Was kommt noch?
Sebastian Vettel hat mit seinem dritten WM-Titel in Folge eindrucksvoll gezeigt, was in ihm steckt. Im Zuge der Siegesfeiern bei Red Bull hat Teamchef Christian Horner nun deutlich gemacht, dass er vom jüngsten Dreifachweltmeister der Geschichte noch einiges mehr erwartet.
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Bei der Feier am Dienstag im Red-Bull-Werk in Milton Keynes, bei der sich Vettel als fleißiger Autogrammschreiber erwies, war Horner voll des Lobes. „Ich denke, dass seine Erfahrung noch zunimmt. Er wächst auch als Person. Der beste Vettel kommt erst“, so der Brite über seinen 25-jährigen Musterschüler.
Der Teamchef vergaß aber auch nicht, die Zusammenarbeit im Rennstall zu loben, der sich bereits vor dem WM-Finale in Brasilien zum dritten Mal in Folge den Titel des Konstrukteursweltmeisters geholt hatte. „Das Team arbeitet fantastisch, wir haben tolle Teammitglieder und eine großartige technische Führung durch Adrian Newy. Was wir erreicht haben, ist phänomenal.“

APA/EPA/Srdjan Suki
Horner rechnet damit, auch 2013 die eine oder andere Dusche abzubekommen
Marko schließt nichts mehr aus
Dass die Erfolgsmannschaft von Red Bull zusammenbleibt und sich die Regeln kommendes Jahr nicht gravierend ändern, könnte ein zusätzliches Plus für Vettel sein. Das sieht auch Motorsportberater Helmut Marko so. „Vor vier Jahren, wenn mich jemand gefragt hat, ob wir ein Rennen gewinnen können, habe ich geantwortet: ‚Ja, das ist unser Ziel.‘ Aber dass wir dreimal Weltmeister werden ... da hätte ich jeden für verrückt erklärt. Aber jetzt schließe ich nichts mehr aus“, sagte Marko in ServusTV.
Vettel selbst wollte sich nicht festlegen. Er hoffe, dass er seinen schönsten Tag erst erlebt, wenn er 50 oder 60 Jahre alt ist: „Das Spannende ist, herauszufinden, was noch kommt“, sagte er der „Bild“-Zeitung.
Gehen Vettel die Gegner aus?
Bevor 2014 die große Motorenrevolution mit der Rückkehr der Turbotriebwerke ansteht, die alle Teams vor neue Herausforderungen stellen wird, könnte die Zahl von Vettels Herausforderern neben Ferrari-Dauerrivale Fernando Alonso im kommenden Jahr möglicherweise sogar kleiner werden.
Lewis Hamilton, Weltmeister von 2008 und im McLaren immerhin vierfacher Rennsieger in der abgelaufenen Saison, dürfte im Mercedes an diese Leistungen nur schwer anknüpfen können. Hamiltons Nachfolger, dem relativ unerfahrenen Mexikaner Sergio Perez (22), prophezeite sein Teamkollege Jenson Button bereits jetzt keine leichte Anfangszeit. Kimi Räikkönen, der WM-Dritte in seinem ersten Comebackjahr, könnte im Lotus aber gefährlich werden. Das Potenzial hat der Weltmeister von 2007 ohne Zweifel, und sein Team dank eines neuen Deals mit Coca-Cola womöglich auch das nötige Kleingeld im Duell der Getränkehersteller.
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