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Eine EM für alle Europäer

UEFA-Präsident Michel Platini hat für die EM 2020 mit einer revolutionären Idee überrascht. Anstatt in einem Land oder mit zwei Gastgebernationen zu spielen, schlug der Chef der Europäischen Fußball-Union ein Turnier in mehreren Staaten Europas vor.

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„Ich könnte mir die Euro 2020 in ganz Europa vorstellen. Man könnte in zwölf oder 13 Städten in ganz Europa spielen“, sagte Platini am Samstag in Kiew. Das UEFA-Exekutivkomitee werde darüber diskutieren und spätestens im kommenden Dezember oder Jänner eine Entscheidung treffen.

„Mir gefällt dieser Gedanke“

„Es ist nur eine Idee, wir werden eine offene Diskussion führen. Mir gefällt dieser Gedanke“, betonte der 57 Jahre alte Franzose am Tag vor dem EM-Finale zwischen Spanien und Italien im Olympiastadion der ukrainischen Hauptstadt.

Platini betonte, dass bei einer auf ganz Europa verteilten EM die finanziellen Lasten viel leichter zu verkraften wären. Tatsächlich müssen die EM-Gastgeber für Neubau oder Renovierung der Stadien, Umbauten bei Flughäfen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie weiteren Infrastrukturmaßnahmen zumeist tief in die Tasche greifen. „Wir werden keine neuen Flughäfen bauen müssen“, so der Franzose. Das sei in Zeiten der Wirtschaftskrise jedenfalls nicht unwesentlich.

Zuletzt nur Portugal als „Solist“

Bis vor zwölf Jahren war die seit 1960 stattfindende EM-Endrunde immer in einem Land ausgetragen worden, danach fand sie bei drei von vier Auflagen in zwei Nationen statt. Den Auftakt machten im Jahr 2000 Belgien und die Niederlande, vor vier Jahren waren Österreich und die Schweiz Gastgeber, nun sind es Polen und die Ukraine.

Die EM 2004 fand ausschließlich in Portugal statt, das kommende Turnier im Jahr 2016 wird nur von Frankreich veranstaltet. Was vier Jahre später passiert, steht derzeit noch in den Sternen. Vielleicht gibt es dann ja die „europäische“ EM.

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