„Keine Weiterentwicklung“
Die Ära von Heinz Fuchsbichler als Trainer der SV Ried ist am Dienstag mit einer laut Clubaussendung „einvernehmlichen“ Vertragsauflösung zu Ende gegangen. Fuchsbichler hatte die Rieder nach dem Ende der vergangenen Saison übernommen - seine Amtszeit dauerte nur 148 Tage. Derzeit belegt der zweifache ÖFB-Cup-Sieger den fünften Tabellenplatz und zog vergangene Woche ins Cupviertelfinale ein.
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Am Sonntag waren die Rieder bei der Austria mit 1:6 untergegangen. In insgesamt 14 Bundesliga-Spielen unter Fuchsbichler stehen für die Oberösterreicher fünf Siege, zwei Remis und sieben Niederlagen zu Buche. Allerdings konnten nur zwei Heimspiele gewonnen werden, was den Verantwortlichen wohl sauer aufstieß. Der bisherige Assistenztrainer Gerhard Schweitzer übernimmt nun mit Michael Angerschmid vorerst die Aufgaben von Fuchsbichler, bis ein neuer Cheftrainer bestellt wird.

GEPA/Christian Ort
Heinz Fuchsbichler muss sich aus dem Innviertel verabschieden
Spielerischer Abwärtstrend soll gestoppt werden
„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht“, wird Manager Stefan Reiter in einer Presseaussendung vom Dienstagvormittag zitiert. „Wir haben die Situation analysiert und mit allen beteiligten Personen Gespräche geführt. Wir haben eine unbefriedigende sportliche Gesamtsituation.“ Der Tabellenplatz sei zwar auf den ersten Platz nicht so schlecht. „Es war in der Mannschaft aber keine spielerische Weiterentwicklung erkennbar“, so Reiter. „Tendenziell war in den vergangenen Monaten spielerisch ein Abwärtstrend festzustellen.“
Fuchsbichler kritisiert überzogene Erwartungen
Es habe unterschiedliche Auffassungen zwischen Fuchsbichler und dem Vorstand über die Gründe dafür gegeben. „Deshalb gab es den einstimmigen Beschluss, dass wir den Vertrag einvernehmlich auflösen“, erklärte Reiter. Fuchsbichler selbst hält wiederum die Ansprüche im Innviertel für unrealistisch. „Es gibt in Ried eine sehr hohe Erwartungshaltung von außen. Viele glauben, dass Ried auch heuer wieder ganz vorne mitspielen muss.“
Der Kader sei aber dünn, und man hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, sagte der Steirer, der am Dienstag seinen 45. Geburtstag begeht. „Natürlich war ich auch nicht zufrieden mit der sportlichen Situation“, gab Fuchsbichler zu. „Es gab immer wieder Rückschläge, wir sind nie in einen Lauf gekommen. Das überdeckt leider sehr viel.“ Seit der Ära von Paul Gludovatz sind die Rieder jedenfalls erfolgsverwöhnt. Unter dem nunmehrigen Hartberg-Trainer wurden 2010/11 der Cupsieg und die inoffiziellen Titel des Herbstmeisters und Winterkönigs geholt.
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