der Franzosen erzielten Mathieu Debuchy (52.), Franck Ribery (85.) und Adil Rami (87.). Birkir Bjarnason (27.) und Kolbeinn Sigthorsson (34.) hatten Island sensationell in Führung gebracht.
Ribery-Kurzeinsatz bringt Wende
Erst die Einwechslung von Bayern-München-Superstar Ribery brachte in der Schlussviertelstunde richtig Schwung in die französische Offensive. Davor hatte das Heimpublikum die mäßige Vorstellung mehrmals mit lautstarken Pfiffen bedacht.
Die Equipe von Teamchef Laurent Blanc blieb dennoch das 19. Spiel in Folge ungeschlagen. Dafür sorgten Ribery und Verteidiger Rami, deren späte Tore jeweils Olivier Giroud vorbereitete. Der Stürmer von Meister Montpellier war mit 21 Toren Ligue-1-Toptorschütze. Ihre bisher letzte Niederlage hatten die Franzosen im September 2010 in der EM-Qualifikation gegen Weißrussland (0:1) kassiert.
Abwehr noch nicht in EM-Form
Schwächen in der „Bleus“-Abwehr waren aber nicht zu übersehen. Vor allem Linksverteidiger Patrice Evra und Innenverteidiger Philippe Mexes präsentierten sich noch nicht in EM-Form.
Bis Dienstag muss Blanc noch zwei Spieler aus seinem derzeit 25-köpfigen Kader streichen. Danach testet der zweifache Europameister, der bei der EM 2008 und der WM 2010 jeweils bereits in der Vorrunde gescheitert war, am Donnerstag gegen Serbien und am 5. Juni gegen Estland. Bei der EM trifft Frankreich in Gruppe D auf England, Gastgeber Ukraine und Schweden.