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Mainz erster Ansprechpartner

Österreichs Fußballer sind auf dem Transfermarkt begehrt wie schon lange nicht. Marko Arnautovic wurde heftig von Dynamo Kiew umworben, Aleksandar Dragovic steht laut Medien auf dem Wunschzettel von Atletico Madrid, und auch Andreas Ivanschitz ist eine Zutat in der Gerüchteküche. Den Legionär soll es von Mainz in die USA ziehen. Diesem Gerücht erteilt Ivanschitz aber eine Absage.

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Nach seiner Galavorstellung am vergangenen Spieltag der deutschen Bundesliga beim 2:2 gegen Schalke 04 mit Tor und Assist wurde das Interesse des 29-jährigen Burgenländers an der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) kolportiert. Ivanschitz’ Vertrag bei Mainz läuft im Sommer aus. Und Interesse an einem Wechsel in die USA besteht. „Es war immer ein Traum von mir, in den USA zu leben“, so Ivanschitz auf Nachfrage von ORF.at. Doch im Sommer 2013 wird die Übersiedlung nicht stattfinden.

„Fühle mich noch viel zu jung“

„Der Zeitpunkt wäre jetzt der falsche“, sagte Ivanschitz, „ich fühle mich noch viel zu jung und zu gut in Form.“ Grund ist vor allem die Distanz zwischen den USA und Europa - Stichwort Nationalteam. Ivanschitz will sich mit der ÖFB-Mannschaft den Traum von der WM 2014 in Brasilien erfüllen. Und er möchte auch bei der EM 2018 in Frankreich mit von der Partie sein. Ein Gastspiel in Übersee könnte ihn schnell vom Radar von Teamchef Marcel Koller verschwinden lassen, so die Befürchtung.

Andreas Ivanschitz (Mainz) jubelt mit seinen Teamkollegen

dapd/Torsten Silz

Zuletzt gegen Schalke hatte Ivanschitz viel Grund zu jubeln

„Meine Ziele sind in der MLS sicher schwerer zu verwirklichen. Dafür bin ich noch viel zu ehrgeizig“, so Ivanschitz, der zuletzt gegen Schalke vom Fachmagazin „kicker“ zum Spieler der Partie gewählt wurde. Noch fühlt sich der Burgenländer stark genug für einen Stammplatz in einer der stärksten Ligen der Welt - und dazu zählt die Major League Soccer, trotz Aufschwungs, für Ivanschitz noch nicht.

Anfragen anderer Clubs

Erster Ansprechpartner für einen neuen Vertrag ist laut Ivanschitz sein aktueller Arbeitgeber. Mit den Mainzern gab es bisher ein Gespräch. Mehr als die grundsätzliche Bereitschaft, den Vertrag zu verlängern, kam dabei aber nicht heraus. Ivanschitz gehört heuer zu den Stützen der Mainzer. Bisher erzielte der 29-Jährige, trotz seiner in deutschen Medien oft kritisierten Abschlussschwäche, fünf Treffer.

Aufgrund seiner Vertragssituation, Stichwort ablösefrei, gibt es Interesse von anderen Clubs, aber keine konkreten Angebote. Ivanschitz strebt jedenfalls einen längerfristigen Vertrag an. Augenmerk liegt bei den Verhandlungen laut eigener Aussage vor allem auf dem „Gesamtpaket und den Perspektiven“. Mit Mainz, derzeit Tabellensiebenter, liegt Ivanschitz noch auf Tuchfühlung zu den Europacup-Plätzen. In den kommenden Wochen sollen weitere Verhandlungen mit Mainz auf dem Programm stehen.

Davor gilt die Konzentration jedoch der Meisterschaft. Am Samstag empfängt Mainz zu Hause den VfL Wolfsburg. Neben Ivanschitz wird auch Julian Baumgartlinger bei den Mainzern im Mittelfeld wieder gesetzt sein. Gelingt Erstgenanntem eine Vorstellung wie gegen Schalke, dürfte das seine Position in den Verhandlungen um einen neuen langfristigen Vertrag mit Sicherheit stärken.

Karl Huber, ORF.at

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