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Schmidt bleibt zuversichtlich

Sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Austria sind eine Menge. Im Lager von Titelverteidiger Red Bull Salzburg will man sich mit einem Vizemeistertitel aber noch lange nicht anfreunden. „Ich glaube daran, dass wir uns am Ende durchsetzen werden“, betonte Trainer Roger Schmidt.

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Der Deutsche hat auch schon ein Rezept gefunden, wie die Wiener noch zu überholen sind: „In den nächsten 15 Spielen müssen wir vier Punkte auf Austria Wien aufholen und dann das letzte Heimspiel gewinnen.“

Salzburg hofft auf Einbruch der Austria

„Unser Ziel ist jede Saison der Meistertitel. Ich will auch nicht anders denken, bin voll fokussiert darauf, die Meisterschaft zu gewinnen. Das ist das Wichtigste“, sagte auch der wieder fitte Dusan Svento. Der slowakische Allrounder war in der gesamten Herbstmeisterschaft aufgrund eines Kreuzbandrisses zum Zuschauen verdammt, jetzt brennt er darauf, mitzuhelfen den Abstand auf die Austria so schnell wie möglich zu verringern.

„Die Austria war eine Überraschung für mich, vielleicht können sie ihr Niveau nicht halten“, hoffte Svento auf einen Einbruch des Leaders. Der 27-Jährige ist auch weiterhin optimistisch: „Es wird interessant. Ich denke, wenn wir so spielen wie in den letzten fünf Monaten, werden wir sicher Meister.“

Salzburg will „ganz nach oben kommen“

Trainer Schmidt will sich zu 100 Prozent mit seiner Mannschaft beschäftigen und nicht auf die Konkurrenten schauen. Die Performance vom Herbst sei im Rückblick gesehen ganz gut gewesen. „Mit den ganzen Wechseln war alles nicht einfach. Trotz der Situation haben wir schnell zu einer Linie in unserem Spiel gefunden, Dinge super umgesetzt. Uns hat nur etwas die Konstanz gefehlt, sonst hätten wir ein paar Punkte mehr. Jetzt geht es darum, die noch fehlenden Punkte zu holen, um nach ganz oben zu kommen“, resümierte der Deutsche.

Salzburg-Trainer Roger Schmidt beim Training

GEPA/Felix Roittner

Salzburg-Trainer Roger Schmidt hat den Meistertitel noch nicht abgeschrieben

Der Titel und die erfolgreiche Verteidigung des Doubles sind aber nur die kurzfristigen Ziele der „Bullen“. Der Blick ist vor allem auch in die fernere Zukunft gerichtet. „Das mittelfristige Ziel ist eine andere Spielkultur zu zeigen, auf dem Platz etwas weiterzuentwickeln, und das nicht nur in der ersten Mannschaft. Das soll sich durch den ganzen Jugendbereich durchziehen“, sagte Schmidt. Ziel sei es, einen Fußball zu spielen, der hohen Wiedererkennungswert hat.

Schmidt hat langfristige Ziele

Vorbild ist dabei etwa Deutschlands Meister Borussia Dortmund. „Egal, zu welchem Heimspiel man geht, man wird dort immer den gleichen Fußball sehen“, sagte der Salzburg-Coach. Das sei aber auch beim BVB nicht von heute auf morgen gegangen. „Das hat sich in Dortmund auch erst entwickeln müssen, bis die Mannschaft dieses Niveau gehabt hat. Wenn man diesen Weg geht, braucht es auch ein bisschen Durchhaltevermögen. Das müssen die sportlichen Verantwortlichen auch immer im Auge behalten“, so Schmidt.

Die Mannschaft freundete sich im Herbst nach und nach mit der neuen Salzburger Spielphilosophie an. „Wenn man immer aktiv ist, kommt das der Mentalität und Qualität der Spieler sehr entgegen. Die Mannschaft ist mittlerweile so weit, dass sie auch selber so spielen würde, wenn sie es selbst entscheiden müsste“, sagte Schmidt.

Stimmung bei Salzburg gut

Auch sonst ist er mit der Entwicklung seiner Truppe sehr zufrieden. „Unsere Spielentwicklung ist mittlerweile sehr durchdacht. Wir sind sehr darauf aus, Tiefe zu suchen und schnell zum Torabschluss zu kommen. Unser Umschaltverhalten hat sich nach Ballgewinn deutlich sichtbar so entwickelt, dass wir wesentlich entschlossener und dynamischer zum Tor spielen“, fasste Schmidt zusammen. „Und ich glaube, dass wir im Verhalten bei Ballverlust, was Gegenpressing betrifft, unheimliche Fortschritte gemacht haben“, ergänzte er.

Die Stimmung innerhalb des Teams ist gut. „Ein Einzelner kann bei uns das nicht umsetzen, was wir spielen wollen. Bei uns geht alles über das Kollektiv“, betonte Schmidt, für den richtig gutes Pressing die beste Teambuildingmaßnahme ist. „Noch besser als jeder Klettergarten“, so Schmidt.

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