Rapid mit neuer Motivation
Marcel Sabitzer hat am Dienstag die ersten Trainingseinheiten mit seinem neuen Verein Rapid absolviert. „Ich habe eine Riesenfreude“, betonte der 18-jährige Offensivspieler, für den sich mit dem Wechsel nach Hütteldorf ein Kindheitstraum erfüllte. „Schon als ich als Bub mit meinem Vater im Stadion war, wollte ich für Rapid spielen“, sagte der Ex-Admiraner.
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Der Sohn des früheren Salzburg- und GAK-Stürmers Herfried Sabitzer wurde von seinen neuen Kollegen - „eine geile Truppe“ - „gut aufgenommen“ und ist nun „gespannt auf die neuen Aufgaben“. „Die Zukunft ist grün-weiß und hat die Nummer 24“, sagte Rapids neuer Sportdirektor Helmut Schulte, als er Sabitzer gemeinsam mit Trainer Peter Schöttel das neue Trikot mit der Nummer des ehemaligen Rapid-Tormanns Helge Payer überreichte.

APA/Roland Schlager
Marcel Sabitzer bekam am Dienstag seine neue Arbeitskleidung überreicht
Sabitzer will sich „reinhauen“ und „aufdrängen“
In den kommenden Tagen stehen für die Hütteldorfer vormittags immer Laufeinheiten und am Nachmittag Techniktraining mit dem Ball auf dem beheizten Trainingsplatz vor dem Ernst-Happel-Stadion auf dem Programm.
„Ich werde mich in der Vorbereitung reinhauen und versuchen, mich in den Testspielen aufzudrängen. Wir werden dann sehen, ob mich der Trainer aufstellt oder nicht“, sagte Sabitzer, der überzeugt vom „großen Potenzial“ und den „tollen Fans“ seines neuen Arbeitgebers ist.
Derby erstes Match nach der Winterpause
Rapid überwintert als Tabellendritter, zehn Punkte fehlen auf den Erzrivalen und Tabellenführer Austria, der gleich zum Auftakt am 16. Februar bei den Hütteldorfern zu Gast sein wird. „Wir haben ein klares Ziel vor uns. Mit einem Sieg im ersten Spiel können wir viel Emotion bei unseren Fans freisetzen, deshalb ist es ein unheimlich wichtiges Spiel für uns“, betonte Schöttel.
Für eine erfolgreiche Aufholjagd „werden aber die ersten vier Spiele entscheidend sein“, weiß der 45-jährige Coach ebenso wie sein „Chef“ Schulte, dass auch die anschließenden Matches in Salzburg, zu Hause gegen Sturm und beim WAC gewonnen werden müssen, um die Titelchance zu wahren.
Schöttel glaubt an „Qualität“ der Mannschaft
Schöttel ist überzeugt, dass eine solche Siegesserie gelingen kann. „Ich glaube an die Qualität der Spieler, die im Herbst viel gelernt haben, aber auch viel durchmachen mussten“, erinnerte Schöttel an den durch die Europa-League-Teilnahme kräftezehrenden ersten Teil der Saison.
„Diese Doppelbelastung, die nur wir gehabt haben, fällt nun weg. Wenn auch die Austria, Salzburg und Sturm die Qualifikation für die Europa League geschafft und zehn Spiele mehr gehabt hätten, würde es in der Tabelle sicher anders ausschauen“, betonte der Wiener.
Drazan vor Abgang nach Kaiserslautern
Anders ausschauen könnte auch bald sein Kader, da Sabitzers bester Freund bei Rapid, Christopher Drazan, vom deutschen Zweitligisten Kaiserslautern umworben wird. „Ich gehe davon aus, dass wir bald wissen werden, ob er bei uns bleibt oder weggeht“, so Schöttel. Die vom ehemaligen Sturm-Erfolgscoach Franco Foda betreuten Lauterer liegen nach 19 Runden auf Platz drei, der über den Umweg Relegation für den Bundesliga-Aufstieg reichen könnte.
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