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Wichtige Spiele für den „Ligarest“

Sportlich, wirtschaftlich und medial erdrücken Bayern München und Borussia Dortmund derzeit den fast schon bemitleidenswerten „Rest“ der deutschen Bundesliga. Festspiele in der Champions League gegen den FC Barcelona und Real Madrid, Großangriff der Bayern auf den BVB mit der Verpflichtung von Mario Götze und vielleicht auch Robert Lewandowski rückten die Konkurrenz in den Schatten.

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Der verbissene Kampf um das dritte direkte Ticket für die Königsklasse, die Teilnahme an der Europa League und um den Klassenerhalt könnte da schon ein wenig untergehen. Zu Unrecht, denn die Bundesliga bietet in allen acht Spielen am Wochenende sportliche Brisanz. Natürlich auch in München, wo das Sensationsteam aus Freiburg bei den Bayern einen weiteren Schritt in Richtung internationales Geschäft machen möchte.

Oder in Leverkusen. Dort kann Bayer mit einem Sieg gegen Bremen vielleicht schon den entscheidenden Schritt zur Rückkehr in die Königsklasse machen - und Werder-Trainer Thomas Schaaf in noch größere Schwierigkeiten bringen, sollte dessen Team mit den ÖFB-Legionären Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic und dem suspendierten Marko Arnautovic noch tiefer in den Abstiegsstrudel gezogen werden.

Arjen Robben und Xherdan Shaqiri (Bayern) jubeln

APA/AP/Kerstin Joensson

Die Bayern stehlen der Konkurrenz noch mehr als üblich die Show

Freiburg ist nicht „angst und bange“

Freiburg hat diese Sorgen nicht, muss aber den schweren Gang nach München antreten. „Mir wird nicht angst und bange. Psychologisch ist das kein so schweres Spiel. Aber auf dem Platz ist es dann schon schwer“, sagte Freiburg-Trainer Christian Streich vor dem Duell. Die Bilanz für die Freiburger, die mit 45 Punkten als Fünfter nur einen Zähler hinter Schalke liegen, ist in München mit elf Pleiten bei zwei Unentschieden in 13 Spielen wenig schmeichelhaft. In der letzten Saison setzte es ein 0:7-Debakel.

Und die Bayern, bei denen Coach Jupp Heynckes („Ich mache natürlich Gebrauch davon, etwas zu ändern“) wieder kräftig durchrotieren wird, haben nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft gezeigt, dass sie weiter auch Rekorde wollen. 81 Zähler haben sie schon. Holen Alaba und Kollegen im 14. Spiel der Rückrunde auch nur ein Remis, hätte man mit dem Punkterekord eine weitere Bestmarke - und diese von Borussia Dortmund zurückerobert.

Dortmund muss weiter Transferärger trotzen

Dabei ärgern die Bayern die Dortmunder schon über die Maßen. Der BVB hatte nach den schlechten Nachrichten durch den Abgang von Mario Götze wieder Gerüchte um einen Wechsel von Robert Lewandowski nach München zu verarbeiten. Ob das die Borussia aus dem sportlichen Takt bringt, ist in Düsseldorf eher nicht zu erwarten. Düsseldorf, das im Hinspiel beim BVB ein 1:1 holte, ist seit acht Spielen ohne Erfolgserlebnis und sammelte in diesem Jahr nur neun Zähler.

Der Vorsprung auf den Sechzehnten Augsburg (Alexander Manninger), der gegen Cupfinalist VfB Stuttgart (Martin Harnik, Raphael Holzhauser) spielt, beträgt damit nur noch drei Punkte. „Die findet diesmal ohne uns statt“, sagte Düsseldorf-Kapitän Andreas Lambertz kämpferisch zu einer drohenden Relegation wie im vergangenen Jahr. „Wir packen den Klassenerhalt auch so.“

Wichtige Spiele für drei Österreicher-Clubs

Bei Werder Bremen ist Trainer Schaaf angezählt. Der 51-Jährige, der Otto Rehhagel als dienstältesten Werder-Trainer (14 Jahre und 88 Tage) in der kommenden Saison ablösen kann, gab sich vor dem Auftritt in Leverkusen trotz Gerüchten über die Möglichkeit einer Ablösung gelassen. „Ich bin nur auf meine Arbeit fixiert“, sagte Schaaf, der mit seinem Team seit neun Spielen auf einen Sieg wartet. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Die ÖFB-Legionäre Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger kämpfen indes mit Mainz 05 noch um die Europa League. Um weiter mitreden zu können, ist aber wohl ein Sieg gegen das auf Rang sechs liegende Team von Eintracht Frankfurt Voraussetzung. Sechs Punkte trennen die neuntplatzierten Mainzer von dem internationalen Startplatz. Auch Martin Stranzl, der seine Grippe endgültig auskuriert hat, will mit einem Sieg bei Wolfsburg wieder auf die Europacup-Ränge vorrücken.

Deutsche Bundesliga

31. Runde

Freitag, 26. April:
Greuther Fürth Hannover 2:3
Samstag, 27. April:
Bayern München Freiburg 1:0
Leverkusen Bremen 1:0
Augsburg Stuttgart 3:0
Wolfsburg Mönchengladbach 3:1
Hoffenheim Nürnberg 2:1
Düsseldorf Dortmund 1:2
Sonntag, 28. April:
Mainz Frankfurt 0:0
Schalke Hamburger SV 4:1

Abschlusstabelle 2012/13

1. FC Bayern München 34 29 4 1 98:18 91
2. Borussia Dortmund 34 19 9 6 81:42 66
3. Bayer 04 Leverkusen 34 19 8 7 65:39 65
4. FC Schalke 04 34 16 7 11 58:50 55
5. SC Freiburg 34 14 9 11 45:40 51
6. Eintracht Frankfurt 34 14 9 11 49:46 51
7. Hamburger SV 34 14 6 14 42:53 48
8. Borussia Mönchengladbach 34 12 11 11 45:49 47
9. Hannover 96 34 13 6 15 60:62 45
10. 1. FC Nürnberg 34 11 11 12 39:47 44
11. VfL Wolfsburg 34 10 13 11 47:52 43
12. VfB Stuttgart 34 12 7 15 37:55 43
13. 1. FSV Mainz 05 34 10 12 12 42:44 42
14. Werder Bremen 34 8 10 16 50:66 34
15. FC Augsburg 34 8 9 17 33:51 33
16. 1899 Hoffenheim 34 8 7 19 42:67 31
17. Fortuna Düsseldorf 34 7 9 18 39:57 30
18. SpVgg Greuther Fürth 34 4 9 21 26:60 21
Champions-League-Teilnehmer: Bayern, Dortmund, Leverkusen
CL-Qualifikation: Schalke
Europa-League-Teilnehmer: Freiburg
EL-Qualifikation: Frankfurt, Stuttgart (Finalist DFB-Pokal)
Absteiger: Düsseldorf, Greuther Fürth
Aufsteiger: Hertha BSC, Eintracht Braunschweig

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