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Matchwinner Alaba als Vorzugsschüler

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Robert Almer: Gut

In der ganzen Partie hatte Almer eigentlich nicht viel zu halten, denn die Iren brachten keine Schüsse auf sein Tor. Wenn er gebraucht wurde, war der Cottbus-Goalie aber zur Stelle. Auch bei hohen Bällen oder Abschlägen strahlte Almer Sicherheit aus.

György Garics: Befriedigend

Der Italien-Legionär begann solide. Nach und nach schlichen sich allerdings Schlampigkeiten ein, die ins Auge hätten gehen können, aber zum Glück ohne Folgen blieben. Offensiv zeigte sich Garics zurückhaltend. Sicher nicht seine beste Leistung im Team, aber auch nicht die schlechteste.

Sebastian Prödl: Befriedigend

Der Bremer rutschte für Emanuel Pogatetz in die Startelf und lieferte eine solide, aber auch nicht fehlerfreie Leistung ab. Ein Querschläger von ihm bescherte den Iren eine gute Chance. Auch bei den Abschlägen wäre in manchen Situationen etwas mehr Ruhe angebracht. Prödl ging aber diesbezüglich auf Nummer sicher und machte auch in den Zweikämpfen eine brauchbare Figur.

Aleksandar Dragovic: Gut

Dragovic hielt die Abwehr gegen die Iren zusammen und war meistens dort, wo es gefährlich wurde. Er konnte zwar nicht jeden Zweikampf gegen die robusten Gäste für sich entscheiden, ließ aber wenig Gefahr zu. Einzig in der Spieleröffnung hätte er den einen oder anderen Fehlpass vermeiden können.

Christian Fuchs: Befriedigend

Die Leistung gegen Deutschland ging vor allem in der ersten Hälfte nicht spurlos am Kapitän vorbei. Fuchs wirkte auch gegen die Iren verunsichert und brachte mit schlechtem Stellungsspiel sich selbst und die Mannschaft in die Bredouille. Nach der Pause war Fuchs aber um Klassen besser, warf sich den Iren entgegen und brachte auch endlich seine Qualitäten in der Offensive. Sein Stanglpass vor dem Tor durch Alaba war ideal.

Julian Baumgartlinger: Befriedigend

Der Mainz-Legionär, der gegen Deutschland gesperrt war, lieferte eine seiner üblichen schnörkellosen, aber dank seiner Laufarbeit für das Team wichtigen Vorstellungen. Baumgartlinger war für die Defensivarbeit im Mittelfeld abgestellt und versuchte dort den Spielaufbau der Iren zu behindern, stopfte Löcher, die andere Mitspieler mit ihren Fehlern aufrissen. Offensiv gelang nicht alles nach Wunsch, was aber nicht ins Gewicht fiel.

Veli Kavlak: Genügend

Kavlak biss die Zähne zusammen und spielte trotz eines Nasenbeinbruchs. Die Gesichtsmaske war dabei wohl ungewohnt, denn der Besiktas-Legionär war mit seinen Pässen in die Tiefe, die oft direkt beim Gegner landeten, nicht sehr effektiv. Auch in die Luftkämpfe ging er nicht mit dem letzten Nachdruck. Sichtlich gehandicapt, fand er daher nicht ins Spiel und wurde bereits in der Pause für Leitgeb ausgetauscht. Für seine Courage trotz Verletzung zu spielen, verdient er aber Respekt.

Martin Harnik: Genügend

In den ersten Minuten unterliefen Harnik gleich zwei, drei leichte Fehlpässe. Danach verschwand der Stuttgarter fast gänzlich von der Spielfläche und hatte keine einzige brauchbare Aktion. Er wirkte überhaupt nicht spritzig, verlor Laufduelle. Nach der Pause ging es einen Hauch besser, wenngleich Harnik weiter sehr glücklos agierte. So vergab er zwei Topchancen auf die Führung. Den Stuttgarter hat man im Team schon wesentlich besser gesehen.

David Alaba: Sehr gut

Alaba übernahm die zentrale Position im offensiven Mittelfeld vom verletzten Zlatko Junuzovic und hatte leichte Anlaufschwierigkeiten. Es dauerte aber nicht lange, bis er besser ins Spiel und seinen Rhythmus fand. Mit seinen Pässen war er vor der Pause der einzige ÖFB-Spieler, von dem Gefahr ausging und der auch zum Abschluss kam. Nach der Pause lieferte er ebenfalls gute Aktionen und krönte seine Vorstellung mit dem immens wichtigen Siegestor, als er aus wenigen Metern Kaltschnäuzigkeit bewies.

Guido Burgstaller: Befriedigend

Der Rapidler kam statt Marko Arnautovic auf dem linken Flügel zum Einsatz und lieferte einen engagierten, aber auch nervösen Beginn. Am Ball versuchte er zumindest in Ansätzen, sich mit Zug in den Strafraum in Szene zu setzen. Ein Querpass auf Alaba war in Ordnung, meist blieb es aber beim Versuch. Burgstaller lief sich oft am Gegner fest und kam in der Defensive auch schwer in die Zweikämpfe.

Andreas Weimann: Genügend

Das ÖFB-Team ist weiter nicht die Spielwiese des England-Legionärs. Weimann muss weiter auf sein Premierentor warten, obwohl sich diesmal die Gelegenheit dazu bot. Nach einem Fuchs-Querpass schoss er dem irischen Goalie aus elf Metern direkt in die Hände. Auch Vorlagen seiner Mitspieler konnte er nicht ansprechend verwerten. Vollen Einsatz kann man ihm nicht absprechen, er lieferte dem irischen Verteidiger John O’Shea ein hartes Duell. Was ihm aber im Team noch abgeht, ist die Abgebrühtheit, aber auf die kommt es eben bei einem Mittelstürmer an.

Christoph Leitgeb: Befriedigend

Der Salzburger lieferte eine unauffällige Leistung. Leitgeb konnte mit ein paar Ballgewinnen punkten, ließ sich aber auch manchmal ausspielen. In der Offensive verhielt es sich ähnlich. Auf leichte Fehlpässe folgten brauchbare Bälle für den Spielaufbau. Unter dem Strich brachte er aber mehr für die Offensive als Kavlak.

Marko Arnautovic: Befriedigend

Der Stoke-Legionär stellte sich nach seiner Einwechslung mit einem Fehlpass und einer abgerissenen Flanke ein. In manchen Aktionen scheint ihm völlig das Selbstvertrauen und der damit verbundene Nachdruck zu fehlen. Andererseits bereitete er mit einem sehenswerten Fersler wieder eine schöne Aktion vor. Ein Kopfball von ihm wurde auf der Linie gerettet. Vor allem das Verständnis mit Alaba ist gegeben. Mit dem Matchwinner gelangen ihm gute Kombinationen.

Marc Janko: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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