Nur von Frankreich geschlagen
Das ÖSV-Duo Wilhelm Denifl und Benhard Gruber hat die WM-Silbermedaille im Team-Sprint der Nordischen Kombinierer gewonnen. Die Österreicher mussten sich am Samstag nur den Franzosen Jason Lamy Chappuis und Sebastien Lacroix geschlagen geben, Bronze ging an Tino Edelmann und Eric Frenzel aus Deutschland.
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Bei der WM-Premiere dieses Bewerbs (je ein Sprung und je fünfmal 1,5-km-Langlauf) hatten Gruber, der WM-Zweite der Einzel-Konkurrenz, und Denifl, Team-Weltmeister von Val di Fiemme 2003, 16,6 Sekunden Rückstand auf Frankreich. Lamy Chappuis holte gemeinsam mit Lacroix schon seine dritte Goldmedaille in Lago di Tesero. Für den ÖSV war es schon die sechste Medaille bei den 49. Titelkämpfen nach zuvor viermal Silber und einmal Bronze.

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Denifl bei der Übergabe an Gruber
Als Dritte nach dem Springen waren die Österreicher 25 Sekunden hinter den führenden Deutschen in die Loipe gegangen. Gruber schloss als Startläufer gleich zu den Japanern auf, von hinten kamen die nach dem Springen viertplatzierten Franzosen heran - Lacroix schloss auf und nahm mit Denifl die Verfolgung von Edelmann auf, den sie wenig später einholten. Ein Sturz Edelmanns beraubte die Deutschen in der Folge ihrer Goldchance und machte zugleich den Weg zu Silber für Österreich frei. Denn die Franzosen waren für Denifl und Gruber außer Reichweite.
„Es war brutal schwer“
„Ich bin mit der Skispitze an einem Schneebuckel hängengeblieben. Das war unnötig und meine Schuld. In diesem Moment ist für mich die Welt zusammengebrochen, man sieht Gold und Silber zerplatzen“, berichtete Edelmann. Gruber hatte das Missgeschick gar nicht mitbekommen. „Ich war so drinnen in der Konzentration. Ich habe dann nur gesehen, dass sich Jason (Lamy Chappuis) und ich das vorne ausmachen werden. Ich habe geschaut, dass ich relativ viel Vorsprung raushole. Dann war ich über der Ziellinie und habe gedacht, wir haben es geschafft“, freute sich Gruber.

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Das ÖSV-Duo überglücklich im Ziel
Denifl konnte sein Glück kaum fassen. „Ich habe mit vielem gerechnet“, erklärte Denifl, „aber dass ich hier vier Einsätze bekomme und jetzt die Silbermedaille noch als Draufgabe, das ist unendlich geil. Es war brutal schwer, man musste von Anfang an Druck machen, ich wusste, den Japaner kann man einholen. Und wenn wir super laufen, können wir um eine Medaille mitlaufen.“ ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen sagte: „Ich bin mächtig stolz. Großes Lob und Dank an Serviceleute und Betreuer. Nach dem Springen hat es nicht so optimal ausgeschaut. Dass wir es wieder über das Laufen machen, war ein Wahnsinn.“
Kombi-Teamsprint Großschanze
| Endstand (je ein Sprung und je 5 x 1,5 km Langlauf): |
| 1. |
Frankreich |
Jason Lamy Chappuis, Sebastien Lacroix, |
35:37,9 |
4/1* |
| 2. |
Österreich |
Bernhard Gruber, Wilhelm Denifl |
+ 16,6 |
3/4 |
| 3. |
Deutschland |
Tino Edelmann, Eric Frenzel |
43,9 |
1/7 |
| 4. |
Japan |
Akito Watabe, Taihei Kato |
44,5 |
2/6 |
| 5. |
Norwegen |
Mikko Kokslien, Magnus Moan |
1:03,3 |
5/5 |
| 6. |
USA |
Bill Demong, Taylor Fletcher |
1:24,6 |
10/2 |
| 7. |
Italien |
Armin Bauer, Alessandro Pittin |
1:53,5 |
13/3 |
| 8. |
Tschechien |
Miroslav Dvorak, Pavel Churavy |
1:55,7 |
6/9 |
| 9. |
Slowenien |
Mitja Oranic, Marjan Jelenko |
2:00,1 |
7/8 |
| 10. |
Estland |
Han-Hendrik Piho, Kail Piho |
3:14,0 |
9/10 |
| 11. |
Finnland |
Ilkka Herola, Janne Ryynänen |
3:39,6 |
8/11 |
| Überrundet und out: |
| 12. |
Schweiz |
Seppi Hurschler, Tim Hug |
|
14/12 |
| 13. |
Russland |
Ernest Jahin, Ivan Panin |
|
12/13 |
| 14. |
Ukraine |
Viktor Pasischnyk, Witali Kalinitschenko |
|
11/14 |
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