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„Nicht alles auf den Kopf stellen“

ÖFB-Teamchef Marcel Koller hat für das Spiel am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) am Innsbrucker Tivoli gegen Rumänien bereits zwei personelle Umstellungen bestätigt. Nach dem 3:2 gegen die Ukraine am Freitag beginnt diesmal im Tor Christian Gratzei anstelle von Heinz Lindner, und in der Innenverteidigung wird Aleksandar Dragovic zum Zug kommen.

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„Alles andere möchte ich noch offen lassen“, erklärte Koller am Sonntag beim Teamtrainingslager in Seefeld. Ein wildes Wechseln und Experimentieren schloss der Schweizer für den vorletzten Test vor dem Start der WM-Qualifikation aber aus. „Vielleicht schauen wir uns noch die eine oder andere Variante an, aber wir wollen schon auch aufs Ergebnis achten. Wir werden nicht alles auf den Kopf stellen“, stellte Koller klar.

Sebastian Proedl und Marcel Koller

GEPA/Felix Roittner

Koller vertraut auf die siegreiche Mannschaft vom Freitag

„Geduld und Passqualität sind gefragt“

Der Züricher hat vier Rumänien-Spiele auf Video studiert und den 1:0-Sieg des Dienstag-Gegners in der Schweiz live in Luzern gesehen. „Die Rumänen haben im Moment nicht die ganz großen Namen in der Mannschaft, aber sehr viele junge, schnelle und taktisch disziplinierte Spieler“, berichtete der 51-Jährige. Die Rumänen dürften auch in Innsbruck auf eine kompakte Defensive mit Konterstößen setzen.

Insofern wird sich die Partie von jener gegen die Ukrainer unterscheiden. „Wir können davon ausgehen, dass wir mehrheitlich das Spiel machen müssen. Dafür sind Geduld und Passqualität gefragt. Wir müssen den entscheidenden Moment abwarten und erkennen“, sagte Koller. Denn für Österreich gilt es nun, den kleinen Aufwärtstrend fortzusetzen und die Zufriedenheit der Fans aufrechtzuerhalten.

„So schnell kann der Zauber wieder weg sein“

„Das ist wie ein kleines Pflänzchen, das wir weiter mit Wasser gießen möchten“, meinte Koller. „Ich habe den Spielern gesagt, dass wir den Leuten etwas geben müssen. Und jetzt freuen sich die Menschen und klopfen uns auf die Schultern.“ Als warnendes Beispiel, wie schnell auf Licht wieder Schatten folgen kann, führte Koller das Nationalteam seiner Heimat an.

ÖFB-Team

Christian Gratzei und Marcel Koller

Goalie Gratzei wird diesmal in der Startelf stehen

Die Schweizer besiegten nämlich Deutschland am 26. Mai sensationell mit 5:3, nur vier Tage später setzte es ein 0:1 gegen Österreich-Gegner Rumänien. „So schnell kann der ganze Zauber dann wieder weg sein“, weiß der Eidgenosse um die Schnelllebigkeit des Geschäfts. Deshalb ist Koller auch darauf bedacht, den Pool an teamfähigen Spielern stets zu vergrößern, um nicht zu sehr von einzelnen Akteuren abhängig zu sein.

Spielerpool erweitert sich

Die Welle an Ausfällen (u. a. Christian Fuchs, Martin Harnik, Emanuel Pogatetz) hat Koller zum Testen und Sichten verwendet. Mit Erfolg, wie der Schweizer meint. „Ich habe immer gesagt, dass wir nicht nur 23 Spieler brauchen. Die neuen Jungs haben sich gut eingebracht, menschlich und sportlich. Wir haben den Spielerpott sicher weiter vergrößert“, sagte Koller etwa über Heinz Lindner, Patrick Bürger und Markus Suttner.

Der Austrianer lieferte gegen die Ukraine als Ersatz für den verletzten Fuchs als linker Verteidiger eine tadellose Leistung ab. „Ich habe zweimal die Chance bekommen und zweimal solide gespielt. Damit habe ich mich für weitere Aufgaben empfohlen“, zog Suttner zufrieden eine Zwischenbilanz.

Der 25-jährige Niederösterreicher weiß, dass Fuchs aufgrund seiner Leistungen und des weitaus prominenteren Arbeitgebers Schalke in der Poleposition ist, glaubt aber an seine Chancen. „Als Legionär hat man natürlich ein anderes Standing. Ich habe aber gezeigt, dass ich das auch spielen kann. Wenn ich nicht an meine Chance glauben würde, wäre ich fehl am Platz“, so Suttner.

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