Willkommener Ruhetag
Nur noch fünf Etappen trennen Bradley Wiggins von seinem ersten Sieg bei der Tour de France, und sein Vorsprung auf die Verfolger ist beruhigend groß. Doch der Brite wollte am Dienstag, dem zweiten Ruhetag bei der diesjährigen Tour, noch nicht an den kommenden Sonntag und die mögliche Triumphfahrt über die Champs-Elysees denken.
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„Ich schaue immer nur von Tag zu Tag“, so der 32-jährige Mann im Gelben Trikot, der den ersten britischen Gesamtsieg bei der Tour einfahren könnte. „Wenn man zu weit nach vorne blickt, vergisst man, was direkt vor einem liegt.“
Und da kommt auf den Führenden und die anderen Fahrer in den nächsten Tagen noch einiges zu: Am Mittwoch und Donnerstag stehen zwei schwierige Pyrenäen-Etappen auf dem Programm, am Samstag folgt das abschließende und vermutlich entscheidende Einzelzeitfahren. Wiggins führt 2:05 Minuten vor seinem Teamkollegen und Landsmann Christopher Froome. Dahinter folgen der Italiener Vincenzo Nibali (+ 2:23 Min.) sowie Vorjahressieger Cadel Evans (3:19).

AP/Laurent Cipriani
Die kommenden Tage werden keine Spazierfahrt
„Sind in einer guten Position“
Sollte nichts Außergewöhnliches passieren, dürfte Wiggins der Sieg aber nicht mehr zu nehmen sein. Bisher gab er sich in den Bergen keine Blöße, das Zeitfahren ist seine Spezialität. „Es ist ein Vorsprung da, aber es ist noch nicht vorbei“, so der Führende. „Aber wir sind in einer guten Position.“ Das erste Zeitfahren auf der neunten Etappe über 42 Kilometer hat er souverän gewonnen, am Samstag stehen den Fahrern 53 Kilometer bevor. „Es wird nicht leicht. Das letzte Zeitfahren bei der Tour ist nie mit dem in der ersten Woche zu vergleichen“, weiß Wiggins. Der Ruhetag käme da gerade recht. „Viele Fahrer sind schon müde, mehr geistig als körperlich.“
„Brads größter Rivale ist Brad“
Für Jonathan Vaughters, Teamchef bei Garmin-Sharp und ehemaliger Boss des jetzigen Sky-Fahrers Wiggings, kann sich der Brite nur selbst schlagen. Er habe dessen Gesamtsieg schon seit Monaten vorhergesagt - nicht nur, weil die Streckenführung auf ihn zugeschnitten sei. „Brads größter Rivale in diesem Rennen ist Brad in seinem eigenen Kopf. So lange er ruhig und fokussiert bleibt, wird er gewinnen.“
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