Verlängerung nicht ausgeschlossen
In der National Hockey League (NHL) beginnt wieder der Ernst des Lebens, sprich die Trainingscamps. Auch Österreichs Aushängeschild Thomas Vanek und die Buffalo Sabres starten in ihre Vorbereitung auf die am 1. Oktober beginnende Saison. Für Vanek steht heuer nicht nur der neue Anlauf auf den Stanley Cup auf dem Programm, es geht auch um seine Zukunft in der NHL.
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Vanek geht in die letzte Saison seines 2006 unterschriebenen Vertrages über sieben Jahre. Der Torjäger ist damit eine der heißesten Aktien im Kader der Sabres für ein lukratives Tauschgeschäft. Denn nach Auslaufen seines Vertrages kann sich Vanek selbst einen neuen Arbeitgeber suchen, ohne dass sich Buffalo eine Gegenleistung erwarten darf. Schon während des Sommers wurde daher heftig über einen Wechsel des Stürmers spekuliert.
„Warten wir einmal ab“
Vorerst gehört Vanek aber noch zum Kader der Sabres. Die immer wieder auftauchenden Fragen nach seiner sportlichen Zukunft versucht der 29-Jährige so gut es geht zu verdrängen. „An einen möglichen Trade habe ich keine Gedanken verschwendet, da ich sowieso keinen Einfluss darauf habe“, so der Steirer auf seiner Homepage, „ich bin nach wie vor einfach happy, in der NHL spielen zu können.“ Vorerst gilt seine Konzentration der Vorbereitung auf die neue Saison. Dass seine Zukunft aber eines der Hauptgesprächsthemen bleibt, ist dem Stürmer bewusst. Aber das ist laut Vanek Teil des Jobs.

APA/AP/Graham Hughes
Wie lange Vanek seine Tore noch im Dress der Sabres schießt, ist offen
Vanek wäre einer Verlängerung in Buffalo nicht abgeneigt, schließlich verbrachte er bisher seine gesamte Zeit als Profi am Ufer des Eriesees. Doch der Stürmer will nichts überstürzen. Schon gegen Ende der vergangenen Saison, als sich das neuerliche Verpassen der Play-offs abzeichnete, stellte Vanek klar, dass er an einem kompletten Neubeginn nur wenig Interesse hat. Denn sein Ziel ist der Stanley Cup, ein Neuaufbau des Teams in Buffalo benötigt aber Zeit. „Warten wir einmal ab, ich möchte mir anschauen, wie die Jungen spielen und welche Perspektiven es gibt“, so Vanek.
Keine voreilige Verlängerung
Große Hoffnung, dass die Sabres trotz vieler junger Spieler heuer weiter vorne mitspielen können, setzt Vanek in Trainer Ron Rolston. Der ehemalige Assistent von Langzeittrainer Lindy Ruff wurde im Sommer vom Interims- zum Cheftrainer befördert. „Gespannt bin ich auch schon auf die Zusammenarbeit mit Ron Rolston, wenn er die Möglichkeit hat, uns durch ein komplettes Trainingscamp zu begleiten“, so Vanek in seinem Blog, „ich finde, er hat letzte Saison einen sehr guten Job gemacht und diese Chance verdient.“
Schnellschüsse in Sachen Vertrag sind von Vanek aber nicht zu erwarten. „Ich bin noch nicht bereit, zu verlängern, und ganz ehrlich, ich glaube, auch der Club ist nicht bereit“, wird Vanek auf ESPN zitiert, „wenn ich im Sommer abgegeben worden wäre, wäre ich nicht überrascht gewesen.“ Buffalo wird Vanek mit Sicherheit nicht leichtfertig ziehen lassen. Er ist seit Jahren der torgefährlichste Stürmer des Teams. In der vergangenen, dank des „Lock-out“ verkürzten Saison war Vanek mit 20 Toren und 21 Assists bester Scorer der Sabres.
Noch ein Fragezeichen
Vanek ist nicht die einzige Personalie, die Rolston und General Manager Darcy Regier heuer beschäftigt. Denn auch der Vertrag von Torhüter Ryan Miller läuft nach dieser Saison aus. Der wertvollste Spieler der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver hatte vergangene Saison mit Formschwankungen zu kämpfen, zudem steht mit dem Schweden Jhonas Enroth, der sein Heimatland heuer zum WM-Titel führte, bereits ein aufstrebender Ersatz parat.
Miller gibt sich in Sachen sportlicher Zukunft und eines möglichen Wechsels ebenfalls keinen Illusionen hin. „Die NHL ist ein Geschäft, und ich bin ein Gut“, so der 33-jährige Amerikaner, „ich hoffe nur, dass im Fall der Fälle alles klar geregelt wird.“ Zumindest eine Personalie haben die Sabres schon geregelt. Der Vertrag von Stürmer Cody Hodgson wurde vorzeitig um sechs Jahre verlängert. Der 23-jährige Kanadier spielte vergangene Saison mehrmals an Vaneks Seite und war mit 15 Toren und 19 Vorlagen zweitbester Scorer hinter dem Österreicher.
Karl Huber, ORF.at
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