„Wird eine große Herausforderung“
Schwedens Nationalmannschaft ist am späten Donnerstagnachmittag in Wien eingetroffen. Nach der Landung auf dem Flughafen Wien-Schwechat ging es für die Skandinavier in ihre Unterkunft. Das Abschlusstraining hatten Zlatan Ibrahimovic und Co. bereits vor der Abreise in Stockholm absolviert, in Wien wurde am Abend lediglich noch der Rasen des Ernst-Happel-Stadions inspiziert.
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Diese Möglichkeit nahmen auch bei weitem nicht alle schwedischen Kicker in Anspruch, so blieben etwa Ibrahimovic sowie der Großteil der Leistungsträger lieber im Hotel. Am Freitag (20.45 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) treffen die Schweden vor ausverkauftem Haus im richtungsweisenden Match der WM-Qualifikationsgruppe C auf die Österreicher. „Das wird eine große Herausforderung. Österreich hat in den vergangenen Jahren ein richtig gutes Team aufgebaut“, erklärte Hamren im Happel-Stadion und verwies u. a. auf die knappe, unglückliche ÖFB-Heimniederlage gegen Deutschland (1:2).
Heimvorteil spricht für Österreich
Obwohl die beiden Teams in der aktuellen FIFA-Weltrangliste gleich durch 49 Plätze getrennt sind und die Schweden fast als Stammgast bei Großereignissen zu bezeichnen sind, sieht Hamren die Kontrahenten auf Augenhöhe. „Diese Mannschaften sind sehr eng beieinander. Aufgrund des Heimvorteils würde ich Österreich sogar als Favorit bezeichnen“, meinte Hamren, der auch auf die für Österreich sprechende Head-to-head-Bilanz verwies.

Reuters/Scanpix Sweden/Bjorn Lindgren
Alexander Kancaniklic (r.) ist Schwedens neue Stürmerhoffnung
Österreichs Star David Alaba kennt der schwedische Headcoach natürlich bestens. Dass er bei Bayern München (linker Verteidiger) eine andere Position als im ÖFB-Team (zentrales Mittelfeld) spielt, sieht Hamren nicht als Problem für den 20-Jährigen. „Gute Spieler wie er können auf mehr als einer Position spielen. Alaba hat einen guten Schuss, da kommt ihm die Position im Mittelfeld sogar deutlich besser entgegen.“
Hoffnungen liegen auf Jungstar Kacaniklic
Im Lager der Schweden hofft man, dass das Offensivduo Alexander Kacaniklic/Ibrahimovic ähnlich gut funktioniert wie beim 1:0-Testspielsieg am Montag in Malmö gegen Mazedonien. Jungstar Kacaniklic freut sich auf das ausverkaufte Wiener Stadion, von Nervosität ist beim 21-jährigen Fulham-Legionär keine Spur. „Mir ist es egal, ob 150.000 Zuschauer oder nur 100 auf der Tribüne sind. Ich bin nie nervös“, versicherte Kacaniklic.
„Bei Alexander sieht es so aus, als ob er schweben würde“, bekam der Senkrechtstarter, der bei der Generalprobe das Goldtor erzielte, von Hamren eine Portion Sonderlob. Auch Superstar Ibrahimovic schwärmte in höchsten Tönen von seinem jungen Mitspieler und sieht in ihm so etwas wie seinen Nachfolger: „Er wird die nächste Generation anführen. Wir hatten schon lange Zeit keinen solchen Spieler wie ihn. Er ist stark im Duell eins gegen eins, fordert den Ball und hat Mut.“
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