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Coaches mit Prognosen vorsichtig

Die traditionelle Umfrage der Austria Presse Agentur unter den zehn Bundesliga-Trainern vor dem Saisonstart hat auch heuer wieder das erwartete Ergebnis gebracht. Red Bull Salzburg ist der haushohe Favorit auf den Gewinn des Meistertitels 2014. Champion Austria wurde als erster Herausforderer der „Bullen“ gehandelt. Außenseiterchancen auf den Meisterteller haben Rapid und Sturm Graz.

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„Der große Favorit ist Salzburg, keine Frage“, sagte Nenad Bjelica, der als Nachfolger des zum 1. FC Köln abgewanderten Peter Stöger die Wiener Austria zur Titelverteidigung führen soll. Trotz erfolgreicher letzter Saison sieht der Kroate - so wie seine Kollegen bei den neun anderen Vereinen - die „Veilchen“ nur in der Rolle der Verfolger. „Austria, Rapid und Sturm können aber ebenfalls eine Rolle spielen“, sagte Bjelica.

„Immer Überraschungen möglich“

„Schon aufgrund der für österreichische Verhältnisse unvergleichlichen finanziellen Möglichkeiten kann man hier nur die ‚Roten Bullen‘ aus Salzburg nennen“, fand auch Rapid-Trainer Zoran Barisic auf die Frage nach dem Titelanwärter Nummer eins klare Worte. „Wie jedes Jahr“, beantwortete auch Neo-Sturmtrainer Darko Milanic die Frage nach dem Club in der Poleposition mit Salzburg. „Aber im Leben sind immer Überraschungen möglich“, erklärte der Slowene.

Trainer Nenad Bjelica und Trainer Roger Schmidt (Salzburg)

GEPA/David Rodriguez

Titelfavoriten: Die Meisterschaft wird zum Duell Bjelica (l.) gegen Schmidt

Der in die Favoritenrolle gedrängte Salzburg-Trainer Roger Schmidt sieht hingegen die vier heimischen „Großen“ gleichauf. „Titelverteidiger Austria, Rapid, Sturm und wir gehören zum Kreis der Favoriten“, erklärte der Deutsche. Auch im Vorjahr war Schmidt mit den Salzburgern, damals als Titelverteidiger, als klarer Favorit in die Meisterschaft gestartet, nur um sich am Ende der Wiener Austria geschlagen geben zu müssen.

Wacker-Trainer Roland Kirchler erwartet einen neuerlichen Zweikampf zwischen Salzburg und der Austria, diesmal allerdings mit dem besseren Ende für die „Bullen“. „Diese zwei Teams werden sich absetzen, ich sehe Salzburg aber weiter vorne“, lautete Kirchlers Prognose. Für Wr.-Neustadt-Trainer Heimo Pfeifenberger haben sich die Salzburger Erfolgsaussichten vor allem deshalb erhöht, weil Red Bull nun scheinbar mehr auf Kontinuität setzt. Auch Admiras neuer Star auf der Trainerbank, Toni Polster, glaubt an einen erneuten Paarlauf von Salzburg mit der Austria.

Kampf um Klassenerhalt wird heiß

Bei der Frage nach den Abstiegskandidaten hielten sich die Trainer aus Respekt jedoch zurück. Doch wenn ein Name fiel, dann nicht Aufsteiger SV Grödig, sondern Wiener Neustadt. Pfeifenberger, der Coach der Niederösterreicher, bleibt trotzdem gelassen und will mit seinem Team in der am Samstag beginnenden Saison „erneut positiv überraschen“.

Zuletzt musste nach einem Herzschlagfinale der SV Mattersburg absteigen. „Ein, zwei Mannschaften werden immer als Abstiegskandidaten gehandelt, es kann dann aber immer einen anderen erwischen, wie man letzte Saison gesehen hat“, erinnerte Pfeifenberger.

Der aktuell am längsten im Amt befindliche Bundesliga-Trainer glaubt jedoch nicht, dass diesmal wieder bis zum Schluss ein Vierkampf um den Klassenerhalt toben wird. „Was sich vergangene Saison bis zuletzt abgespielt hat, war super für den Fußball, wird es aber sicher nicht mehr in der Form geben“, lautete seine Prognose. Innsbruck-Coach Roland Kirchler glaubt, dass „wieder vier bis fünf Mannschaften hinten drin sein“ werden und sprach wie Adi Hütter, Trainer von Aufsteiger Grödig, von den „üblichen Verdächtigen“.

Trainer Heimo Pfeifenberger (Wr.Neustadt)

GEPA/Christopher Kelemen

Für Pfeifenberger und Wr. Neustadt geht es laut Umfrage um den Klassenerhalt

Admira „erster Abstiegskandidat“

Zu diesen zählt auch die Admira, die Ende Mai mit dem abschließenden Sieg in Mattersburg den Kopf noch in letzter Sekunde aus der Abstiegsschlinge gezogen und die Meisterschaft nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor den punktegleichen Burgenländern beendet hat. „Wir sind erster Abstiegskandidat, weil wir im Vorjahr Neunter geworden sind“, erklärte Toni Polster, der neue Coach der Südstädter.

Der ÖFB-Rekordtorschütze will aber dieses Image so schnell wie möglich loswerden. „Wir werden hart daran arbeiten, dass das nicht passiert“, sagte Polster. Der WAC überraschte zwar zuletzt als Meisterschaftsfünfter und schrammte nur knapp an einer Europacup-Teilnahme vorbei, doch die zweite Saison nach dem Aufstieg ist eine besondere Bewährungsprobe, wie die Admira ein Jahr nach dem sensationellen dritten Platz zuletzt schmerzhaft erfahren musste. „Ich hoffe, dass wir nicht unten sein werden“, gab deshalb WAC-Neo-Trainer Slobodan Grubor zu Protokoll.

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