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Kampf um Punkte und Prämien

Die sportliche Bedeutung des Europa-League-Auswärtsspiels gegen Rosenborg Trondheim reduziert sich für Rapid vor allem auf die Möglichkeit zur Imagekorrektur. Die Wiener stehen als einziges Team der 48 Clubs umfassenden Gruppenphase nach vier Partien in Pool K noch immer ohne Punkt da - dieser Zustand soll laut Trainer Peter Schöttel am Donnerstag (19.00 Uhr, live in ORF eins) beendet werden.

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„Es nervt, dass wir ständig darauf angesprochen werden. Deswegen wollen und werden wir diesen Makel wegwischen“, versprach Schöttel. „Wir treffen auf einen Gegner auf Augenhöhe, gegen den wir in der Gruppe die größte Chance auf Punkte haben. Leverkusen und Charkiw sind außerhalb unserer Reichweite“, betonte der Coach der Hütteldorfer.

Europa League, Gruppe K

Donnerstag, 19.00 Uhr (live in ORF eins)

Rosenborg - Rapid

Trondheim, SR Mazeika (LTU)

Mögliche Aufstellungen:

Rosenborg: Hansen - Gamboa, Reginiussen, Strandberg, Dorsin - Svensson, Diskerud - Dockal, Elyounoussi, Fredheim Holm - Prica

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Wydra, Heikkinen - Trimmel, Alar, Burgstaller - Boyd

Hofmann und Ildiz fallen erneut aus

Zum „Spiel der Ehre“ wollte Schöttel das Duell mit Rosenborg dennoch nicht ausrufen. „Das wäre zu hochgegriffen. Wir haben uns ja bisher nicht unehrenhaft verhalten, sondern nur unsere Spiele nicht gewonnen“, erinnerte Schöttel.

Optimistisch stimmt den 45-Jährigen, dass sich die Personalsituation im Vergleich zum jüngsten Europa-League-Auftritt (0:3 vor zwei Wochen in Leverkusen) deutlich verbessert hat. Steffen Hofmann und Muhammed Ildiz fallen zwar weiterhin aus, mit Guido Burgstaller und Deni Alar hat der 45-Jährige aber zwei Schlüsselspieler wieder zur Verfügung. „Die beiden könnten gegen Rosenborg sehr wichtig werden“, meinte Schöttel und spielte dabei auf die Schnelligkeit des Duos an.

„Waren im Hinspiel überlegen“

Schöttel setzt vor rund 600 Rapid-Fans in Trondheim nämlich auf schnelle Gegenstöße - Räume dafür sollten genügend vorhanden sein. „Rosenborg spielt daheim ganz anders als auswärts und wird sehr initiativ agieren. Wenn wir gescheit sind, wird uns das zugutekommen“, glaubt der Rapid-Trainer.

Beim 1:2 im „Geisterspiel“ in Wien hatten die Norweger noch Rapid das Spiel überlassen und dank schwerer Abwehrfehler und eines vergebenen Alar-Elfmeters den Sieg eingefahren. „Wir waren im Hinspiel überlegen, haben aber zwei Geschenke verteilt. Die Aufarbeitung dieser Partie war schwierig, weil sie von Fans und Medien sehr schlecht bewertet worden ist, obwohl wir dominant waren“, erklärte Schöttel.

Rapid-Spieler Gerson im Spiel gegen Rosenborg Trondheim

ORF.at/Dominique Hammer

Rapid will die Fehler aus dem Heimspiel gegen Rosenborg nicht wiederholen

Für einen Sieg winken 200.000 Euro

Im Falle eines Erfolges im ersten Duell mit den Norwegern wäre Rapid in der Folge viel erspart geblieben, vermutete der Wiener: „Wenn uns da ein Sieg gelungen wäre, hätte der gesamte Herbst eine andere Entwicklung genommen.“ So aber wurden die Hütteldorfer von sportlichen Tiefschlägen und Fanprotesten gebeutelt, weisen in der Bundesliga mittlerweile neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Austria auf und spielen in der Europa League - wie die ebenfalls frühzeitig ausgeschiedenen Norweger - nur noch um Spesen.

Die finanziellen Nebengeräusche könnten für Rapid allerdings noch eine große Bedeutung haben. Ein Sieg in der Gruppenphase ist 200.000 Euro, ein Unentschieden immerhin noch die Hälfte wert. Dieses Geld wäre für die Grün-Weißen ein willkommenes Zubrot, um ihre Ankündigung einer qualitativen Verstärkung in der Winterpause tatsächlich wahrmachen zu können. Außerdem geht es nicht nur für Rapid, sondern auch für alle anderen heimischen Bundesliga-Vereine um den Erhalt des fünften Europacup-Startplatzes in der Saison 2014/15.

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