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0,22 Sekunden fehlen zum großen Glück

Tina Maze bleibt im Riesentorlauf der Damen unerreicht. Die Slowenin gewann am Sonntag auch den vierten Bewerb der WM-Saison und baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Als Zweite hinter Maze schwang die Niederösterreicherin Kathrin Zettel ab, der nur 0,22 Sekunden zum ganz großen Glück fehlten. Die Französin Tessa Worley komplettierte das Podest als Dritte (+ 0,40 ).

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Für Zettel war es nach zwei zweiten Plätzen in Sölden und Aspen, wo sie im Slalom auch für den bisher einzigen Sieg der Damen im WM-Winter gesorgt hatte, eine weitere Bestätigung ihrer aktuellen Topform. Anna Fenninger wurde als zweitbeste Österreicherin noch Vierte (1,16), Elisabeth Görgl wurde als Fünfte nach dem ersten Durchgang im Finale hingegen nach einem völlig verpatzten Lauf auf den enttäuschenden 28. Platz (14,61) durchgereicht.

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Zettel dagegen strahlte im Ziel. „Ich bin absolut happy und zufrieden, der zweite Platz ist wieder top. Und es wird nach vorne hin immer knapper“, lautete ihre Kampfansage an Maze, die von einem schweren Rennen sprach. „Ich kann nicht sagen, dass ich nicht gut drauf bin. Ich fahre im Moment sehr stark und fühle mich auch gut. Ich musste diesmal aber alles geben, denn es war ein sehr schweres Rennen.“

Maze setzt neue Maßstäbe

Maze gelangen als erster Rennläuferin nach Denise Karbon (27. Oktober 2007 bis 5. Jänner 2008) vier Riesentorlaufsiege en suite. Sie feierte ihren 16. Weltcup-Erfolg, den bereits zwölften im RTL, und baute ihre Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Als erste Slowenin in der Geschichte hat sie fünf Siege in einer Saison erreicht. Maze hat nun bereits 799 Zähler auf dem Konto, es folgen die Deutsche Maria Höfl-Riesch (468), die in Courchevel nicht über Rang 26 hinauskam, sowie Zettel (440). US-Star Lindsey Vonn (414) schied am Sonntag im ersten Durchgang aus.

Kathrin Zettel, Tina Mazeo und Tessa Worley auf dem Podest

APA/EPA/Guillaume Horcajuelo

Maze hat die mittlere Stufe auf dem Podium im RTL im Moment abonniert

Die Organisatoren hatten die Piste mit Wasser verhärtet, das Eis hielt den schweren Geräten, mit denen Sonntagfrüh der Neuschnee rausgebracht wurde, allerdings nicht überall stand. Die wärmeren Temperaturen trugen ihren Teil dazu bei, und so quälten sich die Rennläuferinnen beim Riesentorlauf-Premierenrennen auf Weltcup-Niveau in Courchevel über einen schönen und anspruchsvollen Hang durch einen Kurs, der ihnen alles an Kraft abverlangte.

Zettel: „Es war sauschwer“

Im ersten Lauf war auch Zettel (Dritte) noch nicht alles gelungen: „Es war sauschwer. Teilweise irrsinnig glatt, dann bricht’s und dann stehst im Sumpf draußen. Obwohl es ein rhythmischer Lauf ist, hat man keine Chance, einen Rhythmus zu kriegen", sagte sie und berichtete, bereits bei der Besichtigung vor dem ersten Durchgang Schläge gesehen zu haben.“ Man müsse gut über den Ski stehen und eine runde Linie wählen. „Mit dem Außenski in die Spuren rein und raufen bis zum Schluss.“

Fenninger verpasste das Podest zwar als Vierte, das gute Resultat stimmte sie aber zuversichtlich für kommende Aufgaben. „Im ersten Durchgang war es schwierig für mich, durch die Ausfälle zuletzt habe ich mich nicht getraut, zu riskieren. Mitten im Steilhang habe ich mir dann gedacht, das kann jetzt aber nicht sein. Und dann habe ich Gas gegeben. Im zweiten habe ich einiges besser gemacht, aber es geht sicher noch mehr“, meinte die Salzburgerin.

