Niederlage schmeckte wie Sieg
Ein Spiel im Penaltyschießen zu verlieren, zählt normalerweise nicht zu den schönsten Erlebnissen eines Eishockeyprofis. Für Michael Grabner und die New York Islanders fühlte sich das 3:4 nach Shoot-out bei den Carolina Hurricanes am Dienstag (Ortszeit) aber wie ein Sieg an. Da die Winnipeg Jets zeitgleich gegen Washington verloren, war die Play-off-Teilnahme für Grabner und Co. in trockenen Tüchern.
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Zum ersten Mal seit der Saison 2006/2007 schafften es die Islanders, die Regular Season unter den Top Acht der Eastern Conference zu beenden. Für Grabner ist es das zweite Play-off seiner Karriere. Vor drei Jahren absolvierte er für die Vancouver Canucks neun Spiele in der Postseason und schoss dabei auch ein Tor. In Carolina ging Grabner diesmal als Scorer leer aus. Zwei Partien vor Schluss hält der 25-Jährige bei 16 Treffern und fünf Assists.

APA/AP/Gene Puskar
Vanek mit Doppelpack und Assist
Vier Saisontore mehr als sein Landsmann hat Buffalo-Goalgetter Thomas Vanek auf dem Konto. Beim 4:2-Auswärtssieg über die Pittsburgh Penguins erzielte der Steirer den ersten (13. Minute) und letzten Treffer (59./empty net) der Gäste. Vanek liegt damit in der ewigen Torschützenliste der Sabres zwei Treffer hinter dem fünftplatzierten Craig Ramsay. Er bereitete mit seinem 20. Assist auch den Treffer von Jochen Hecht zum 2:1 vor.
Für den 29-jährigen Vanek ist es bereits die achte Saison in Serie, die er mit 20 oder mehr Toren beendet. Heuer ist das umso höher einzuschätzen, als die NHL nach dem Lock-out erst im Jänner begann und nur 48 Spiele im Grunddurchgang angesetzt wurden. Das Play-off hat Buffalo deutlich verpasst. Vanek wird daher bei der im Mai stattfindenden A-WM für Österreich spielen.
Vorfreude bei Grabner und Co.
Dass diese Möglichkeit für Grabner nicht mehr besteht, wird der Villacher angesichts der kommenden Play-off-Serie leicht verkraften. „Es eröffnet uns eine Riesenchance. Es bringt Spannung und eine große Herausforderung, und dafür spielen wir“, sagte Islanders-Goalie Jewgeni Nabokow, nachdem er gegen die Hurricanes 29 von 32 auf sein Tor abgefeuerte Schüsse entschärft hatte. „Für einige in unserem Team ist das eine neue Situation, aber das muss kein Nachteil sein“, so Nabokow. „Wir haben einiges erreicht, werden uns jetzt aber nicht zurücklehnen.“

ApA/AP/Gerry Broome
Michael Grabner gab gegen Carolina drei Torschüsse ab
Den entscheidenden Wendepunkt hatte Trainer Jack Capuano mit den Islanders vor genau einem Monat geschafft, als man gegen die Pittsburgh Penguins gerade die dritte Niederlage en suite erlitten hatte. Seither punktete man in 14 von 15 Partien - elf wurden gewonnen, drei erst in der Overtime bzw. im Shoot-out verloren. „Die Spieler haben an einander und an sich selbst geglaubt“, nannte Caouano das Erfolgsrezept. „Wir haben die Nerven bewahrt und herausgefunden, was es von jedem Einzelnen braucht, um die Spiele zu gewinnen.“
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