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Nur eine Änderung im ÖFB-Teamkader

Das ÖFB-Nationalteam muss zumindest im ersten der beiden bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan noch auf David Alaba verzichten. Der Jungstar von Bayern München wurde nach seinem im Juli erlittenen Mittelfußknochenbruch von Teamchef Marcel Koller lediglich ab 13. Oktober auf Abruf nominiert.

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Im 23-Mann-Kader für die Spiele gegen Kasachstan (12. Oktober in Astana, 16. Oktober in Wien) gibt es nur eine Änderung gegenüber dem Auftakt der WM-Quali gegen Deutschland (1:2): Im Angriff ersetzt England-Legionär Andreas Weimann den diesmal nur auf Abruf nominierten Mattersburg-Stürmer Patrick Bürger. Für den 21-Jährigen von Aston Villa ist es die erste Einberufung ins A-Team.

Andreas Weimann (Aston Villa) im Spiel gegen Manchester United

GEPA/AMA sports/Matthew Ashton

Weimann hat sich in England ins Notizbuch von Teamchef Koller gespielt

Koller nominierte wie schon für das Deutschland-Spiel am 11. September neun Akteure aus der deutschen Bundesliga für seinen 23 Spieler umfassenden Kader. Neben Alaba stehen zudem auch Erwin Hoffer von Eintracht Frankfurt sowie die in der tipp3-Bundesliga engagierten Jungstürmer Deni Alar, Philipp Hosiner, Marcel Sabitzer und Rubin Okotie auf Abruf bereit.

Der Stürmer, der aus der „Tiefe“ kommt

Weimann war schon im Frühjahr ein Thema gewesen, damals aber wegen einer Knöchelverletzung außer Gefecht. „Weimann ist ein Stürmer, der das umsetzen kann, was wir als Philosophie bei unseren Stürmern sehen wollen“, so Koller. „Er ist einer, der weite Wege geht. Er kommt mehr aus der Tiefe und geht auch in die Tiefe.“

Viermal kam Weimann in dieser Saison in der Premier League bereits zum Einsatz, davon zweimal von Beginn an. „Er spielt in einer absoluten Topliga. Da ist es auch etwas schwieriger, ins Team zu kommen, als hier in Österreich“, erinnerte Koller. Das alleine habe aber nicht für Weimann und gegen Bürger gesprochen. Koller: „Es bringt vielleicht auch taktisch ein anderes Element.“

Mit Legionären zufrieden

Bürger sei ein ähnlicher Stürmertyp wie Marc Janko, der gegen Deutschland vorerst auf der Bank gesessen war. Janko spielte zuletzt erstmals von Beginn an für seinen neuen Club Trabzonspor. Koller hält dem Ex-Kapitän auch nach dessen Wechsel in die Türkei die Treue. „Er ist eine wichtige Person. Gegen Deutschland hat er noch nicht die Spielpraxis gehabt“, sagte der Schweizer. „Aber er hat schon bewiesen, dass er internationale Tore schießen kann.“ Elf sind es im Nationalteam - mehr als jeder andere Akteur im Kader.

Gefolgt wird Janko in der internen Schützenliste von Andreas Ivanschitz (zehn ÖFB-Tore), der am Wochenende mit zwei Assists für Mainz überzeugt hatte. Fast alle neun Deutschland-Legionäre im Kader erhielten zuletzt gute Kritiken. „Sie haben auch wirklich gut gespielt“, meinte Koller. „Das ist wichtig für das Selbstvertrauen und auch für den österreichischen Fußball, wenn man ihn im Ausland präsentiert.“ Der 19-jährige Raphael Holzhauser sei nach seinem Debüt in der Startformation von VfB Stuttgart aber noch kein Thema.

Almer unumstritten

Am Nummer-eins-Status von Torhüter Robert Almer ändert sich auch durch dessen Reservistenrolle bei Fortuna Düsseldorf nichts. „Solange er bei uns seine Leistung zeigt, sehe ich kein Problem“, sagte Koller. Ein Bundesliga-Spiel (elf Minuten nach Verletzung von Standardtorhüter Fabian Giefer) hat Almer bisher bestritten - weniger als Länderspiele.

Teamkader für Kasachstan-Spiele

Tor: Robert Almer (Fortuna Düsseldorf, 4 Länderspiele/5 Gegentore), Christian Gratzei (Sturm Graz, 10/21), Heinz Lindner (Austria Wien, 1/2)

Abwehr: Aleksandar Dragovic (FC Basel, 16 Länderspiele/0 Tore), Christian Fuchs (Schalke 04, 49/1), György Garics (Bologna, 28/1), Florian Klein (Red Bull Salzburg, 11/0), Emanuel Pogatetz (Wolfsburg, 49/2), Sebastian Prödl (Werder Bremen, 35/3), Franz Schiemer (Red Bull Salzburg, 23/4), Markus Suttner (Austria Wien, 4/0)

Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Mainz 05, 23/0), Guido Burgstaller (Rapid Wien, 5/0), Andreas Ivanschitz (Mainz 05, 57/10), Jakob Jantscher (Dynamo Moskau, 11/1), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen, 21/3), Veli Kavlak (Besiktas Istanbul, 19/1), Christoph Leitgeb (Red Bull Salzburg, 28/0), Yasin Pehlivan (Gaziantepspor, 17/0)

Angriff: Marko Arnautovic (Werder Bremen, 20/7), Martin Harnik (VfB Stuttgart, 32/7), Marc Janko (Trabzonspor, 28/11), Andreas Weimann (Aston Villa, 0)

Auf Abruf: Lukas Königshofer (Rapid Wien, 0); Martin Hinteregger (Red Bull Salzburg, 0), Manuel Ortlechner (Austria Wien, 8/0), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg, 2/0); David Alaba (ab 13.10.2012; Bayern München, 19/0), Thomas Hinum (Josko Ried, 0), Stefan Kulovits (Rapid Wien, 5/0); Deni Alar (Rapid Wien 0), Patrick Bürger (SV Mattersburg, 2/0), Erwin Hoffer (Eintracht Frankfurt, 28/4), Philipp Hosiner (Austria Wien, 1/0), Marcel Sabitzer (Admira Wacker Mödling, 1/0)

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