Finanzierung für Neubau fraglich
Bei Rapid hat in der Stadionfrage ein Umdenken eingesetzt. Eigentlich hätte das Hanappi-Stadion saniert und ausgebaut werden sollen, nun steht wieder ein Neubau im Raum. Grund dafür sind neueste Untersuchungen über den genauen Sanierungsbedarf. Dabei kam laut Clubpräsident Rudolf Edlinger heraus, dass die Förderung der Stadt Wien gerade einmal für eine Generalüberholung reicht.
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Die Stadt Wien würde die Sanierung und den Ausbau des Stadions in Hütteldorf mit 17,7 Millionen Euro fördern, was den neuesten Untersuchungen zufolge aber bei weitem nicht für eine Kapazitätserweiterung reichen würde. Diese wäre nach Angaben von Edlinger genauso teuer wie eine komplett neue Arena mit einem Fassungsvermögen von 25.000 bis 30.000 Zuschauern. Die Kosten dafür bezifferte der ehemalige Finanzminister auf 40 bis 45 Millionen Euro.
Millionenbetrag fehlt für Neubau
Geht es nach Edlinger, dann soll das 35 Jahre alte Hanappi-Stadion abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut werden. Die dadurch zu erwartenden bürokratischen Hürdenläufe könnten Edlingers Vorhaben jedoch verhindern oder zumindest empfindlich verzögern. „In einem Jahr müssen wir wissen, ob wir dafür die Baugenehmigung bekommen oder nicht“, sagte der 72-Jährige.
Selbst wenn die Stadt Wien - wie vom Rapid-Chef erhofft - dafür einige zusätzliche Millionen lockermachen sollte, fehlt dem Rekordmeister für dieses Projekt weiterhin ein hoher Betrag - zumal bisher keine privaten Investoren aufgetrieben wurden. Aufgrund der zu erwartenden höheren Einnahmen durch das neue Stadion hält es Edlinger für vorstellbar, dass der Verein einen Kredit zwischen zehn und 15 Millionen Euro aufnimmt - womit allerdings noch immer ein Millionenloch bleiben würde.
Stadt Wien erteilt Absage
Von der Stadt Wien kam am Freitag allerdings eine Absage an zusätzliche Förderungen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen sei die Summe in der Höhe von 17,7 Millionen Euro ohnehin beachtlich, der Verein müsse sich darum bemühen, Eigenmittel in Form von Sponsoren aufzustellen, hieß es gegenüber Radio Wien aus dem Büro von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ).
Rapid spielt auch 2013/14 im Hanappi-Stadion
Sollten tatsächlich eine Baugenehmigung eintrudeln und die finanziellen Mittel aufgestellt werden, könnte es schnell gehen: Edlinger schätzt die Bauzeit für die neue Arena auf ein Jahr. Errichtet werden könnte sie von jenem deutschen Unternehmen, das auch für die Stadien in Augsburg, Aachen und Dresden verantwortlich zeichnete.
Fix ist derzeit aber nur so viel: Durch die zumindest verschobene Sanierung der maroden Heimstätte wird Rapid die Saison 2013/14 nicht wie ursprünglich angekündigt im Happel-Stadion, sondern wieder im Hanappi-Stadion in Angriff nehmen.
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