Warten auf Untersuchungen
Lindsey Vonn muss wegen „heftiger Darmschmerzen“ weiter im Krankenhaus bleiben. Das teilte ihr Sprecher Lewis Kay am Dienstag mit. Die US-Amerikanerin müsse die Ergebnisse weiterer Untersuchungen abwarten. „Sie hat mir gesagt, dass sie sich nicht wohlfühle, überall Schmerzen hat und ihr alle Knochen wehtun“, erklärtes Vonns Servicemann Heinz Hämmerle.
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Zuvor hatte das US-Skiteam, das sich derzeit in Vail auf die anstehenden Nordamerika-Rennen vorbereitet, mitgeteilt, dass sich Vonn krank fühle und am Montag medizinischen Tests unterzogen habe. „Sie war bereits ein paar Mal im Spital, allerdings noch nie über Nacht“, so Hämmerle. „Auch die Betreuer wissen nicht, was los ist. Zunächst wurde das Training auf Montag verschoben, dann auf Dienstag. Jetzt sollen wir Ende der Woche wieder trainieren.“
Bereits in der vorigen Woche hatte sich Vonn nicht mehr wohlgefühlt. „Mir geht es nicht gut“, schrieb die US-Amerikanerin am 8. November via Twitter. Dank Hühnernudelsuppe und dem Sieg des Schweizer Tennisstars Roger Federer beim ATP-Masters in London über den Spanier David Ferrer ging es Vonn laut eigenen Angaben aber besser.
Verpatzter Saisonstart
Über das Wochenende dürfte sich der Zustand der 28-Jährigen jedoch wieder verschlechtert haben. Am Freitag musste Vonn bereits eine Werbeveranstaltung in Vail, an der sie hätte teilnehmen sollen, absagen. Schon der Start in die neue Saison verlief für die Amerikanerin nicht nach Wunsch. Beim Riesentorlauf in Sölden fabrizierte Vonn mit einem Ausfall im zweiten Durchgang eine Nullnummer.

APA/Hans Klaus Techt
Beim Weltcup-Auftakt in Sölden blieb die Titelverteidigerin ohne Punkte
Vonn hatte nach dem verpatzten Weltcup-Auftakt auf dem Rettenbachferner den Slalom im finnischen Levi am vergangenen Wochenende ausgelassen. Die Amerikanerin wollte sich auf die Heimrennen in Aspen (24./25. November) vorbereiten. Nun warf die Erkrankung Vonn in ihren Plänen zurück.
Kampfansage an Zweifler
Möglicherweise war auch der Hickhack um ihren geplanten Start in der Herren-Abfahrt von Lake Louise zu viel für die Gesundheit der Amerikanerin. Der internationale Skiverband hatte dem Plan Vonns mit Hinweis auf die Regeln, wonach „niemand berechtigt ist, an Rennen des anderen Geschlechts teilzunehmen“, eine Abfuhr erteilt. Die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin will sich mit der Entscheidung der FIS jedoch nicht abfinden.
Zuletzt überlegte Vonn den Gang vor Gericht. „Ich war mit der Entscheidung sehr unzufrieden und werde nicht aufgeben“, kündigte die 28-Jährige in einem Interview bei Eurosport.yahoo.de am vergangenen Freitag an. „Aktuell versuche ich, hier die Möglichkeiten auszuloten - muss ich vor Gericht gehen oder eine Art Petition einreichen. Momentan weiß ich nicht genau, was zu tun ist.“
Mit ihren Zweiflern, die die Aktion der Amerikanerin nur als PR-Gag abtun wollen, ging Vonn hart ins Gericht. „Die werden sich noch wundern“, wurde die 28-Jährige zitiert, „ich berate mich momentan mit Anwälten und investiere viel Zeit und Mühe. Es hat nichts mit einem PR-Gag zu tun. Ich brauche keine zusätzliche Aufmerksamkeit in den Medien. Das ist ein ganz persönliches Ziel von mir, und ich will sehen, wo ich im Vergleich mit den Männern stehe. Es ist der nächste Level.“
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