Auch Brem in den Top Ten

Eva-Maria Brem als 8. und Michaela Kirchgasser als 14. rundeten ein gutes rot-weiß-rotes Resultat ab. „Ich bin schon zufrieden, ich weiß, dass ich ganz vorne mitfahren kann, wenn ich keine Fehler mache. Heute waren ein paar dabei. Es war schwer, den Ski auf den Druck zu halten, weil es ihn immer wieder verschlagt“, sagte Brem. Kirchgasser verbesserte sich vom 26. auf den 14. Platz, ein schwerer Fehler im ersten Durchgang kostete viel Zeit. „Ich bin froh, dass es noch ein bisschen nach vor gegangen ist. Im zweiten habe ich mich mittendrinnen gefühlt wie ein Sprungbock, so herumgehüpft wie ich bin.“

Damen-Riesentorlauf in Courchevel

1. Tina Maze SLO 2:16,84
2. Kathrin Zettel AUT 2:17,06
3. Tessa Worley FRA 2:17,24
4. Anna Fenninger AUT 2:18,00
5. Frida Hansdotter SWE 2:19,00
6. Julia Mancuso USA 2:19,17
7. Irene Curtoni ITA 2:19,19
8. Eva-Maria Brem AUT 2:19,56
9. Mikaela Shiffrin USA 2:19,61
10. Ana Drev SLO 2:19,80
11. Dominique Gisin SUI 2:19,90
12. Manuela Mölgg ITA 2:20,01
13. Tanja Poutiainen FIN 2:20,35
14. Michaela Kirchgasser AUT 2:20,36
15. Viktoria Rebensburg GER 2:20,74
16. Stefanie Köhle AUT 2:21,05
17. Lara Gut SUI 2:21,16
18. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:21,23
19. Jessica Lindell-Vikarby SWE 2:21,31
20. Simona Hösl GER 2:21,51
21. Taina Barioz FRA 2:21,64
22. Lotte Smiseth Sejersted NOR 2:21,77
23. Nadia Fanchini ITA 2:22,20
24. Anne-Sophie Barthet FRA 2:22,31
25. Lena Dürr GER 2:22,47
26. Maria Höfl-Riesch GER 2:22,96
27. Adeline Baud FRA 2:23,04
Erster Durchgang:
1. Tina Maze SLO 1:10,03
2. Tessa Worley FRA 1:10,66
3. Kathrin Zettel AUT 1:10,72
4. Anna Fenninger AUT 1:11,36
5. Elisabeth Görgl AUT 1:11,66
6. Julia Mancuso USA 1:12,22
7. Irene Curtoni ITA 1:12,38
8. Manuela Mölgg ITA 1:12,49
9. Viktoria Rebensburg GER 1:12,50
10. Frida Hansdotter SWE 1:12,56
11. Ana Drev SLO 1:12,77
13. Eva-Maria Brem AUT 1:12,87
18. Maria Höfl-Riesch GER 1:12,98
19. Stefanie Köhle AUT 1:13,13
20. Mikaela Shiffrin USA 1:13,50
26. Michaela Kirchgasser AUT 1:14,11
39. Nicole Hosp AUT 1:16,58
Out u.a.: Marlies Schild, Ramona Siebenhofer (beide AUT), Lindsey Vonn (USA), Denise Karbon (ITA)
Zweiter Durchgang:
1. Mikaela Shiffrin USA 1:06,11
2. Michaela Kirchgasser AUT 1:06,25
3. Kathrin Zettel AUT 1:06,34
4. Frida Hansdotter SWE 1:06,44
5. Tessa Worley FRA 1:06,58
6. Anna Fenninger AUT 1:06,64
7. Eva-Maria Brem AUT 1:06,69
8. Maria Pietilä-Holmner SWE 1:06,70
9. Tina Maze SLO 1:06,81
. Irene Curtoni ITA 1:06,81
11. Julia Mancuso USA 1:06,95
13. Ana Drev SLO 1:07,03
18. Stefanie Köhle AUT 1:07,92
27. Maria Höfl-Riesch GER 1:09,98
Out: Elisabeth Görgl (AUT), Anemone Marmottan (FRA), Lisa Magdalena Agerer (ITA)

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