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Gänsehautfaktor in Planica

Den Rekord von Matti Nykänen zu brechen und Olympia 2014 in Sotschi hat Gregor Schlierenzauer vor der Saison im Interview mit ORF.at als die nächsten großen Ziele in seiner einzigartigen Karriere angeführt. Mit mittlerweile 50 Weltcup-Siegen hat der der 23-jährige Tiroler den ersten Punkt eindrucksvoll erledigt. Bis zum Angriff auf sein erstes Olympiagold im Einzel hat er noch zehn Monate Zeit.

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Mit zwei Kristallkugeln in Händen stand Schlierenzauer nach dem abschließenden Skifliegen am Sonntag in Planica auf dem Podest. „Ich habe sehr hart darauf hingearbeitet. Wenn es dann eintritt, ist das ein einzigartiges Gefühl. Es läuft einem die Gänsehaut und drückt einem die Tränen in die Augen“, schilderte der Stubaier seine Gefühle bei der österreichischen Bundeshymne.

Gregor Schlierenzauer

APA/EPA/Grzegorz Momot

Gregor Schlierenzauer an der Spitze

Lohn für harte Arbeit

„Es war eine unglaubliche Saison mit extremer Konstanz - eine Saison der Rekorde“, blickte der dreifache WM-Medaillengewinner von Val di Fiemme stolz auf den Winter zurück. Dass aus WM-Gold in den Einzel-Bewerben nichts geworden ist, kann Schlierenzauer heuer wohl locker verschmerzen.

„Ich bin belohnt worden für die harte Arbeit. Ich danke allen, die mir geholfen haben, weil es ohne sie nicht möglich gewesen wäre“, vergaß er nicht auf Familie, Trainer und sein Team. „Die Dichte ist sehr groß. Die anderen Nationen arbeiten auch sehr gut“, antwortete Schlierenzauer auf die Frage, wie sich Norwegen im letzten Moment noch den Nationencup schnappen konnte. „Sie haben aufgeholt. Dass heuer einmal Norwegen gewonnen hat, tut dem Skispringen gut.“

Kampfansage von ÖSV-Cheftrainer

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner freute sich mit Weltcup-Sieger Schlierenzauer, musste nach seiner neunten Saison als Chefcoach aber auch Aufholbedarf in einigen Bereichen einräumen.

„Es ist immer schön, wenn man zwei Weltcup-Kugeln in die Mannschaft holt, Gratulation an den Gregor. Mit dem Nationencup hat es diesmal ganz knapp nicht hingehaut, sechs Punkte sind ganz, ganz wenig. Die haben wir mit Sicherheit nicht nur heute verloren, da muss man schon auf vier Monate zurückblicken, da hat man die sechs Punkte mehr als oft genug liegen gelassen“, meinte Pointner.

Der Einbruch der Leistungsträger Thomas Morgenstern und Andreas Kofler sei ein Grund für den Verlust der Team-Wertung. „Sie haben ihr Potenzial nach starkem Beginn nicht ausschöpfen können. Da war ein großer Leistungseinbruch da, das werden wir genau analysieren“, meinte Pointner, der aufgrund des nicht geschafften Nationencup-Erfolges ein Zusammenrücken der ganzen Mannschaft erwartet. „Da können sich die anderen Nationen wieder anschnallen.“

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