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Rumänien zu Gast in Innsbruck

Siegesserien des österreichischen Fußballnationalteams sind eine Rarität. Deshalb bietet sich der ÖFB-Auswahl nach den Erfolgen gegen Finnland (3:1) und die Ukraine (3:2) am Dienstag (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) in Innsbruck gegen Rumänien die Chance auf fast schon Historisches.

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Fußball-Länderspiel

Dienstag, 20.30 Uhr (live ORF eins):

Österreich - Rumänien

Innsbruck, SR Makkelie (NED)

Mögliche Aufstellungen:

Österreich: Gratzei - Garics, Dragovic, Prödl, Suttner - Pehlivan, Alaba - Ivanschitz, Junuzovic, Arnautovic - Janko

Rumänien: Lobont - Papp, Gaman, Chiriches, Rat - Bourceanu, Florescu - Torje, Grozav, Tanase - D. Niculae

Drei Siege in Serie hat es nämlich für Österreich zuletzt vor knapp sechs Jahren zu feiern gegeben. Damals gewann die Mannschaft unter Teamchef Josef Hickersberger im Oktober und November 2006 gegen Liechtenstein (2:1), die Schweiz (2:1) sowie Trinidad und Tobago (4:1).

Der aktuelle Teamchef Marcel Koller weiß, dass ein weiterer Sieg die Stimmung im und rund um das Team weiter verbessern würde. „Wir wollen diesen guten Lehrgang positiv abschließen. Mit einem guten Ergebnis und einer starken Leistung“, sagte der Schweizer, der mit dem Team schon seit 24. Mai in Tirol stationiert ist. Gegen die Ukraine habe seine Truppe „sehr viel gut gemacht“. „Die Jungs haben das umgesetzt, was wir ihnen gebetsmühlenartig vermittelt haben“, sagte Koller.

Koller sieht noch Steigerungspotenzial

Verbesserungen sind aber im Spielaufbau („Bei Ballbesitz müssen wir mehr Ruhe bewahren“) und beim Forcieren des Strafraumspiels („Das ist die gefährlichste Zone“) gefragt. Wenn das gelingt, dann dürfte sich auch Kapitän Marc Janko deutlich besser in Szene setzen als gegen die Ukrainer. „Gegen die Ukraine haben wir ihn, wenn überhaupt, nur im zweiten Stock angespielt. Wir müssen ihn so anspielen, dass er sich behaupten kann, also von der Brust abwärts.“

David Alaba, ÖFB-Teamchef Marcel Koller und Julian Baumgartlinger

GEPA/Felix Roittner

Teamchef Koller ist mit dem Spielaufbau noch nicht restlos zufrieden

Falls Janko überhaupt spielt. Denn punkto Aufstellung gab sich Koller bedeckt. Lediglich das Comeback von Christian Gratzei im Tor und den Einsatz von Aleksandar Dragovic in der Innenverteidigung verriet der 51-Jährige, alles andere ließ er offen. „Es kann schon sein, dass wir den einen oder anderen Wechsel machen“, ließ Koller wissen. Aufgrund der Belastungen der letzten fast zwei Wochen stand seit dem Ukraine-Match im Camp in Seefeld fast nur Regeneration auf dem Programm. „Damit fürs Spiel wieder Freude und Leidenschaft da sind“, so Koller.

„Müssen wieder bei null anfangen“

Dass seine Kicker trotz des laut Koller langsam wachsenden „Pflänzchens“ auf dem Boden geblieben sind, dafür hat der Teamchef schon gesorgt. „Das ist immer ein schmaler Grat. Wir haben ein Freundschaftsspiel gegen einen EM-Teilnehmer gewonnen. Das ist gut und wichtig. Aber gegen Rumänien müssen wir wieder bei null anfangen. Selbstvertrauen ist gut, aber es nützt nichts, wenn man mit einer angeschwollen Brust und hohlem Kreuz herumläuft und auf dem Platz nichts zeigt.“

Genau das hat Koller auch Marko Arnautovic, dem zweifachen Torschützen und Helden des Ukraine-Spiels, mitgeteilt. „Marko muss die gleiche Arbeit wie gegen die Ukraine machen, auch defensiv. Er ist noch lange nicht am Limit. Er kann, muss und wird noch mehr bringen.“

Jubel von Mark Janko und Marco Arnautovic

ORF.at/Christian Öser

Für Arnautovic sieht Koller eine rosige Zukunft im ÖFB-Team

Koller erwartet gegen defensive Rumänen ein Geduldspiel. „Wir wollen und müssen das Spiel machen. Dafür brauchen wir Ruhe, Geduld, Passqualität und Strafraumpräsenz. Dafür werden wir auch Risiko nehmen“, kündigte Koller an. „Wir werden pressen, das ist sicher“, lautete die Ankündigung von Arnautovic.

Junuzovic-Einsatz fraglich

Spielerisch der beste Österreicher gegen die Ukraine war Zlatko Junuzovic. Der Torschütze zum 1:0 ist allerdings für Dienstag wegen einer Muskelblessur im rechten Oberschenkel fraglich. „Er ist sehr agil, lauffreudig und ein hervorragender Techniker“, meinte Koller über den Wirbelwind von Werder Bremen. „Vom Gefühl her war das mein bestes Länderspiel“, sagte auch Junuzovic.

Der Ex-Austrianer hofft, dass er gegen die Rumänen von Beginn an dabei sein kann. „Ich glaube schon, dass es sich ausgeht. Die Tendenz ist positiv“, erklärte Junuzovic, der die Atmosphäre im Team als herausragend lobte: „So eine positive Stimmung und so ein gutes Gefühl habe ich selten erlebt. Wir trainieren super, aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Das Trainerteam leistet wirklich sensationelle Arbeit.“

Junuzovic ist überzeugt, dass er bereits vom Wechsel in die deutsche Bundesliga profitiert habe. „Ich bin menschlich und fußballerisch stärker geworden und gewachsen. Vielleicht spiegelt sich das auch auf dem Rasen wider und ich übernehme dadurch mehr Verantwortung. Aber ich weiß, dass ich noch viel an mir arbeiten muss und noch einen weiten Weg vor mir habe.“ Junuzovic sieht das ÖFB-Team gerüstet, um auch das Spiel machen zu können: „Wir haben genügend Spieler mit der nötigen individuellen Qualität drinnen.“

Rumänien im Aufwind

Bei Gegner Rumänien fehlen derzeit die ganz großen Namen wie in den erfolgreichen 1990er-Jahren mit Gheorghe Hagi oder Dorinel Munteanu. Die aktuellen Stars Adrian Mutu (aus disziplinären Gründen nicht im Kader) und Ciprian Marica (verletzt) sind gegen Österreich nicht dabei.

Dennoch befinden sich die Rumänen, die wie Österreich nicht für die EM qualifiziert sind, im Aufwind, gegen Griechenland (3:1), Turkmenistan (4:0), Uruguay (1:1) und die Schweiz (1:0) blieb die Auswahl von Teamchef Victor Piturca zuletzt viermal in Serie ungeschlagen. Das Ziel der Rumänen ist das gleiche wie jenes der Österreicher: die WM 2014 in Brasilien. In der Qualifikationsgruppe D trifft Rumänien auf die Niederlande, die Türkei, Ungarn, Estland und Andorra.

Nach dem gelungenen Einstand der weiß-schwarzen Auswärtstrikots im Heimspiel gegen die Ukraine greifen die Österreicher übrigens wieder auf ihre traditionellen rot-weiß-roten Heimdressen zurück.

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