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Auch Elia fliegt aus Kader

Marko Arnautovic hat seiner Biographie als „Bad Boy“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Der 24-jährige Wiener wurde gemeinsam mit seinem Teamkollegen Eljero Elia von Werder Bremen suspendiert. Grund: Arnautovic war in der Nacht auf Freitag um 3.13 Uhr auf einer Autobahn Richtung Bremen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit einer Polizeistreife ins Netz gegangen.

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Arnautovic soll in seinem Porsche rund 50 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs gewesen sein. Alkohol war laut Angaben der Polizei nicht im Spiel. Gegen den Österreicher wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. „Von anderen Verfahren ist mir derzeit nichts bekannt“, sagte ein Polizeisprecher.

Eljero Elia (Werder)

APA/EPA/Carmen Jaspersen

Auch Elias Werder-Trikot bleibt vorläufig in der Kabine hängen

Kurz nachdem Arnautovic von der Autobahnpolizei angehalten worden war, stoppte auch Elia seinen Bentley und zettelte zusammen mit seinem Teamkollegen und weiteren vier Personen einen Streit mit den Beamten an. „Weil diese Personen sich aggressiv verhalten haben, wurden zur Verstärkung Kollegen aus Niedersachsen angefordert“, bestätigte ein Polizeisprecher.

„Unprofessionelles Verhalten“

Der Wiener und sein niederländischer Teamkollege, der hinter Arnautovic unterwegs war, wurden mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb von Werder suspendiert. „Wir sind zutiefst enttäuscht. Wir brauchen Spieler, die sich zu 100 Prozent mit ihrem Beruf und der Aufgabe beim SV Werder beschäftigen“, so Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin auf der Vereinshomepage. „Wer zwei Tage vor einem wichtigen Spiel um drei Uhr nachts noch auf der Autobahn unterwegs ist, bei dem kann das nicht der Fall sein.“

Gerade Arnautovic war in der Vergangenheit abseits des Platzes immer wieder negativ aufgefallen. Im Umgang mit der Polizei war der 24-Jährige bereits im Vorjahr nach einem verbalen Foul zum Rapport bestellt worden. In Wien beleidigte er einen Beamten („Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen“), der ihn bei einer Verkehrskontrolle angehalten hatte. Der „Bad Boy“ entschuldigte sich danach für sein Verhalten.

Schaaf angezählt

Werder Bremen, seit neun Spielen sieglos, trifft am Samstag auf Bayer Leverkusen. „Wir müssen ein deutliches Zeichen setzen“, so Eichin. Auch Trainer Thomas Schaaf steht hinter der Entscheidung. „Wir können ein solch unprofessionelles Verhalten in der Vorbereitung auf unsere Partie in Leverkusen nicht tolerieren und stellen die Spieler frei, bis die Situation mit den Beteiligten in Ruhe geklärt werden kann“, so Schaaf.

Für den Trainer könnte das Spiel gegen Leverkusen bereits das letzte nach 14 Jahren auf der Werder-Bank sein. Nach dem 0:3 am vergangenen Spieltag gegen den VfL Wolfsburg erhielt Schaaf zwar noch einmal Rückendeckung seitens des Managements, bei einem weiteren lustlosen Auftritt droht jedoch der Rauswurf. „Die Mannschaft ist jetzt gefragt. Ich sage nicht, dass wir auf jeden Fall drei Punkte holen wollen. Ich will aber ein Team sehen“, so Eichin.

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