Spannung am Tabellenende
1) Wer ist in der kommenden Bundesliga-Saison Ihr Titelfavorit?
2) Welche Teams sind für Sie die Abstiegskandidaten?
3) Wie lauten die Saisonziele mit Ihrer Mannschaft?
4) Welche Mannschaft hat sich Ihrer Meinung nach am besten verstärkt?
5) Trauen Sie dem ÖFB-Nationalteam die Qualifikation für die WM in Brasilien zu?
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Michael Angerschmid (SV Ried)
- „Ganz klar, Salzburg und Austria.“
- „Das ist schwierig einzuschätzen. Eigentlich will ich mich da nicht festlegen. Für Wiener Neustadt wird es jedenfalls nicht einfach werden.“
- „Die Weiterentwicklung der jungen wie auch aller neuen Spieler. Von ihrer Qualität her halte ich von ihnen sehr, sehr viel. Sicher wird es aber auch die eine oder andere Schwankung geben. Wir haben fünf U21-Kaderspieler in unseren Reihen. Eines meiner Ziele ist, dass zumindest einer davon zum A-Nationalteamspieler wird.“
- „Das wird sich erst im Laufe der Meisterschaft herausstellen. Erst dann wird man sehen, wer von den Neuen wie in das Gefüge passt.“
- „Ja, das traue ich dem Team zu. Ich habe zwar das Schweden-Match nicht gesehen, da ich auf Urlaub war. Aber die Mannschaft ist jung und hungrig. Phasenweise spielt sie ganz guten Fußball. Sie ist auf einem guten Weg.“

GEPA/Matthias Hauer
Angerschmid und Ried wollen sich wieder mehr nach oben orientieren
Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt)
- „Wie immer Red Bull. Die letzte Saison hat die Austria wirklich überragend gespielt, obwohl Salzburg die meisten Punkte in der Red-Bull-Ära gemacht hat. Doch Salzburg hat nicht viel verändert im Vergleich mit der abgelaufenen Saison.“
- „Das kann man diese Saison schwer sagen. Ein, zwei Mannschaften werden immer als Abstiegskandidaten gehandelt, es kann dann aber immer einen anderen erwischen, wie man letzte Saison gesehen hat. Ich glaube, dass es sich die vier großen Clubs vorne ausmachen werden. Für die anderen kann es eng werden, weil die Liga eng zusammengerückt ist.“
- „Für uns ist die Ausgangssituation ähnlich wie im Vorjahr, wir wollen für die Spieler wieder eine Plattform bieten und positiv überraschen. Wir haben wieder eine neue Mannschaft, die einfach stabiler werden muss. In der letzten Saison sind wir erst im Frühjahr stabil geworden. Heuer müssen wir schon im Herbst viel stabiler sein, das ist unser Ziel.“
- „Das ist ganz schwer zu sagen, auch weil sich auf dem Transfermarkt noch nicht so viel getan hat. Die Neuen bei Red Bull kennt man nicht, sie haben aber auf jeden Fall Klasse, sonst würden sie die nicht holen.“
- „Um das Nationalteam herrscht eine Euphorie, nach dem Heimsieg über Schweden haben wir eine super Ausgangssituation. Es ist wieder einmal an der Zeit, dass wir zur WM fahren, wir brauchen das als Nation und Fußballland. Wir sind reif, dass wir wieder so etwas erleben dürfen als Österreicher.“

