Ausgeglichen und schwierig
Kein attraktiver Gegner, aber sportlich schwer zu biegen: Die Auslosung für die Gruppenphase der Champions League hat am Donnerstagabend für lange Gesichter bei Austria Wien gesorgt. FC Porto, Atletico Madrid und Zenit St. Petersburg warten in der Gruppe G der Königsklasse auf Österreichs Meister. Der Startschuss für die erstmals qualifizierte Austria fällt am 17./18. September.
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„Ich habe mir einen spanischen Gegner gewünscht, ich habe einen bekommen. Porto hat bereits die Champions League gewonnen, ist ein attraktiver Gegner. Zenit ist nicht so attraktiv, aber stark“, lautete der erste Kommentar von Austria-Coach Nenad Bjelica. Sportvorstand Thomas Parits war die Enttäuschung, nicht einen der ganz großen Namen gezogen zu haben, aber anzusehen. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Wir haben starke Gegner, aber wir werden unser Bestes geben“, sagte Parits.
„Gegen jeden eine Herausforderung“
Geträumt hatte man im violetten Lager von Vergleichen mit dem FC Barcelona, Real Madrid oder Titelverteidiger Bayern München. Von Losfee Paulo Sousa als schlussendlich letzter Club gezogen, musste der Champions-League-Debütant aus Wien aber zusehen, wie die attraktiven Gruppen nach und nach aufgefüllt wurden. Als Viktoria Pilsen in die Bayern-Gruppe stieß, blieb für die Wiener nur noch Pool G übrig.

APA/EPA/Sebastien Nogier
Die Austria wurde als letzte Mannschaft gezogen
„Vielleicht sind die Gegner nicht so attraktiv wie die anderen Topteams. Aber gegen jeden ist es für uns eine große Herausforderung“, meinte Bjelica. Porto holte 2004 unter Jose Mourinho die Champions League, in der der portugiesische Meister in dieser Saison zum bereits 18. Mal an den Start geht. 1987 gewannen die Portugiesen in Wien bereits den Cup der Landesmeister, 2011 holte sich Porto die Trophäe in der Europa League.
Hoffen auf volles Happel-Stadion
Im zweithöchsten europäischen Clubbewerb erfolgreich waren auch schon Atletico und Zenit. Die Madrilenen gewannen die Europa League 2010 und 2012, aktuell bekanntester Spieler ist Spaniens Teamstürmer David Villa. Zenit krönte sich 2008 zum UEFA-Cup-Sieger. Russlands Vizemeister ist vor allem in der Offensive mit Brasiliens Teamstürmer Hulk, dem portugiesischen Internationalen Danny und Russlands Superstar Andrej Arschawin bestens bestückt.
„Vom Namen her hätte es attraktivere Gegner gegeben, aber es ist eine schwere Gruppe. Ich hoffe, dass sich das Happel-Stadion füllen wird“, erklärte Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer. Die drei Heimspiele werden allesamt im Ernst-Happel-Stadion absolviert. Das Kontingent umfasst 44.000 Karten pro Partie, die Austria wird ausschließlich ein Dreierabo anbieten. Für Mitglieder und Abonnenten gibt es von 5. bis 7. September ein exklusives Vorkaufsrecht. Ab 9. September wandern die Tickets in den freien Verkauf.
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