Themenüberblick

Pula einmal anders

Freiluftspiele in Fußballstadien oder in riesigen Football-Arenen in Nordamerika hat das Eishockey schon erlebt. Am Wochenende lädt Medvescak Zagreb in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) nun zu zwei Begegnungen an einer ebenfalls besonderen Spielstätte.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Kroaten absolvieren zwei Partien im römischen Amphitheater von Pula. In dem historischen Monument in der Hafenstadt an der Südspitze Istriens ist am Freitag Olimpija Ljubljana zu Gast, am Sonntag dürfen die Cracks der Vienna Capitals in der Arena ihr Können zeigen.

Große Herausforderung für Kühltechniker

Die Vorbereitungen laufen seit zwei Wochen auf Hochtouren, wobei das sommerliche Wetter am Mittelmeer die Arbeit nicht gerade erleichtert. Auf minus zwölf Grad soll die Eistemperatur gehalten werden, eine spezielle Folie soll das sechs bis acht Zentimeter dicke Eis bei Außentemperaturen um 25 Grad schützen. Daher ist nur eine einzige Trainingseinheit geplant. Zwei Kräne und 22 Lastwagen haben die für die „Gladiatorenspiele“ nötigen Geräte nach Pula gebracht.

Aufbau eines Eishockeyfeldes im Amphitheater von Pula

KHL Medvescak Zagreb

Eishockey in einer ganz besonderen Kulisse

„Nimm die Badehose mit“

7.022 Zuschauer werden im antiken Theater Platz haben. Ihnen soll nicht nur eine Show auf dem Eis geboten werden. Beim Amphitheater wurde eine Fanzone namens „Circus Maximus“ eingerichtet, in der für Unterhaltung gesorgt ist und in der die Besucher auch zu diversen Wettkämpfen aufgerufen sind. „Die Vorfreude ist riesig“, sagte Zagreb-Stürmer Dario Kostovic, der den Fans rät: „Nimm die Badehose mit.“

Das Amphitheater in Pula ist im 1. Jahrhundert nach Christi gebaut worden, als auch das berühmte Collosseum von Rom entstanden ist. In der Antike konnten in der Arena 20.000 Zuschauer Gladiatorenkämpfe besuchen, im Mittelalter fanden in dem Oval Ritterturniere statt. Auch heute noch wird das Theater für Veranstaltungen genutzt, Eishockey allerdings war bis vor kurzem dort kein Thema.

Die Doppelveranstaltung in Pula ist übrigens nicht das erste EBEL-Freiluftereignis. Im Jänner 2010 trafen der KAC und der VSV vor 30.500 Zuschauern im Klagenfurter Fußballstadion aufeinander. Und ein paar Wochen später gab es zwei Heimpartien von Zagreb gegen den VSV und die Vienna Capitals in der 4.500 Fans fassenden Salata-Freiluft-Arena.

Link: