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„Hätten zwei Elfer bekommen müssen“
Die Wut der Schweden richtete sich nach dem Schlusspfiff im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion vor allem gegen einen Mann: Schiedsrichter Gianluca Rocchi. Dem Italiener wurden in den schwedischen Medien prompt seine angeblichen Verwicklungen in den italienischen Wettskandal aus dem Jahr 2006 an den Kopf geworfen. „Wir hätten zwei Elfmeter bekommen müssen“, ärgerte sich Superstar Ibrahimovic.
„Hätten uns mit Axt umschneiden können“
Vor allem die Szene in der 94. Minute, als Franz Schiemer Andreas Granqvist zu Fall brachte, lag den Skandinaviern ordentlich im Magen. Granqvist, der sein Geld bei Genoa in Italien verdient, konnte es kaum fassen: „In Italien hätte er von zehnmal zehnmal Elfmeter gepfiffen. Er hat mich zu hundert Prozent nur auf meinem rechten Bein getroffen.“

GEPA/Philipp Brem
Sebastian Larsson haderte mit Schiedsrichter Gianluca Rocchi
Teamkollege Sebastian Larsson formulierte es noch drastischer: „Die Österreicher hätten uns mit einer Axt umschneiden können, und es hätte trotzdem keinen Elfmeter gegeben.“ Teamchef Erik Hamren äußerte sich ein wenig zurückhaltender. „Ich denke, wir hatten unterschiedliche Ansichten.“ Mit dem Auftreten seiner Truppe war Hamren durchaus zufrieden. „Die Leistung war 75 Minuten lang sehr gut. Unser Wille und unsere Moral nach der Pause zeigen den Stolz dieser Mannschaft.“
„Österreich nicht einmal besonders gut“
Abgesehen von der Schiedsrichterleistung befand die Zeitung „Svenska Dagbladet“ die Darbietung der Schweden als ernüchternd. „Das Schlimmste an der Niederlage in Wien war, dass Österreich nicht einmal besonders gut war“, urteilte das Blatt.
Kritik gab es vor allem an den Innenverteidigern Jonas Olsson und Granqvist, die bei den Treffern in ihren Aktionen gegen Martin Harnik und Marc Janko „tödliche Fehler“ begingen. Am Dienstag im Heimspiel gegen die Färöer ist für Zlatan Ibrahimovic und Co. ein Sieg natürlich absolute Pflicht.