Besseres Ende für Mainz
Auch Stevens-Nachfolger Jens Keller hat die Talfahrt von Schalke nicht stoppen können. Nach der Trennung von dem Ex-Salzburg-Trainer verabschiedeten sich die Gelsenkirchener mit einer Heimniederlage aus dem DFB-Pokal. Mainz dagegen zog erstmals seit 2008/09 ins Cupviertelfinale ein.
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Die „Knappen“ verloren am Dienstagabend gegen Mainz 05 mit 1:2 (0:1). Vor 54.200 Zuschauern in der Veltins-Arnea brachte Marco Caligiuri (30.) die Gäste in dem Bundesliga-Duell in Führung. Klaas Jan Huntelaar (75.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Nicolai Müller (83.) das Pokal-Aus der schwachen Schalker besiegelte. Christian Fuchs spielte bei Schalke durch, ebenso wie Julian Baumgartlinger bei Mainz. Sein Teamkollege Andreas Ivanschitz saß hingegen nur auf der Bank.

AP/Martin Meissner
Die Entscheidung: Nicolai Müller schießt Mainz in der 83. Minute zum Sieg
Umstellungen bringen Schalke nichts
Schalke ist nun seit sieben Spielen ohne Sieg - der bis zum Saisonende unter Vertrag stehende Keller wird viel Aufbauarbeit leisten müssen in der Weihnachtspause. Mainz dagegen singt und lacht nach dem Sprung ins Pokalviertelfinale. Auch wenn Trainer Thomas Tuchel nach einem wilden Protest gegen ein rüdes Foulspiel von Jermaine Jones auf die Tribüne verbannt wurde.
Schalkes neuer Trainer stellte Joel Matip, Atsuto Uchida, Christoph Moritz und überraschend Lewis Holtby nicht auf. Die routinierten Tranquillo Barnetta, Christoph Metzelder, Jermaine Jones und Angreifer Ciprian Marica standen in der Startelf. Der Rumäne stürmte neben Klaas Jan Huntelaar. „Ich erwarte, dass wir aggressiv sind und zu Hause zeigen, dass wir gewillt sind, das Spiel zu gewinnen“, sagte Keller vor dem Anpfiff. Doch daraus wurde nichts.
„Falsch und gelogen“
Auf der Gegenseite hatte Mainz-Coach Thomas Tuchel im Vorfeld der Pokalbegegnung die Gerüchte, er werde nach Saisonende neuer Schalke-Trainer, heftigst dementiert: „Das ist falsch und gelogen.“ Schon nach neun Minuten musste Tuchel den verletzten Slowaken Radoslav Zabavnik für Junior Diaz tauschen. Vorteile hatten zunächst die Schalker, die größte Chance allerdings die Mainzer. Nach einer Ecke stand Noveski (19.) völlig frei, doch sein Drehschuss ging knapp über das Tor.
Als nahe des Mittelkreises der Schalker Jones und der Mainzer Nicolai Müller nach einem Zweikampf liegen blieben, kam Adam Szalai an den Ball. Der Ungar spielte blitzschnell weiter auf den völlig frei stehenden Caligiuri, der dem verdutzten 04-Keeper Timo Hildebrand keine Chance ließ. Die Schalker gaben dann nach der Pause Gas.
Abwechslungsreiche zweite Hälfte
Nach einem Fuchs-Freistoß waren die Gäste kurz nach dem Wechsel im Glück. Dann war es der Niederländer Huntelaar, der knapp am Tor vorbei zielte. Pech für die Schalker, als sich der bis dahin beste Schalker Julian Draxler verletzte und in der 57. Minute durch Chinedu Obasi ersetzt werden musste.
Viel Glück hatte Jones nach einem Rot-verdächtigen Foulspiel gegen Torschütze Caligiuri. Es kam zur Rudelbildung auf dem Feld, Tuchel protestierte heftigst und wurde von Schiedsrichter Marco Fritz zu Recht auf die Tribüne geschickt. Der kurz danach eingewechselte Holtby belebte dann das Schalker Spiel.
„Wahnsinnig enttäuscht“
Zunächst vergab Obasi kläglich, dann spielte U21-Kapitän Holtby im Strafraum Marica frei, der Huntelaar sah. Eiskalt verwandelte der Niederländer - Schalke durfte hoffen. Doch dann war es der gerade eingewechselte Jan Kirchhoff, der den schon gegen Stuttgart zweimal erfolgreichen Nicolai Müller freispielte. Fuchs traf hingegen fünf Minuten vor Schluss mit einem sehenswerten Gewaltschuss aus 35 Metern nur die Latte.
„Wir sind wahnsinnig enttäuscht, dass wir nicht weitergekommen sind. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind in der zweiten Halbzeit bis an die Grenzen gegangen“, sagte Schalke-Coach Keller. Die Mainzer machten sich selbst ein Weihnachtsgeschenk. „Ich bin sehr, sehr glücklich und stolz auf die Mannschaft. Sie hat mit Leidenschaft und Herz gespielt“, so Trainer Tuchel.
Achtelfinale
| Schalke 04 |
FSV Mainz 05 |
1:2 |
| Karlsruher SC |
SC Freiburg |
0:1 |
| FC Augsburg |
Bayern München |
0:2 |
| Kickers Offenbach |
Fortuna Düsseldorf |
2:0 |
| VfL Wolfsburg |
Bayer Leverkusen |
2:1 |
| VfL Bochum |
1860 München |
3:0 |
| Borussia Dortmund |
Hannover 96 |
5:1 |
| VfB Stuttgart |
1. FC Köln |
2:1 |
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