Leichter Gegner für Salzburg
Meister Red Bull Salzburg steht in der zweiten Runde der Champions-League-Quali vor einer machbaren Aufgabe: Wie die UEFA-Auslosung am Montag ergeben hat, treffen die „Bullen“ auf den Sieger zwischen dem luxemburgischen Champion Dudelange und dem sanmarinesischen Meister Tre Penne. Die SV Ried muss in der Europa-League-Quali nach Weißrussland, die Admira gibt in Litauen ihr Europacup-Comeback.
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Für den F91 Dudelange ist bereits das Antreten in der Champions-League-Qualifikation ein Highlight. Der erst 1991 gegründete Verein geht zum sechsten Mal in eine Europacup-Qualifikation. Weit gebracht haben es die Luxemburger noch nie. Ähnlich gelagert ist die Ausgangslage beim zweiten potenziellen Salzburg-Gegner Tre Penne. Der Verein aus San Marino trat in den beiden Vorsaisonen jeweils in der Europa-League-Qualifikation an - und hatte mit einem Gesamttorverhältnis von 4:22 um den etwaigen Aufstieg nichts mitzureden.
Die Hinspiele in der zweiten Qualifikationsrunde gehen am 17./18. Juli über die Bühne, die Rückspiele steigen am 24./25. Juli. Die „Bullen“ treten zunächst auswärts an und empfangen den Außenseiter zum Rückspiel in Wals-Siezenheim. Der neue Salzburg-Coach Roger Schmidt geht gelassen in die Begegnungen: „Es gibt sicher stärkere Gegner. Wir sollten die Runde überstehen, aber das geht nur mit Respekt vor dem Gegner und dem Vertrauen in die eigene Stärke.“
In Runde drei warten härtere Aufgaben
Auf dem weiteren Weg Richtung Champions League wären für Salzburg Dinamo Zagreb, Helsingborg IF, Slovan Liberec, Partizan Belgrad oder CFR Cluj die auf dem Papier größten Brocken. Sollte die Red-Bull-Werkself in der Auftaktrunde scheitern, wäre das Europacup-Abenteuer zu Ende. Bei einem Out in der dritten Runde würde man in die Europa-League-Quali umsteigen, bei einem Scheitern in der vierten Runde dürfte man sich mit der EL-Gruppenphase trösten.
Die Salzburger wollen aber unbedingt in die Gruppenphase der Champions League: „Wir müssen alles investieren, um in die Gruppenphase zu kommen. Das ist die große Vision und Sehnsucht der Verantwortlichen“, so Schmidt.
Ried trifft auf Schachtjor Soligorsk
In der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation (19. und 26. Juli) bekommt es Cupfinalist Ried mit Schachtjor Soligorsk zu tun. Das Gründungsmitglied der 1992 aus der Taufe gehobenen weißrussischen Meisterschaft landete zuletzt zweimal in Folge auf Platz zwei in der Liga, größter Vereinserfolg war der Cupsieg 2004. 2008 schieden die Weißrussen in der zweiten Runde des UI-Cups gegen Sturm Graz aus (0:2 auswärts, 0:0 daheim).
Rieds Assistenztrainer Gerhard Schweitzer muss sich erst mit dem Gegner vertraut machen. Der Club sei eine „große Unbekannte“ für die Innviertler: „Sie haben eine Ganzjahresmeisterschaft, das ist sicher ein Vorteil für Soligorsk. Wir werden in den nächsten Wochen versuchen, ein Ligaspiel von Soligorsk live vor Ort zu beobachten.“ Dass die Anreise nach Weißrussland verhältnismäßig kurz ist, empfindet Schweitzer als Vorteil: „Da hätte es viel schlimmer kommen können.“
Admiras Europacup-Comeback in Litauen
Die Admira feiert ihr Europacup-Comeback nach 17-jähriger Absenz gegen den litauischen Verein Schalgiris Vilnius. Der dreifache Meister beendete die Saison als Vizemeister und Cupsieger. Die Premiere im Europa-League-Vorgänger UEFA-Cup gab der Club 1987 - als Vizemeister der damaligen Sowjetunion.
Admira-Trainer Dietmar Kühbauer empfindet das Los als „absolut in Ordnung“. Er wolle nun so schnell wie möglich Informationen über den Gegner einholen. In Erinnerung hat er den Club aus der Europacup-Saison 1988/89. Damals traf die Austria auf die Litauer - und schaffte nach einem 0:2 auswärts dank eines 5:2-Erfolges daheim den Aufstieg: „Ein tolles Spiel“, so Kühbauer, der damals bei der Admira als Spieler unter Vertrag stand.
Bleibt es bei der in der Auslosung festgelegten Spielreihung, treten sowohl Ried als auch die Admira zunächst auswärts an und bestreiten die Rückspiele vor heimischem Publikum.
Rapid steigt in dritter Qualirunde ein
Österreichs Vizemeister Rapid steigt als gesetzter Club erst in der dritten Runde (2. und 9. August) ein. In dieser Runde nicht mehr gesetzt wären Ried und die Admira, die dann etwa auf Inter Mailand, Liverpool, Olympique Marseille oder Athletic Bilbao treffen könnten. In der vierten und letzten EL-Qualirunde wäre dann auch Rapid nicht mehr gesetzt.
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