GEPA/Mario Kneisl
Für Wacker und Wr. Neustadt könnte es heuer wieder eng werden
Roland Kirchler (Wacker Innsbruck)
- „Red Bull Salzburg ist von der Mannschaft her am stärksten. Die Austria hat ein paar Abgänge - den Trainer, vielleicht auch Hosiner. Diese zwei Teams werden sich absetzen, ich sehe Salzburg aber weiter vorne.“
- „Den Absteiger tippe ich nie, das ist eine Frage des Respekts. Außerdem ist es sehr schwierig. Es werden wieder vier bis fünf Mannschaften hinten drin sein. Das sind die üblichen Verdächtigen. Bis zu einer seriösen Aussage müssen wir aber das erste Drittel der Saison abwarten.“
- „Wir wollen dort ansetzen, wo wir gegen Ende der vergangenen Saison aufgehört haben. Wenn wir die Weiterentwicklung mit unserer jungen, dynamischen Mannschaft fortsetzen, werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“
- „Ich bin mehr auf unser Team konzentriert als auf die anderen. Außer Red Bull und der Austria haben alle Probleme mit dem Geld. Von den Clubs unten drinnen hat keiner große Verstärkungen holen können.“
- „Das traue ich ihnen sehr wohl zu. Ich glaube, Teamchef Marcel Koller macht eine gute Arbeit. Wir können um den zweiten Platz mitkämpfen. Wenn wir den erreichen, ist auch in der Relegation eine Chance da. Ich sehe das sehr positiv.“
Toni Polster (Admira)
- „Die Austria und Salzburg, die muss man favorisieren. Am ehesten kann vielleicht Sturm mithalten, die haben sich sehr gut verstärkt. Man muss erst sehen, ob ein Rädchen ins andere greift, aber derzeit sehe ich Sturm etwas vor Rapid.“
- „Wir sind erster Abstiegskandidat, weil wir im Vorjahr Neunter geworden sind. Aber nicht immer muss man diese Erwartungen auch erfüllen. Wir werden hart daran arbeiten, dass das nicht passiert. Ich hoffe, dass es nicht so knapp wird wie in der vergangenen Saison, denn das geht auch an die Nerven.“
- „Abgesehen vom Klassenerhalt erhoffe ich mir, dass sich die vielen jungen Spieler in die richtige Richtung entwickeln. Bei uns bekommen sie die Chance, das zu tun.“
- „Sturm hat sich gut verstärkt, auch bei Ried ist sehr viel passiert. Wer sich am besten verstärkt hat, wird man erst im Lauf der Meisterschaft sehen. Es muss nicht immer jeder Transfer auch einschlagen. A priori können die neuen Sturm-Spieler aber echte Verstärkungen sein.“
- „Da bin ich ein bisschen skeptisch. Aber die Chance lebt, keine Frage. Es wäre etwas ganz Fantastisches, wenn wir wieder einmal bei einem Großereignis dabei sind.“

GEPA/Florian Ertl
Polster ist sich seiner Rolle als Trainer eines Abstiegskandidaten bewusst
Adi Hütter (Grödig)
- „Red Bull Salzburg ist klarer Favorit. Daneben denke ich, dass Austria Wien wieder ganz vorne mitspielen wird, sie haben eine gute Mannschaft.“
- „Ich will keine Namen nennen, aber ich glaube, es gibt mehr Abstiegs- als Meisterkandidaten. Es werden die üblichen Verdächtigen dabei sein.“
- „Wir sind Aufsteiger, haben eine junge Mannschaft, die anderen haben uns sicher noch etwas voraus. Unser Ziel ist es daher, unser Niveau so schnell wie möglich anzupassen. Wir wollen eine gute Figur machen und erfrischenden Fußball spielen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Die Latte liegt sehr hoch.“
- „Diese Frage ist wahnsinnig schwierig zu beantworten, denn es war nichts über Toptransfers zu lesen. Mir ist aufgefallen, dass sich wenige Mannschaften von der Quantität extrem verändert und viele an ihrem bestehenden Kader festgehalten haben, ich würde sagen, das war bei 90 Prozent der Fall. Wir haben einiges gemacht im Rahmen unserer Möglichkeiten, weil wir aufgestiegen sind. Vielleicht wird der eine oder andere Club noch nachjustieren, wenn es nicht wie gewünscht läuft.“
- „Marcel Koller leistet hervorragende Arbeit, die Nationalmannschaft hat Punch und Qualität, tritt taktisch sehr diszipliniert auf. Der Punkt in Irland und der Sieg gegen Schweden waren ganz wichtig. Man spürt jetzt eine positive Stimmung, auch ist ein Enthusiasmus da, der kann einen tragen. Die Mannschaft glaubt daran, hat keinen Zweifel, und man muss an etwas glauben, um es zu schaffen. Deshalb bin ich optimistisch, dass wir Gruppenzweiter werden und die Qualifikation schaffen können - auch wegen Stützen wie David Alaba. Das ist genial, wie der in dem Alter mit Druck umgeht. Das ist ein richtiger Typ zum Angreifen.“
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