Große Kristallkugel als Ziel
Tina Maze hat am Sonntag in Courchevel ihren fünften Saisonsieg gefeiert, den vierten in ihrer Paradedisziplin Riesentorlauf. Die Slowenin will heuer die große Kristallkugel erobern und hat deshalb ihr Arbeitspensum in den Trainingsmonaten erhöht. „Ich wusste, ich muss siegen, siegen, siegen. Daran habe ich den ganzen Sommer gedacht, als ich hart gearbeitet habe“, sagte die Weltcup-Führende.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Maze reist mit 331 Punkten Vorsprung im Gesamtweltcup auf ihre erste Verfolgerin, die Deutsche Maria Höfl-Riesch, zu den Technikrennen in Aare. Natürlich spürt auch sie nach den vielen Bewerben und vielen Reisen die Müdigkeit in den Beinen, aber jetzt heißt es, die Poleposition zu verteidigen. „Es ist eine anstrengende Zeit und eine Herausforderung. Ich bin selbst von mir angetan, wie gut es läuft und wie gut ich in Form bin“, sagte die 29-Jährige.

APA/EPA/Christophe Karaba
Maze gewann alle vier Riesentorläufe und führt überlegen im Gesamtweltcup
„Es ist nicht so kompliziert“
Die Maze von heuer hat im Gegensatz zur Maze in den vergangenen Jahren den unbedingten Siegeswillen in sich. „Ich bin in den letzten Jahren auch gut gefahren, aber nicht gut genug, um zu gewinnen. Das habe ich geändert. Nichts weiter. Es ist nicht so kompliziert“, sagte die Slowenin mit einem Lächeln im Gesicht. Den Fokus auf ihre Spezialdisziplin hat sie dabei nie verloren, deshalb kommt sie mit dem Riesentorlauf-Material hervorragend zurecht: „Für den Ski brauchst du viel Kraft in den Beinen und eine gute Technik.“
Mazes Geheimnis heißt Selbstvertrauen
Die Österreicherin Eva-Maria Brem, am Sonntag Achte, ist ein Fan von Mazes Fahrweise. „Ich schaue ihr irrsinnig gerne zu, wenn sie Riesentorlauf fährt. Es ist toll, was sie zurzeit macht. Sie trifft einfach die Schwünge total gut, genauso wie Ted (Ligety, Anm.). Das ist eine Sache, die sehr viel mit Selbstvertrauen zu tun hat. Umso mehr Siege kommen, umso dominanter wird Tina noch“, glaubt die 24-jährige Tirolerin.
Unschlagbar ist aber auch Maze nicht, davon ist ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl überzeugt. „Im zweiten Durchgang hat sie sicher schon ein bisschen dosiert und nicht das Letzte rausgeholt. Aber es hat knapp gereicht. Sie wäre aber zum Erwischen gewesen, aber vielleicht gelingt es schon beim nächsten Rennen“, so seine Hoffnung.
Links: