Neuanfang steht im Raum
Die Buffalo Sabres und Thomas Vanek stehen in der National Hockey League (NHL) vor entscheidenden Tagen. Den Sabres droht so wie im vergangenen Jahr das vorzeitige Saisonende. An den Ufern des Eriesees steht ein Neuanfang im Raum. Und der könnte ohne Vanek über die Bühne gehen. Denn der 29-Jährige, dessen Vertrag 2014 ausläuft, will zwar in Buffalo bleiben, aber nicht um jeden Preis.
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Zwölf Spiele sind in der nach dem „Lock-out“ verkürzten Saison zwar noch zu spielen, die letzten Partien geben jedoch wenig Grund zur Hoffnung. Am Ostersonntag mussten sich die Sabres den Boston Bruins zuhause ohne ihren verletzten Torjäger Vanek mit 0:2 geschlagen geben und sehen den achten und letzten Play-off-Platz damit weiter nur aus der Ferne. Drei Punkte fehlen Buffalo, was nicht nach viel klingt, aufgrund der fehlenden Konstanz jedoch schwer wiegt. In Buffalo könnten daher vorzeitig die Weichen auf Neuanfang gestellt werden.
Richtung ist entscheidend
Am Mittwoch endet in der NHL die Transferzeit und Vanek, Kapitän Jason Pominville sowie Torhüter Ryan Miller sind attraktive Tauschobjekte. Auch bei Pominville und Miller läuft der Vertrag nach der kommenden Saison aus. Dass alle drei Topverdiener darüber hinaus an die Sabres gebunden werden, darf bezweifelt werden. Sollte Buffalo heuer einen Neuaufbau starten, würde jeder des Trios den Sabres im Gegenzug hohe Drafts oder gute junge Spieler einbringen. General Manager Darcy Regier hatte bereits erklärt, dass man für alle Angebote offen sei.

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Die Wege von Vanek (r.) und Pominville könnten sich nach der Saison trennen
Vanek selbst will seine Zelte in Buffalo, wo seine erfolgreiche NHL-Karriere startete, jedoch nicht unbedingt abbrechen. „Ich würde wirklich gerne bleiben. Ich mag diese Gegend und habe meine Familie hier aufgebaut“, sagte der 29-Jährige gegenüber den „Buffalo News“. Entscheidend ist jedoch der Kurs, den Teambesitzer Terry Pegula und Manager Regier einschlagen. Denn von null will der mittlerweile als Routinier geltende Torjäger nicht beginnen.
„Ich würde gerne wissen, in welche Richtung es geht. Wenn es eine Umbauphase von einem Jahr gibt, dann ist es okay, aber wenn es einen Zwei- oder Dreijahresplan gibt, dann würde man sich möglicherweise umschauen“, wird Vanek zitiert. Sprich: Verstärkt Buffalo seinen Kader im kommenden Sommer, um bereits im Herbst voll angreifen zu können, ist Vanek zum Bleiben bereit. Wird der Stanley Cup erst wieder in drei Jahren ernsthaft in Angriff genommen, will der 29-Jährige weg.
Zeichen stehen auf Umbau
Den Stanley Cup hatte Vanek bisher vor jeder Saison als sein großes Ziel angegeben, mit Buffalo kam er dem Silberpokal aber nur in seinen ersten Jahren in der NHL nahe. Seit dem Conference-Finale 2007 haben die Sabres keine einzige Play-off-Runde überstanden, viermal in den vergangenen sechs Jahren wurde das Play-off überhaupt verpasst. Während die Konkurrenz in der Eastern Conference, wie etwa die Pittsburgh Penguins oder Boston Bruins, den Cup bereits in Händen halten durften, treten die Sabres auf der Stelle.
Dass große Veränderungen anstehen, zeigte sich bereits am 20. Februar, als Langzeittrainer Lindy Ruff nach 16 Jahren seinen Hut nehmen musste. Am Osterwochenende wurde zudem mit Verteidiger Jordan Leopold ein prominenter Name an die St. Louis Blues abgegeben. Ein Kaliber wie Vanek könnte auf dem Transfermarkt einen noch höheren Preis erzielen. Der 29-Jährige ist mit 16 Toren und 17 Assists noch immer bester Scorer der Sabres, obwohl er heuer bereits sieben Spiele mit Verletzungen pausieren musste.
„Wenn es passiert, passiert es“
Mit Transfergerüchten will sich Vanek aber nicht beschäftigen. Sollte das Management sein bestes Pferd im Stall für einen Neustart eintauschen, würde sich der Stürmer fügen. „Man denkt jedes Jahr daran, aber heuer vielleicht noch ein bisschen mehr“, sagte Vanek, „aber es ist Teil des Geschäfts, und man kann es nicht kontrollieren. Wenn es passiert, passiert es, und man muss weitermachen. Entweder ich werde alles geben, um meinem neuen Team zu helfen, oder ich mache hier das, was ich die vergangenen acht Jahre gemacht habe.“
In Buffalo hat der 29-Jährige seinen Platz im Geschichtsbuch der Sabres bereits jetzt sicher. Mit 246 Toren in 576 Spielen im Grunddurchgang ist der Teamstürmer schon der siebentbeste Torschütze der Clubgeschichte. Mike Foligno (247), Craig Ramsay (252) und Danny Gare (267) wären heuer oder in der nächsten Saison in Reichweite. Noch ist alles Spekulation. Denn ein Gespräch mit Teambesitzer oder General Manager hatte Vanek laut eigener Aussage noch keines.
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